Unterkunft bei §20 Abs.3 SGBII

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3 Antworten

Du musst dem Jobcenter schon nachweisen,das dir das Zusammenleben mit deinen Eltern nicht mehr möglich war,wenn du noch keine 25 bist !

Deshalb bekommst du auch nur den gekürzten Regelsatz,sonst würden dir nämlich derzeit 391€ zustehen,das ist der volle Regelsatz.

Ich hab es ja nachgewiesen..

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@speisequark1

Wenn du das in einem Antrag schriftlich dargelegt hast und es trotzdem abgelehnt wurde,dann hast du nach dem Erhalt des Ablehnungsbescheides,4 Wochen Zeit,einen Widerspruch einzulegen !

Das hätte bzw.würde ich an deiner Stelle, auf jeden Fall machen und dann die Hilfe des Jugendamts in Anspruch nehmen,denn wenn die der selben Meinung sind,dann wirst du mit Sicherheit eine eigene Unterkunft bekommen.

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Was ist nun mit einem Bezug in eine Wohnung?

Praktisch: Frage das Ordnungsamt im Rathaus, das ist für die feste Unterbringung von Obdachlosen zuständig. Die haben oft auch Wohnungen zur Hand.

Rechtlich: Suche dir eine Wohnung, und bevor du den Mietvertrag unteschreibst, bitte das Jobcenter um eine Zusicherung der vollen Kosten-Übernahme nach § 22 SGB II Absatz 4: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/index.html

Ohne eine solche Zusicherung gibt es kein Geld für Miete und Heizung, bis man 25 ist. Und auch nicht den vollen Regel-Bedarf von 391,-. Siehe Absatz 4 § 22.

Und wenn man eine Kaution benötigt, beantrage man noch eine Zusicherung nach Absatz 6 ebenda.

Und benötigt man noch Geld oder Teile für eine Wohnungseinrichtung, beantrage man diese nach § 24 SGB II Absatz 3 - und notfalls noch nach Absatz 1.

Gruß aus Berlin, Gerd

Ich habe eine Bescheinigung vom Arzt das ich nicht mehr zuhause wohnen kann. Ist das Jobcenter jetzt verpflichtet mir eine Wohnung bezahlen, wenn sie die Kosten und m2-Anzahl nicht überschreiten?

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@speisequark1

"Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn

  1. die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann," SGB II § 22 Absatz 5, Link siehe oben.

Der Sachbearbeiter im Jobcenter muss sich nach deinem Antrag genau anschauen, ob das Gesetz auf dich zutrifft oder nicht - also ob du auf die Wohnung deiner Eltern verwiesen werden kannst oder nicht.

Dazu kann es ausreichen, dass du dem Sachbearbeiter erzählst, was Sache ist. Falls das dem Sachbearbeiter nicht ausreicht, kannst du noch Aussagen von anderen Leuten vortragen oder vorlegen: Eltern, Lehrer, Pfarrer, Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter usw.

Ein Gutachten - also eine "Bescheinigung" eines Fachmannes, eines Sachverständigen - ist dabei oft mehr wert als eine reine Aussage eines Laien oder eines Fachmannes - aber nicht immer. Denn auf jeden Fall entscheidet am Ende der Sachbearbeiter, ob das Gesetz auf dich zutrifft oder nicht – und nicht die Bescheinigung deines Arztes.

Denn es gibt auch häufig sog. "Gefälligkeits-Gutachten", also Gutachten, mit denen der Gutachter wem einen Gefallen tun will - z. B. einem lieben langjährigen Patienten. Deshalb greifen Ämter und Gerichte häufig lieber auf unabhängige Gutachter zurück - auf amtlich beeidigte Sachverständige oder auf Amts-Ärzte.

In aller Regel erwartet ein Sachbearbeiter eines Jobcenters, dass sich der Kunde selbst um eine Klärung von „schwerwiegenden sozialen Gründen“ zu Hause gekümmert hat, bevor er eine eigene Wohnung sucht. Dazu gehört, bis man 21 ist, auch, dass man Rat und Hilfe beim Jugendamt nachfragt.

Denn dort gibt es auch Unterkünfte (plus Rat und Betreuung), falls es zu Hause mal Stress gibt. Und wenn die Fachleute des Jugendamtes dann immer noch (oder sofort) zu dem Schluss, zu dem Gutachten kommen, dass eine eigene Wohnung nötig ist, dann schließen sich die Sachbearbeiter des Jobcenters in der Regel dieser Fachmeinung an.

Aber egal, wie dein Sachbearbeiter entschiedet, die hast immer die Möglichkeit, dagegen Rechtsmittel einzulegen - zunächst also Widerspruch beim Jobcenter, danach Klage beim Sozialgericht (genauso, wie du nach einem Gerichts-Urteil Berufung einlegen kannst und dann Revision).

Gruß aus Berlin, Gerd

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bist Du ohne vorherige Zusicherung der Untersützung vom Amt ausgezogen? hast Du keinen Mietvertrag? bist Du unter 25zig? wo bist Du gemeldet?... wende Dich Montag gleich an Deinen Sachbearbeiter, evtl. bekommst Du ein Darlehn zwecks Mietsicherheit, damit Du Dir was suchen kannst .und dann auch eine Mietübernahme(Wohngeld)

Ich bin nirgendswo gemeldet und 18 Jahre. Ich habe mega angst das ich weiter sozusagen nirgendswo wohnen muss :,(

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@speisequark1

sorry, Rechner abgestürzt :(

Bist Du noch bei Deinen Eltern gemeldet? Versuche ggf. erstmal bei Deinen Freunden einen Untermietvertrag zu bekommen lege den beim Amt vor und melde Dich Ausbildungsplatz suchend, mehme an einer Maßnahme des Arbeit-Amts teil ..

bitte um ein Mietdarlehn und die Erlaubnis umziehen zu dürfen in eine Einzimme-2-whg, die Eurem Mietspiegel entspricht..unterschreibe dann den Mietvertrag erst wenn das Amt zugestimmt hat..dann bekommst Du sicher das Wohngeld.

wünsche Dir alles Gute m.l.G. ;)h

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@himako333

Ich bin ja nirgendswo gemeldet..weder bei meinen Eltern noch bei meinem Freund.. Ich bin schon ausbildungsplatzsuchend... danke für deine Atnwort :)

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@speisequark1

Hallo Speisequark:) melde Dich trotzdem bei Deinem Freund schonmal an, denn wenn Du keine feste Meldeadresse hast ist es sehr schwer einen Vermieter zu finden!, oder einen Ausbildungsplatz... überhaupt einen job..

so jetzt wünsche ich Dir /Euch ein schönes WE ;)h

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