Unternehmen gründen idee

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Übers Internet glauben alle alles verkaufen zu können. Das Internet ist lediglich ein Vertriebsweg. Der aber ebenso aufgebaut werden muss, wie jeder andere. Also egal ob Dessous über die sogenannten Verkaufspartys vertrieben werden oder Küchenutensilien. Auch der Vertrieb an der Haustür ist möglich.

Die erste Frage ist also nicht die nach dem Verkaufskanal, sondern die der Zielgruppe. Sollen es Afroshops oder Friseurläden sein? Oder ist die Technik so weit, dass die Freundin das Einflechten übernehmen kann, dann kämen auch andere EndverbraucherInnen in Frage.

Was suchen und kaufen Leute, die Extensions kaufen? Brauchen die besondere Pflegemittel oder reichen die normalen Mittel aus dem Supermarkt? Gibt es trotzdem besondere Produkte? Was ist mit Färbemitteln oder Spangen im Sinne von Haarschmuck? Gibt es Bücher zum Thema? Vielleicht hat jemand ein Buch geschrieben, wie man die Verlängerungen an die eigenen Haare befestigt. Soweit ich das richtig mitbekommen habe, da gibt es zwei Wege der Befestigung. Einflechten oder kleben. Sicher benötigt man für den Vorgang Befestigungen um Haare feststecken zu können. Spezialkleber und Maschinen würden also auch sinnvolle Erweiterungen des Angebotes darstellen.

Wenn es die Arbeit angenehmer macht, dann hat bestimmt jemand ein Stativ für die Strähnen entwickelt. Damit die nicht auf eine andere Arbeitsfläche gelegt werden müssen und dort durch runter fallen beschädigt werden können.

So baut man erst einmal eine Produktpalette auf. Weder sind meine Vorschläge vollständig, noch müssen alle bei der Zielgruppe ankommen.

Deshalb macht man eine Markterkundung. Man sucht die Leute, die später das eigene Geschäft durch ihre Käufe beleben sollen. Und macht bei denen eine kleine Markterkundung. Nicht weniger als 100 Personen sollte man befragen, sonst hat das Ergebnis keinerlei Aussagekraft. Wenn Du meinst dieses sei nicht machbar für Dich, dann ist das okay. Doch wie willst Du wissen ob Du Deine Zielgruppe überhaupt erreichen kannst, wenn Du bereits Kosten hattest? Und wenn Du keine fünf Fragen von 100 Fragen beantwortet bekommst: Wie willst Du Menschen dazu bewegen bei Dir zu kaufen?

Aus so einer Markterkundung entwickelt man dann alles weitere. Beispielsweise den Kapitalbedarf. Die laufenden Einnahmen und Ausgaben. Die Chance Gewinne zu erzielen und die Risiken.

Häufiges Problem bei Gründungen sind die Fehlinvestitionen. Wer keinen vernünftigen Businessplan aufstellt, gibt häufig das verfügbare Geld an seinem Markt vorbei aus. Häufiger Fehler ist der Kauf eines nicht notwendigen Autos oder einer Computeranlage und Büroausstattung an den Bedürfnissen vorbei. Dazu noch Waren, die bei den Kunden kein Interesse wecken. Nach meiner Erfahrung werden auf diese Weise in der Regel 60 bis 80% des Geldes einfach in den Sand gesetzt. Die nötigen Schlussfolgerungen bleiben aus. Folge Totalverlust.

Dazu kommen dann noch weitere Fehler. Von den meisten meiner KollegInnen noch gar nicht erkannt: Die falsche Wahl der Betriebsgröße. Manche Dinge lassen sich eben nur in großen Mengen erfolgreich machen und andere eben nur im ganz kleinen Rahmen. Wer sich hier falsch entscheidet wird ebenfalls Gelder falsch investieren. Vielleicht braucht Deine sinnvolle Lagermenge ein Lagersystem. Verzichtest Du aus Unkenntnis darauf wird viel Geld durch Suche oder Schwund oder Mehrfach-Bestellungen kaputt gehen.

Brauchst Du nur ein kleines Lager und willst ein professionelles Lagersystem nutzen, weil Du beispielsweise das Schreiben von Rechnungen erleichtert haben möchtest, dann kann auch das eine große Nummer im Bereich der Kapitalvernichtung sein.

Ferner brauchst Du Kenntnisse in rechtlichen Bereichen. Fernabsatzgesetz und auch vom Telemediengesetz (wegen einer Internetseite), dazu kommen noch Vorschriften der Müllverordnung. Klingt alles ganz komisch, ist mir klar. Doch wer sich daran nicht hält geht hohe Risiken im Bereich Bußgelder und Abmahnungen ein. Auch ein häufiger Fehler, dass solche Risiken gar nicht erkannt werden. Im Eintrittsfall des Risikos sind da immer vierstellige Beträge weg. Das Risiko kann man minimieren.

Es spielt auch in das Thema der richtigen Größenordnung: Was für eine Unternehmensform soll es denn werden? Einzelunternehmen oder GmbH (bzw. die Sonderform der UG)? Wie weit reichen Deine kaufmännischen Erfahrungen?

Eine Frage der steuerlichen Belastung liegt natürlich auch in der Wahl der Unternehmensform. Welche Vor- bzw. Nachteile hat denn für Dich die eine oder die andere Form? Damit verbunden sind auch höhere oder geringere Gründungskosten.

Fortsetzung siehe Kommentar.

Egal was man gründen will, also egal in welcher Branche. Die Volks- und Raiffeisenbanken gehen in ihren Branchenbriefen in aller Regel von einem Kapitalbedarf von 10.000 Euro aus. Wobei ich der Auffassung bin, dass man durch gute Vorbereitung und die Vermeidung von Fehlern daran sparen könnte. Wer das nicht versucht, dem attestiere ich, dass das Risiko von Schulden überschaubar bleiben wird. Allerdings der Totalverlust wahrscheinlich ist.

Die 10.000 Euro müssen auch nicht an einem Stichtag da sein. Das Geld kann zu einem Teil auch aus den Erlösen des Unternehmens entnommen werden. Dafür müssen dann aber andere Entnahmen (Stichwort Unternehmerlohn) kleiner ausfallen oder ganz entfallen.

Es ist eine Illusion zu meinen ohne Startkapital was machen zu können. Wenn Du beim Großhändler/Lieferanten Waren für jede Kundenbestellung einzeln abgewickelt haben willst, dann wird allein durch den Versand nichts übrig bleiben. Stichwort hier Mindermengenzuschlag oder Anschaffungsnebenkosten.

Einen Mensch der alles kann im Leben, den wird es glaub ich niemals geben... Das jedenfalls hat mein Bruder vor vielen Jahren in meine Poesie-Album geschrieben. Bisher habe ich keinen Gegenbeweis finden können.

Die meisten Gründungen scheitern an der mangelhaften Vorbereitung. Ich kann Dir daher nur den Tipp geben: Damit Du wirklich die Risiken und Chancen kennst, erarbeite den Businessplan selber. Und mit erarbeiten meine ich auch arbeiten. Tränen und Schweiß sind zwar böswillige Anzeichen, doch auch aus vielen Jahren Erfahrung: Sie sind die besten Zeichen. Dazu gibt es noch dieses Bauchschmerzengefühl. Das muss auch weit weg und verschwunden sein.

Selbst diese Unsicherheit, also mulmiger Bauch ist immer noch weit vom Starttermin entfernt.

Weil man sich eben nicht überall auskennen kann, sollte man sich als Gründer oder Gründerin Unterstützung holen. Die kostet Geld. Allerdings verdient sie auch ihr Geld weil damit bereits im Vorfeld die Fehlinvestitionen minimiert werden können. Und anderes Lehrgeld auch nicht anfällt.

Wer professioneller startet, startet eben auch erfolgreicher. Kann also die Marktchancen besser nutzen. Viele gründen ohne solche Hilfe, weil man kennt sich an der einen oder anderen Stelle aus und die anderen schaffen es ja auch... blah blah blah... Suche Dir einen Berater/eine Beraterin, die Dich durch diese ganzen Riffe begleitet. Sämtliche Entscheidungen bleiben trotzdem bei Dir, doch Vorsicht: Warnungen von Unternehmensberatern können sich bestätigen.

Fast so etwas wie ein P.S. Ich selber habe mich mal in der Beraterdatenbank der KfW-Bank akkreditieren lassen. Erst nach der Eintragung habe ich erfahren was alles nicht gemacht werden darf und wie die Dokumentierungspflichten aussehen. Unter dem Strich hört sich eine hohe Förderung gut an. Doch als Wirtschaftsunternehmen will ich keine kostenlose Beratung anbieten. Der Höchstbetrag waren meine ich 4.000 Euro Honorar. Die hätte man schon fast vollständig als Arbeitszeit für Dokumentation abrechnen müssen. Jedes Beratungsthema ist mit Zeitpunkt und wie das vermittelt wurde zu notieren und dann auch der Kfw-Bank bei der Abrechnung einzureichen. Also sehr viel Aufwand, der zwar mich vor Schadenersatzansprüchen schützt, aber bei der Gründung nicht hilft. Außerdem darf die Erstellung des Businessplanes nicht gefördert werden, sondern seine Überarbeitung. Was wird man in der Praxis tun? Man baut auf die Schnelle was zum Vorlegen und macht es dann richtig. Für mich ist das Subventionsbetrug. Da mache ich jedenfalls nicht mit.

Also: Darum prüfe Deinen Berater, bevor Du Dich bindest. Denn auch 400 Euro können viel Geld sein.

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Hi,

um ein Unternehmen zu gründen braucht man erstmal Geld zum Investieren!

Dann das nötige Wissen zur Gründung und natürlich auch zur Führung des Unternehmens.

Zur Gründung eines Unternehmen gibt es hunderte von Webseiten die entsprechende Infos anbieten: http://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-gruenden/firma-gruenden/

Einfach mal ein bisschen lesen!

Um ein Unternehmen zu gründen braucht man erstmal Geld zum Investieren!

Das hängt durchaus von der Idee und der Branche ab. Nicht für jedes Unternehmen braucht man (viel) Geld und muss am Anfang investieren. Wenn ich mich natürlich mit einem Stahlwerk selbstständig machen möchte, brauche ich ein paar Millionen. Einen Hausmeisterservice kann ich zur Not mit dem Privat-PKW und einem gebrauchten Besen anfangen...

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@derkletterer

Deswegen habe ich ja auch Geld geschrieben und nicht viel Geld!

Egal welches Unternehmen du gründen willst, du brauchst erstmal Geld dazu.

Auch für Dienstleistungen braucht man Geld um Material und Werkzeug zu kaufen, sonst läuft da nichts.

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Warum hast du denn keine Produkte? Hast du schon eine Idee, wo du die Extensions herbekommen möchtest? Kenne mich in diesem Metier nicht so aus, aber oft stellen Lieferanten Bildmaterial Ihrer Produkte zur Verfügung. Oder willst du die Extensions selbst herstellen?

Hi,

Warum hast du denn keine Produkte?

weil er/sie kein Geld hat zum Investieren?!



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