Unterscheid zwischen Alkoholiker, alkoholkrank, alkoholabhängig und alkoholsüchtig?

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6 Antworten

Fakt ist, daß er ein Alkoholiker ist. Also an Alkoholsucht erkrankt.

Das ist wichtig, es handelt sich um eine Krankheit.

Er weiß das nur zu gut, aber er verhält sich auch ganz typisch, in dem er Ausreden sucht und ganz unruhig wird, wenn er seinen Konsumgewohnheiten nicht nachgehen kann.

Kommen wir dazu, wie zu helfen ist. Gar nicht, weil es eine staatlich verordnete Zwangsbeglückung nicht gibt.

Wenn er also nicht einsieht, daß er ein Problem hat, wird er sich auch nicht in eine Behandlung begeben.

Meist haben Außenstehende etwas mehr Einfluss, als Familienmitglieder. Vielleicht wäre das ein Ansatz.

Weißt du, wie es zu diesem hohen Konsum gekommen ist? War es ein schleichender Prozess? Gab es eine Art Zäsur im Leben deines Familienmitglieds?

Trinkt er nur am Abend, oder auch schon früher am Tag? Wie sieht sein Tag aus, ist er noch im Arbeitsleben?

Die konsumierte Menge wäre für einen Gewohnheitstrinker schon extrem hoch, aber wenn er diese Menge erst am Abend trinkt, deutet es auf Gewohnheitskonsum hin.

Es gibt verschiedene Auslöser und Konsumverhalten, danach richtet sich auch die Ansprache an den kranken Menschen.

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Das sind dann alle Symptomen einer ausgewachsenen Alkoholsucht. In dieser Form treten die auf, wenn die Sucht schon recht weit fortgeschritten ist. Egal in welcher Beziehung du zu diesem Menschen stehst, sehe zu, dass dein Schicksal nicht mit seinem verknüpft ist.

Leihe ihn kein Geld, mache keine gemeinsame Anschaffungen mit ihm, egal was er verspricht und zusagt.

Warte ab bis es einen Moment gibt, in dem er dir halbwegs nüchtern erscheint. Spreche ihn auf seinen Alkoholkonsum an, und biete ihn an, ihm zur Suchtberatung zu begleiten. Biete ihn Hilfe und Unterstützung an, aber sage auch klar und deutlich, dass du dich von ihm zurück ziehst, wenn er sich weiter so gehen lässt.

Wichtig dabei ist, dass du das dann auch machst. Suchtpatienten versprechen immer das Blaue von Himmel aber halten nichts. Sie ändern ihr Verhalten nur wenn der Leidensdruck unerträglich wird, und das ist meistens nachdem sie alles verloren haben.

Das ist furchtbar, und es schmerzt sehr, dabei zu zu schauen, wie jemand vor die Hunde geht. Aber bedenke: Wo einer säuft, sollte auch nur einer kaputt gehen. Er muss nicht das Leben von Frauen, Kinder, Freunde und Verwandte ruinieren. Also: Hilfe anbieten, kein Geld leihen, und auf Abstand gehen wenn er das Verhalten nicht ändert. 

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Das ist im Prinzip alles das Gleiche. Dein Verwandter ist ziemlich sicher ein starker Alkoholiker. Dass sie das leugnen und sehr aggressiv werden, ist sehr typisch.

Am besten informierst du dich zu diesem Thema und überlegst dir was du tun möchtest. Es ist leider ein sehr schwieriger Weg echte Alkoholiker zur Einsicht zu bringen. Oft liegt ein Grund für das Trinken vor. 

Schau, dass er niemanden gefährdet, vor allem auch nicht Auto fährt, insbesondere wenn noch andere Personen drin sind. Ob mehr drin liegt, wird schwierig, solange er nur sich selber langsam zugrunde richtet. Das tun andere mit Zigaretten, schlechtem Lebensstil usw.

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Wie alt ist er denn?
Auch wenn ich mit dieser Meinung vermutlich alleine bin finde ich, dass ein Erwachsener Mensch sowas mit sich selbst ausmachen muss und solange er nicht so viel trinkt, dass er eindeutig nicht mehr in der Lage wäre selbst Entscheidungen zu treffen finde ich hat man nicht das Recht ihn zu ändern ... Nur meine Meinung.

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Kommentar von melman86c
05.02.2017, 21:09

Täglich 0,75l wein und 1l Bier sind also "nicht viel".

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Kommentar von Hilfe882
05.02.2017, 21:15

das ist aus dem Kontext gerissen ich habe gesagt solange er nicht so viel trinkt, dass er nicht mehr bei klarem Verstand ist, ist es seine Sache. Natürlich ist es gut mit ihm drüber zu reden und ihm Hilfe anzubieten aber wenn er nicht will ist es halt so. Und das ist in der Tat nicht sonderlich viel, danach ist man ja (zum Glück) noch recht zurechnungsfähig, "richtige" Alkoholiker trinken wesentlich mehr.

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Kommentar von Hilfe882
07.02.2017, 18:06

Das widerlegt noch lang nicht die Tatsache, dass das als alkoholabhängig zu definieren schon recht "radikal" ist

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Ja, er ist schon abhängig. Die Verdrängung ist normal

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Das erste ist ein Substantiv und bezeichnet den Alkoholkranken.

Alle anderen sind Adjektive, bezeichnen aber den gleichen Sachverhalt.

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