Unternehmensanleihe und Aktienanleihe - was ist der Unterschied?

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2 Antworten

Hallo OrnellaPeters,

Eine Aktienanleihe ist kurz gesagt ein strukturiertes Finanzprodukt. Wichtigstes Ausstattungsmerkmal ist, dass der Emittent (in der Regel ein Finanzinstitut) am Ende der Laufzeit das Recht hat, entweder den Nominalbetrag zu 100% zurückzuzahlen oder eine bestimmte Anzahl an (vorher festgelegten) Aktien zu liefern. Zusätzlich erhält der Investor während der Laufzeit eine oder mehrere Couponzahlungen.

Der Anleger hat abzuwägen: Schätzt er die Chancen auf höhere Zinszahlungen und die Rückzahlung zum Nennwert höher ein, als das Risiko der Aktienandienung, so ist der Erwerb einer Aktienanleihe für ihn attraktiv. Steigt der Kurs der zugrunde liegenden Aktie besonders stark an, entgehen dem Anleger hingegen Kursgewinne, die er bei einer Direktanlage in die Aktie hätte realisieren können. Für den Erwerber von Aktienanleihen ist daher ein Aktienmarkt ohne große Ausschläge die beste Situation oder genauer gesagt: Die dem Wertpapier zugrunde liegende Aktie verzeichnet nur leichte Seitwärtsbewegungen

Unternehmensanleihen werden unter anderem von deutschen Firmen emittiert. Dabei begeben Industrieunternehmen häufig Schuldverschreibungen als Alternative zur herkömmlichen Kreditaufnahme bei den Banken, um die Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten oder zu stützen. Dabei ist insbesondere das Rating des Emittenten zu beachten, denn die Bonität der einzelnen Unternehmen beeinflusst den zu zahlenden Zinssatz für die emittierte Anleihe. So wirkt sich das Rating auf die Konditionsgestaltung noch zu begebender Anleihen aus - insbesondere auf die Höhe der Rendite. Unternehmensanleihen mit erstklassigem Rating weisen dabei eine niedrigere Rendite auf als die mit einem schlechten Rating.

Die Vorteile von Unternehmensanleihen bestehen darin, dass die Bonität eines jeden Papiers durch das jeweilige Rating der Agenturen geliefert wird und somit die Anlageentscheidung erleichtern kann. Zudem besteht die Möglichkeit einer Anhebung des Anleihenkurses durch eine Rating-Verbesserung während der Laufzeit. Einen Nachteil könnten Zahlungsschwierigkeiten sowie die Insolvenz eines Unternehmens darstellen. Zudem muss während der Laufzeit der Unternehmensanleihen muss mit einer potenziellen Verschlechterung des Ratings gerechnet werden, wodurch der Kurs fallen kann.

Welche nun die sicherere von beiden Varianten ist, muss jeder Anlager je nach seiner individellen Risikoneigung selbst entscheiden. Dabei kann ein ausführliches und umfasendes Gespräch mit einem Anlageberater durchaus hilfreich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Cortal Consors - Team Anlagestrategie

Eine Unternehmensanleihe wird von dem Unternehmen - etwa Siemens - selbst begeben hat einen festen Zinssatz und wird zu 10 zurückgezahlt.

Eine Aktienanleihe wird von Banken begeben, hat einen deutlich höheren Zinssatz, dafür bekommt man am Ende der Laufzeit maximal 100 % zurück ODER falls die Aktie UNTER einem bestimmten Kurs liegt, eine festgelegte Anzahl an Aktien angedient, was dann natürlich weniger als 100 % Gegenwert ist.

Vorteil der Unternehmensanleihe:

  • Feste Rückzahlung
  • Unabhängig vom Kurs der Aktie

  • Risiko, das das Unternehmen zahlungsunfähig wird

Vorteil der Aktienanleihe:

  • Sehr hoher Zins

Nachteile:

  • Rückzahlungswert vom Kurs der Aktie abhängig

  • Risiko des Untergangs des Unternehmens

UND ZUSÄTZLICH

  • sollte die herausgebende Bank pleite gehen, ist auch die Anleihe wertlos, da sie genau genommen, eine Anleihe der Bank und nicht des Unternehmen ist.

Die Aktienanleihe hat also deutlich mehr Risiken und darum auch deutlich höhere Zinsen.

Mit freundlichen Güßen

Nasdaq

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