Unterschied Revision Berufung im Gericht Deutschland

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Eine Berufung ist, wenn Du z. B. vom Amtsgericht verurteilt worden bist und Du mit dem Urteil nicht einverstanden bist. Dann beschäftigt sich das Landgericht mit der Sache und fällt entweder ein neues Urteil oder weist die Berufung zurück. Eine Revision ist etwas ganz anderes. Da ist letztendlich das Urteil rechtskräftig. Jetzt geht es darum Fehler am ganzen Verfahren zu finden. z. B., dass das Gericht nicht rechtsmäßig besetzt wurde. Oder dass der Richter bestimmte Beweise nicht zugelassen hat. Dann landet das Verfahren vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Da werden weder neue Zeugen vernommen, noch wird dort der Prozess neu aufgerollt. Das Gericht stellt lediglich fest, dass das Verfahren rechtmäßig verlaufen ist oder nicht. Wenn nicht, wid das Verfahren zur neuen Verhandlung entweder an eine andere Kammer des Landgerichts oder an ein ganz anderes Landgericht verwiesen. Der Bundesgerichtshof fällt also überhaupt kein neues Urteil.

Sorry, aber diese Antwort enthält Fehler. Eine Berufung führt zu einer "Neu-Auflage" der ganzen Verhandlung an "höherer Stelle" (z.B. Landgericht). Es wird insbesondere die Beweis-Aufnahme (mit Zeugen, Sachverständigen, Urkunden usw.) wiederholt. Eine Revision führt "nur" zu einer Überprüfung des vorangegangenen Verfahrens oder des schriftlichen Urteils auf Fehler (aber die müssen vom Revisionsführer ausdrücklich benannt und begründet werden). Das Urteil ist natürlich NICHT rechtskräftig, wenn ein Revisionsverfahren stattfindet!! Eine Revision muß innerhalb der gleichen Frist wie eine Berufung eingelegt werden. Im Gesetz ist geregelt, gegen welche Urteile Berufung und/oder Revision möglich sind. So gibt es gegen ein Verurteilung wegen Mordes z.B. KEINE Berufungsmöglichkeit sondern nur die Revision.

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@juergen04

So hab ich es gemeint. Ich hab gemeint wie Du, dass ich wenn ich mit dem Urteil eines Amtsgerichtes nicht einverstanden bin, Berufung einlege. Dann wird komplett neu verhandelt. Bei der Revision wird nicht das Urteil überprüft, sondern nur ob Verfahrensfehler vorliegen. Mit der Rechtskraft habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt.

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