Untermietzuschlag

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3 Antworten

Der Vermieter hat die 2. Mieterin aus dem Mietvertrag entlassen. Der Mietvertrag wurde also durch Änderung der Mieterpartei vertraglich verändert ohne andere Klauseln zu verändern. Zunächst besteht also der Mietvertrag in allen Bestandteilen weiter. Dieser Untermietzuschlag ist keine Bedingung, dass der Mietvertrag geändert wurde. Der Zuschlag wurde erst erhoben, als die Zustimmung zur Untervermietung vom Vermieter verlangt wurde. Der Vermieter ist nicht verpflichtet dieser Untervermietung zuzustimmen. Aber er ist auch nicht berechtigt die Miete ohne Grund zu erhöhen. Während es dem Mieter bei Nachweis erhöhter finanzieller Belastung möglich ist, die Zustimmung des Vermieters zur Untervermietung einzuklagen, kann der Vermieter voraussichtlich dennoch über den Weg des Mieterhöhungsverlangens innerhalb der nächsten 2 Monate eine höhere Miete erreichen, dabei kann die Erhöhung höher als 10€ p.m. sein.

Mein Rat, zahle die 10 Euro p.m. unter dem Vorbehalt, dass es in den nächsten 3 Jahren keine Mieterhöhung gibt, durch schriftliche Mietvertragsänderung >> Mietpreisänderung.

10 Euro ist doch fair. Ich verlange bei WG Nutzung 10% Zuschlag auf die Miete, weil einfach da öfter ein und ausgezogen wird und damit der Verschleiß steigt. Auch werden die Zimmer anders abgewohnt da jeder sein eigenes Schlafzimmer hat. Der Vermieter könnte die Miete auch wesentlich stärker erhöhen muss dies aber, ich glaube zwei oder drei Monate vorher anmelden. Er könnte eine Untervermietung aber auch verbieten. Im Ernstfall kann das nur ein Anwalt klären, wäre aber wegen 10 Euro übertrieben.

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort Memento196! Ich finde 10 Euro auch fair. Nur der Grund war für mich zunächst nicht ganz nachvollziehbar. Gerade weil hier in unserem Haus niemand seinen Untermieter angemeldet hat und ich meiner Pflicht nachkam und nun als einzige 10 Euro mehr zahlen muss. Unsere Verwaltung dreht oft komische Dinge. Deswegen wollte ich nur sichergehen, dass das alles in Ordnung ist. Das würde im Umkehrschluss auch bedeuten, dass die 10 Euro wieder wegfallen, wenn das Untermietverhältnis beendet wird?

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@frdrlicious

Die 10€ würden dann wieder entfallen. Untermieter sind grundsätzlich anzumelden, das müsste auch im Mietvertrag stehen. Auch solltest du einen Vertrag mit dem Untermieter machen und ggf. eine Kaution verlangen. Denn was ist wenn dein Untermieter was beschädigt? Für den Vermieter bist du der Hauptmieter und der wird sich den Schaden von dir regulieren lassen.

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Eine Untermietzuschlag kann gewiss gefordert werden, allerdings nur im Rahmen der zu erwartenden höheren Betriebskosten. Das dürfte dann alle die betreffen, die nach Verbrauch oder Personen umgelegt werden. Nach Wohnfläche umgelegte BK sind da naturgemäß nicht betroffen und deshalb zu vernachlässigen.

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