Unterschied- Magersucht und Pro/with Ana

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3 Antworten

Hallo Cherry! Magersucht läuft immer über den Kopf. Es gibt Magersüchtige die noch Normalgewicht haben und Untergewichtige - aus genetischen oder medizinischen Gründen - die nicht magersüchtig sind. Die Fachklinik in Bad Wildungen beschreibt das so : “.........damit im Zusammenhang findet sich eine hartnäckige Verkennung der eigenen übermäßigen Schlankheit oder Kachexie in Form einer Körperschemastörung: Die eigene Körperform oder Teile des Körpers werden als zu dick wahrgenommen und geradezu massiv überschätzt. Bei Menschen mit einer Anorexia nervosa besteht meist wenig Krankheitseinsicht in die anorektische Störung und die dadurch bedingten Gefahren werden geleugnet“

Macht man dann aus dieser Krankheit einen Kult so ist man bei Pro Ana.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

Vielen vielen Dank !

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Pro Ana ist eine Internetbewegung, in der Magersucht als toller Lifestyle verkauft wird. Mädchen pushen sich gegenseitig, indem sie Abnehmwettbewerbe veranstalten, sich gegenseitig Tipps geben und ihre Krankheit in großen Blogs inszenieren. Dahinter stehen sehr oft magersüchtige Mädchen, aber oft auch normalgewichtige Mädchen, die sich zwar strenge Diäten auferlegen, die dann aber nur zwei, drei Tage durchhalten und dann wieder normal essen bis zum nächsten Versuch. Magersucht kann mit pro Ana einhergehen, muss es aber nicht. Pro ana kann mit Magersucht einhergehen, muss es aber nicht. Magersucht ist die Krankheit und pro Ana das Internetphänomen, in dem diese Krankheit verherrlicht wird. Hannah ist also magersüchtig... ob sie pro ana ist, kann man aus diesem Beispiel nicht erkennen.

Danke für die tolle Antwort. Okay...hm...wenn sie z.B. alles geheim hält? Mit wenig leuten darüber redet und zuhause dicke sachen anzieht,damit es nicht auffällt? Was weiß ich haha, sagen wir mal, ganz heavy, sie ist stolz wenn sie duenn wird aber "thinspo' s" guckt sie nicht. So will sie nicht aussehen..

:))

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@Cherryberry1

Ich kann natürlich keine Diagnose stellen, aber Hannah klingt, wie ich schon geschrieben habe, magersüchtig. Ob sie pro ana ist, weiß ich nicht, weil sie ja heimlich auf diese Seiten gehen könnte. Wenn du Hannah bist bzw. Hannah ganz genau kennst und absolut sicher weißt, dass sie nicht auf solche Seiten geht, dann ist sie nicht pro ana.

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Wenn man Magersüchtig ist, ist es normal, dass man 'stolz' auf eine Abnahme und den dünnen Körper ist. Schließlich ist dass die 'Droge'... das hungern und das anschließende Erfolgserlebnis: Die Gewichtsabnahme. Vielen ist natürlich klar, dass sie viel zu dünn sind, aber doch man ist auch stolz auf seinen 'Erfolg'. Das bedeutet nicht, dass man dieser hirnlosen Pro Ana Gemeinschaft angehört.

Ich bin in einem Forum wo sich Leute (alle über 18) über ihre Krankheit austauschen. Jeder würde sagen, dass wäre ein Pro Ana Forum. Aber nein... wenn ich Pro Ana höre, stelle ich mir 13 jährige Mädels vor, die unbedingt abnehmen wollen und sich Freunde im Internet suchen, weil sie sich so allein mit ihren Problemen fühlen. In diesem Forum jedoch, wird jeder Unterstützt sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Man bekommt nicht jeden Tah zu hören, dass man ja total krank wäre, aber man bestärkt sich trotz der Krankheit irgendwie den Alltag zu bewältigen, weil man es zB momentan nicht schafft, die Magersucht/Bulimie loszulassen. Viele waren oder sind da aber in Therapie.

Ich komme also zu dem letzten Begriff: With Ana. Man ist nicht für die Krankheit (also Pro) sondern versucht mit (with) der Krankheit zu leben, weil man es nach zahlreichen Versuchen aufgegeben hat dagegen anzukämpfen und/oder einfach nicht die Kraft dazu hat aktiv daran zu arbeiten. Ich persönlich finde diese ganzen Ana, Mia etc Bezeichungen absolut lächerlich und gleichzeitig grausam. Es ist eine veriedlichung einer schrecklichen Krankheit die oft tödlich endet bzw mit Selbstmord und sehr oft kämpfen die Leute mit Depressionen, Zwangsgedanken etc... wer da von 'Entscheidung' oder 'Lifestyle' spricht weis noch gar nicht wo er sich da grade rein steigert. Das sind nämlich oft die Mädels (aber auch Jungs natürlich) die noch gar nicht soo tief drin stecken, sich aber nichts sehnlicher Wünschen. Wenn sie dann drin stecken und der Tag dreht sich um nichts anderes mehr außer Essen und hungern, wünschten sie sich, sie hätten damit nie angefangen. Aber auch das alles spricht nur dafür, dass man ernsthafte Probleme hat... denn keiner Sucht sich das radikale runterhungern aus nur weil er abnehmen möchte. Da stecken tiefere Probleme hinter.

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