Unterschied Aconitum und Aconitum e tubere

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kenne mich nicht so gut aber ich glaube schon dass es einen kleinen Unterschied gibt... Die Pflanze ist die gleiche weil ein anderer Name des Aconitus napellus Aconitum tuber ist.

Aconitum e tubere ist der Name eines anthroposofischen Praeparates. Die anthroposophische Herstellung von Aconitum ist anders als die Herstellung von Aconit als homoeopatisches Mittel.. Anwendung und Verabreichung ist aehnlich aber auch ein Bisschen anders in der Antrhoposophie.

Z.B. in der Zahnheilkunde benutzt Homoeopathie eher Arnica und Hypericum, in der Anthroposophie z.B. bei:

"Neuralgiforme Beschwerden im Trigeminusbereich Aconitum e tubere D10-D30, Flüssige Verdünnung zur Injektion.
Mehr ausstrahlende, auf die Beteiligung des umgebenden Nervenbereiches
hindeutende Schmerzzustände
Aconitum e tubere W 5%, Öl 1- bis 2-mal tgl. je nach Körperstelle mit 2-3 ml Öl einreiben.

oder

"Aconit-Nervenöl (Aconitum comp., Oleum)
● Zus.: 100 g enth.: Aconitum napellus e tubere ferm 33c D9
oleos. 10g, Quarz D9 oleos. 10g, Camphora 1g,
Lavandulae aetheroleum 1g.
● Anw.: Gemäß der anthroposophischen Therapierichtung:
Anregung des Wärmeorganismus und Integration von
Stoffwechselprozessen bei schmerzhaften entzündlichen
Erkrankungen, die vom Nerven-Sinnes-System ausgehen,
z. B. Neuralgien, Neuritiden, Herpes zoster, rheumatische
Gelenkerkrankungen."
 

Herstellung von Anthroposophika Beispiel: "Das Rh-Verfahren – Mit Hilfe rhythmisch wiederholter
Erwärmungs- und Abkühlungsprozesse in Verbindung
mit Bewegungsvorgängen am Morgen und Abend
werden Frischpflanzensäfte in eine zuletzt stabile
milchsaure Gärung übergeführt, wässrig auf gewünschte
Potenzstufen verarbeitet und durch Pasteurisieren
haltbar gemacht. Diese alkoholfreien Pflanzenpräparate
stellen eine Steigerung der Heilpflanzenwirkung dar."

 

hallo eva, ich kenne und schätze dich von den englisch-antworten.

ergänzend zur antwort von fragenfra: aconitum e tubere ist typisch anthroposophische ausdrucksweise. e tubere heisst soviel wie "aus der wurzelknolle", bezeichnet also, aus welchem pflanzenteil das präparat gewonnen wurde. wenn es so heisst, ist es sicher ein heilmittel aus der anthroposophischen medizin. und aconitum (napellus) ist einfach die pflanze, die als homöopathisches akutmittel oft eingesetzt wird. 

hoffe dir damit gedient zu haben.

(...)

Ich habe den letzten Satz gelöscht - bitte keine Uservorführung.

 

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Herzliche Grüße

Klara vom gutefrage.net-Support

0

normales aconitum in der homöopathie ist die frische ganze pflanze zu beginn der blüte vom blauen eisenhut. bei aconitum e tubere wird stattdessen die wurzelknolle genommen, entspricht der anthroposophischen zuordnung wurzel für nervensystem, blatt und stengel für kreislaufsystem, blüte für stoffwechsel und fortpflanzungssystem.

Und würdest Du dich der Meinung anschließen, dass anthroposophische Medizin ein Zweig der Homöopathie ist?

0
@ElkeO

nicht ein zweig, sondern eine verwandte methode. aber sowohl die gesichtspunkte zur mittelfindung wie auch die technik der verdünnung und verschüttelung sind unterschiedlich. es werden zwar wie in der homöopathie üblich dezimal-stufen hergestellt, also ist nux vom. D6 von DHU oder weleda vergleichbar, aber es wird nicht eine anzahl von schüttelschlägen gemacht, sondern es wird jede stufe eine gewissse zeit lang geschüttelt, mit bewegungen nach oben statt mit schlag auf einen buchrücken oder so wie bei hahnemann. zeit bei pflanzlichen ausgangsstoffen zweieinhalb minuten, bei mineralischen vier minuten, das sind ergebnisse langer versuchsreihen über die beste wirksamkeit.

dass ein unterschied besteht, sieht man auch an der existenz der drei besonderen therapierichtungen nach arzneimittelgesetz: homöopathie, phytotherapie, anthroposophische medizin.

0
@Patron

das sind ergebnisse langer versuchsreihen über die beste wirksamkeit.

 

Seit wann gibt es in der Homöopathie lange Versuchsreihen über irgendwas ?

Zum finden eines homöopathischen Arzneimittelbildes werden 15 Freunde der Homöopathie zusammengetrommelt und die schreiben dann alles auf, was ihnen in den nächsten Tagen so durch den Kopf geht und damit hat es sich auch schon. Drei davon erhalten ein Placebo und haben exakt dieselben Symptome ( auf Seite 51 nachzulesen ) aber man kommt nicht zu dem Schluss, dass dieses Mittel unwirksam, weil nicht besser als ein Placebo ist, sondern man ist bloß dankbar für die Erfahrung ( aus der man absolut nichts gelernt hat. Aber ab jetzt steht in den Büchern, dass das Mittel bei den aufgeschriebenen Symptomen äußerst wirksam ist.

Und dann schreibt der eine vom anderen ab und nennt es " Erfahrung ".

http://www.provings.info/pruefungen/wattwurm-d.pdf

 

0
@Hubertt

es geht um versuchsreihen in der anthroposophischen medizin bzw in der dortigen zubereitung der arzneien. ich war in den firmen wala und weleda tätig und weiß einiges über solche versuchsreihen.

0
@Patron

Patron 08.04.2011 - 13:53

 

das sind ergebnisse langer versuchsreihen über die beste wirksamkeit.

 

Patron vor 19 Minuten

es geht um versuchsreihen in der anthroposophischen medizin bzw in der dortigen zubereitung der arzneien.

 

Du meinst also jetzt im Ernst, weil du bei der Zubereitung dabei warst und du dich dabei auskennst, beweist das eine Wirksamkeit ?

 

Dass es eine Zubereitung von homöopathischen oder anthroposophischen Mitteln gibt, hat noch nie jemand bestritten. Ein Nachweis für eine Wirksamkeit ist aber dringend erforderlich und der fehlt bis zum heutigen Tage.

0
@Patron

sondern es wird jede stufe eine gewissse zeit lang geschüttelt, mit bewegungen nach oben statt mit schlag auf einen buchrücken oder so wie bei hahnemann. zeit bei pflanzlichen ausgangsstoffen zweieinhalb minuten, bei mineralischen vier minuten, das sind ergebnisse langer versuchsreihen über die beste wirksamkeit.

Also wenn diese Zeitvorgaben (2,5 / 4 min) beim Schütteln in langen Versuchsreihen die beste Wirksamkeit gezeigt haben, dann frage ich mich warum Homöopathen heute immer noch nur 10x schütteln - das dürfte dann ja wohl nicht die beste Wirksamkeit ergeben.
Umgekehrt sind manche Hersteller von Homöopathika ja davon überzeugt dass die korrekte Zahl von Schüttelvorgängen unbedingt eingehalten werden muss, damit das Mittel wirksam wird.

Ei wat den nu?

 

0
@ElkeO

Ei wat den nu?

 

Nach einer scheinbar fixen Regel immer exakt etwas anderes als die heutigen Homöopathen vorschlagen ;-)

Nur zehnmal schütteln heute nur dir faulen Säcke unter den Homöopathen.

Diejenigen Homöopathen, die ihren Hahnemann kennen und auch ernst nehmen schütteln hundert mal. Exakt so oft, wie es ihr Meister in seinem Organon in § 270 vorschreibt.

 

§ 270

Um nun diese Kraft-Entwickelung am besten zu bewirken, wird ein kleiner Theil der zu dynamisirenden Substanz, etwa Ein Gran, zuerst durch dreistündiges Reiben mit dreimal 100 Gran Milchzucker auf die unten angegebne Weise zur millionfachen Pulver-Verdünnung gebracht. Aus Gründen die weiter unten in der Anmerkung angegeben sind, wird zuerst Ein Gran dieses Pulvers in 500 Tropfen eines, aus Einem Theile Branntwein und vier Theilen destillirtem Wasser bestehenden Gemisches aufgelöst und hievon ein einziger Tropfen in ein Fläschchen gethan. Hiezu fügt man 100 Tropfen guten Weingeist  und giebt dann dem, mit seinem Stöpsel zugepfropften Fläschgen, 100 starke Schüttelstöße mit der Hand gegen einen harten, aber elastischen Körper geführt.

0
@ElkeO

Fortsetzung § 270

 

Dies ist die Arznei im ersten Dynamisations-Grade, womit man feine Zucker-Streukügelchen erst wohl befeuchtet dann schnell auf Fließpapier ausbreitet, trocknet und in einem zugepfropften Gläschen aufbewahrt, mit dem Zeichen des ersten (I) Potenzgrades. Hievon wird nur ein einziges Kügelchen zur weitern Dynamisirung genommen, in ein zweites, neues Fläschgen gethan (mit Einem Tropfen Wasser, um es aufzulösen) und dann mit 100 Tropfen guten Weingeistes auf gleiche Weise, mittels 100 starker Schüttel-Stöße dynamisirt. Mit dieser geistigen Arznei-Flüssigkeit werden wiederum Streukügelchen benetzt, schnell auf Fließpapier ausgebreitet, getrocknet, in einem verstopften Glase vor Hitze und Tageslicht verwahrt und mit dem Zeichen des zweiten Potenz-Grades (II.) versehen. Und so fährt man fort, bis durch gleiche Behandlung Ein aufgelöstes Kügelchen XXIX mit 100 Tropfen Weingeist, mittels 100 Schüttel-Stößen, eine geistige Arznei-Flüssigkeit gebildet hat, wodurch damit befeuchtete und getrocknete Streukügelchen den Dynamisations-Grad XXX erhalten.

 

0

Was möchtest Du wissen?