Unterkiefervorverlagerungs Op schwere Entscheidung?

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2 Antworten

Du hast ein Glück, denn hier kann einer antworten, der tatsächlich schon hatte.

Ich hatte vor ein paar Jahren eine OP durchgemacht, mein Unterkiefer hatte eine Fehlstellung und musste nach vorne gerückt werden. Zunächst bekam ich eine feste Zahnspange für etwa 2 Jahre, um die Zähne in die korrekte Position zu bringen - man hatte damals gehofft, dass das alleine ausreichen würde.. Danach hatte ich die Kiefer-OP. Bei mir bestand die Gefahr, wenn ich nicht operiert werde, dass ich mit 40 oder sogar früher meine Fähigkeit, etwas zu kauen, verlieren würde. Das konnte ich mir nicht antun, also habe ich das machen lassen. Die OP merkst du natürlich selber nicht, aber die Folgen sind unangenehm, manchmal schmerzhaft - aber nach etwa 1 Woche bist du wieder raus aus dem KH, wobei du für weitere 2-3 Wochen nur Weiches essen darfst (das hat die Kochkünste meiner Eltern entscheidend verbessert. Blumenkohlpüree schmeckt wunderbar. :-D)

Erst danach habe ich gemerkt, dass ich vorher tatsächlich Probleme mit Kauen hatte, die mir gar nicht bewusst waren. Ich konnte und kann ganz wunderbar kauen und mein Gesicht sieht es auch besser aus, seit der Kinn etwas dominanter und nicht so schlabbrig wirkt.

Risiken: Ja, es kann passieren, dass Teile des Kiefers taub wird - was mir leider auch passiert ist. Es ist aber nicht so, dass dir dann plötzlich eine Lippe runterhängt oder so was (von außen sieht man überhaupt nichts). Bei mir ist die linke Kinnhälfte bis zur Unterlippe hinauf und die Zahnfleisch dahinter taub, was ein relativ kleiner Bereich ist. Ich kann meine Lippen bewegen und ganz normal Gesicht verziehen, ein Stallone bin ich nicht. :-D Aber ich spüre in diesem Bereich eben nichts mehr. In den ersten Monaten ist das noch unangenehm gewesen, aber ich habe mich dran gewöhnt. Nur beim Knutschen ist das immer noch sehr seltsam. ;-) Jedoch hat meine Kusspartnerin nichts davon bemerkt.

Es kann sein, dass im ersten Moment nach OP vieles taub ist - keine Sorge! Das lässt langsam aber sehr sicher nach. Ich dachte auch anfangs, mein ganzes Unterkiefer ist taub, aber das hat sich abgeflaut. Dass dabei eine kleine taube Fläche zurückgeblieben ist, ist einfach nur unglaubliches Pech, das mir eben ausgerechnet passiert ist.

Ich würde den Arzt ganz gezielt danach fragen, was die Folgen wären, wenn die OP nicht durchgeführt wird.

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Kommentar von LaylaFan15
13.07.2017, 11:54

Danke erstmal für deine Antwort :)

Genau davor habe ich Angst, dass irgendwas sowas auch passiert. Folgen wenn ich es nicht mache sind kiefergelenkschmerzen und dass mir die zähne schon eher ausfallen können weil es ja eine fehlbelastung ist. 

Ich weiß echt nicht was ich machen soll. 

Hat es bei dir viel geblutet danach? Musstest du dich übergeben? Hab mega Respekt davor. Wie lange hat es gedauert bis du wieder normal essen konntest? 

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Ich würde auch mal die Folgen erfragen, wenn du nicht die OP machst.

Die Ärzte sehen Korrekturen im Form einer OP in vielen Fällen als "nicht schlimm" usw. Jedoch wenn es nicht unbedingt sein muss, legt sich ja kaum jemand freiwillig unters Messer.

Lähmungen, welche abklingen (oder auch nicht) sind auch keine "nette" Version.

Wenn sich die Alternative bietet, "nur" 4 Zähne zu entfernen, die Fehlstellung mittels einer Zahnspange auf 8mm zu verringern, würde ich diese Variante wählen.

So oder so würde ich mir div. Meinungen einholen. Denn selbst "nur" 4 Zähne ziehen ist ja nicht wie "schnell mal einkaufen" gehen.

Vielleicht gibt es in einen Spezialisten unter den Kieferchirurgen in deiner Stadt...

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