Unternehmensgründung Gründungskosten > Eigenkapital?

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1 Antwort

Die Folge wäre die Insolvenz. Jedenfalls wenn man den Sinn der Frage nimmt. Es kommt dabei eigentlich auf Fälligkeiten an.

Beispiel: Jemand hat die Chance einen Auftrag zu bekommen. Muss dafür aber Unternehmer sein. Dann fängt die Person an, z.B. mit der Vorgesellschaft zur Unternehmergesellschaft.

Die Vorgesellschaft ist noch keine GmbH oder UG. Sie ist eigentlich GbR oder Einzelunternehmen. Man meldet entsprechend das Gewerbe an. Geht zum Notar und lässt die Verträge aufsetzen.

Da die UG aber die Gewerbeanmeldung zahlen muss und das Geld bei Gründung als Sichteinlage da zu sein hat, müsste unsere Gründungsperson diesen Betrag erst einmal auf ein Konto einzahlen.

Weil das Eigenkapital für die Gründungskosten nicht da ist, würde jetzt erst einmal die Insolvenz im Raum stehen. Sogar der Eingehungsbetrug. Weil der Unternehmer wissen muss die Rechnung nicht bezahlen zu können.

In der Zwischenzeit bezahlt der Auftraggeber. Damit ist Geld verfügbar, die Überschuldung geheilt und die Zahlungsunfähigkeit auch vorbei. Ich rate aber niemanden, dieses als Blaupause zu nehmen. Wer keine Ahnung hat, der landet unter Umständen sogar im Gefängnis dafür.

Unklug wäre der Einsatz von Fremdkapital. Kann nämlich schnell zur Überschuldung kommen. Richtig ist eigentlich nur die Erhöhung des Eigenkapitals. Der Unternehmer müsste also mehr Geld zur Verfügung stellen. Geld das für das Unternehmen zur freien Verfügung steht.

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