Unternehmer, die in Insolvenz gehen und vorher Schwarzarbeit geleistet haben

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3 Antworten

Tach,

wenn da einer angeblich zwischen 2006 u. 2008 Schwarzarbeit gemacht haben soll, - warum fällt dir das fast 5 Jahre später ein ??

Auf was willst Du denn hinaus?

Erstmal wäre ztu klären welche Verjährungsfristen gelten. - VOB, BGB, 4 Jahre, 2 Jahre, 5 Jahre

Wenn der ne Rechnung gestellt hat, dürfte es dir äußerst schwer fallen, dem überhaupt ne Schwarzarbeit nachzuweisen.

Der sagt ganz einfach:"klar habe ich da gearbeitet, ausweislich meiner Rechnungen habe ich dioeses und jenes ausgeführt."

Dann beweise mal nach fast 5 Jahren dass der irgend etwas anderes gemacht haben soll.

Im Bestreitensfall wirst Du zweifeksfrei beweisen müssen, dass der irgendetwas schwarz abkassiert hat. - nach 5 Jahren??

Wie auch schon in anderen Antworten angemerkt wurde gehören zur Schwarzarbeit immer 2 .

Auftraggeber u. Auftragnehmer.

Im Falle einer Anzeige würde folgendes passieren.

Strafrechtlich könntest du glück haben, wenn du ne Selbstanzeige machst.

Allerdings wären Steuern u. Angaben aus dem Schwarzauftrag, weil bei dem Auftragnehmer offenbar nix mehr zu holen ist, komplett von DIR zu tragen.

Dann wirst Du dich auf ne, vermutlöich gründliche, Steuerprüfung einstellen können.

Auch sämtlich anderen Auftragnehmer, die irgendwie mit Dir, bzw. dem bau zu tun hatten, werden überprüft.

Die Straffreiheit einer selbstanzeige würde aber nur den angezeigten Fall betreffen.

D.h.wenn Du auch irgend n anderen schwarz bezahlt haben solltest, kommt die strafrechtliche Keule auch zu dir.

Es stellt sich auch die Frage, ob Du noch sicher auf die Straße gehen kannst, wenn sich herumgesprochen hat, dass mehrere Leute, nur weil dir irgend einer auf n Sack gegangen ist, Ärger mit der Steuerfahndung u. der Staatsanwaltschaft bekommen haben.

Selbst dann, wenn man das Handeln des Handwerkers als Betrug definieren würde, sehe ich da, auch dann wenn das tatsächlich ein Betrug war, eine Verfolgungsverjährung.

Die Verfolgungsverjährung ist von der "normalen" Verjährung zu unterscheiden.

Das Vergehen, in diesem fall die Schwarzarbeit ist ja bekannt. - nämlich DIR.

Da beginnt dann schon die Verfolgungsverjährung.

D.h. das wird gar nicht mehr verfolgt.

Selbst dann, wenn der die Arbeiten nicht schwarz ausgeführt hätte, würdest Du im Falle der Insolvenz vermutlich leer ausgehen.

Es gibt zwar Urteile, dass auch bein Schwarzarbeit die Haftung, bzw Gewährleistung gilt, jedoch dürfte das in deinem Fall, wegen der Beweislast problematisch sein.

Nicht aufregen und die Kohle als Lehrgeld abschreiben.

Das, was Du durch die Schwarzarbeit gespart hast, kannste ja in die Nachbesserung investieren.

Ich persönlich finde es schäbig, wenn Auftraggeber, Bauherrn usw. erst geizig den Preis drücken wollen, bis in strafrechtliche Bereiche (Schwarzarbeit), dann aber versuchen, daraus trotzdem irgendwelche Rechte abzuleiten.

Zur Schwarzarbeit gehören immer zwei dazu : der, der sie leistet und der, der sie annimmt. Beide machen sich gleichermaßen der Steuerhinterziehung strafbar. Jede Firma, die Schwarzarbeit anbietet, kann in der Zeit als Firma nichts erwirtschaften und wird demzufolge irgendwann "ausgeblutet" / pleite sein ( auch wenn die Taschen des Chefs möglicherweise mit Geld vollgestopft sind ). Daher sollte man in jedem Fall die Finger von einer solchen Firma lassen, auch wenn es zunächst finanziell verlockend ist.

In dem von dir beschriebenen Fall würde ich mich an einen Anwalt wenden.

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