Unterhat+Kindergeld ab 18

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9 Antworten

Du bist 18 und somit volljährig und für Dich selbst verantwortlich.
Solltest Du nun noch einen Unterhaltsanspruch an Deine Eltern haben (.....), so müsste dieser in jedem Fall neu berechnet werden, da ja nun beide Elternteile Dir gegenüber barunterhaltspflichtig wären (nicht mehr nur dein Vater).

Solange Du aber noch bei Deiner Mutter wohnst, hat sie das Recht, Dir ihren errechneten Unterhalt statt als Bargeld in Form von "Kost und Logis" zu gewähren. Dazu darf sie auch das Kindergeld verwenden, welches weiterhin an sie ausbezahlt wird.

Wenn nun der errechnete Unterhaltsanteil der Mutter (+ das Kindergeld) nicht ausreicht für Deine Kosten für Nahrung, Mietanteil, Strom, Telefon usw., musst du Deiner Mutter ggf. noch etwas abgeben von dem Unterhaltsanteil, den Du von Deinem Vater erhältst.. Wie viel das wäre, ist "Verhandlungssache" zwischen deiner Mutter und Dir.

Deine Mutter hat also selbst kein Recht bzw. Anspruch darauf, dass das Geld von Deinem Vater an sie überwiesen wird, sondern nur, dass Du ggf. etwas davon an sie abgibst.

Solltest Du nicht mehr zu Hause wohnen (können), müssten dann beide Elternteile ihren Unterhaltsanteil direkt an Dich zahlen. Deine Mutter müsste Dir dann auch das Kindergeld weiterreichen (oder Du es durch einen "Abzweigungsantrag" direkt an Dich auszahlen lassen...)

Der Unterhalt steht Dir zu, das Kindergeld Deiner Mutter.

"Kindergeld ist in der Regel von den Eltern zu beantragen und wird auch an die Eltern ausgezahlt.

...

... der Unterhalt dem Kind ab Volljährigkeit zusteht, aber klar ist auch, dass er dann seine Kosten für Unterkunft, Essen, Kleidung, Versicherungen und so weiter alleine zu tragen hätte - eben von diesem Geld."

http://www.allein-erziehend.net/forum/beitrag59990.html

Ja, das ist klar, dass ich all diese Abgaben leisten muss, wäre ja auch unfair sonst. (:

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@mrmissquirk

Dann sag das Deiner Mutter. So kannst Du auch lernen, mit Geld umzugehen.

Meine Kinder mussten auch Kostgeld abgeben, als sie gelernt haben.

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@beangato

Find ich eine gute Lösung (: Am Ende steh ich da und hab keine Ahnung von nichts. Vorallem kann man das Geldverwalten ja auch sehr behütet lernen, indem die Eltern eben die einzigen sind, die man bezahlen muss.

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Solange du noch bei deiner Mutter wohnst,steht ihr das Kindergeld zu,dieses kann aber mit evtl. Kosten verrechnet werden,die deine Mutter von dir verlangen würde,das müsste aber alles erst einmal genau berechnet werden !

Denn ab deinem 18 Lebensjahr werden beide Elternteile Barunterhaltspflichtig,das bedeutet,dass das Nettoeinkommen beider Elternteile nach der Bereinigung addiert werden müssen um dann deinen Unterhaltsanspruch in der Düsseldorfer Tabelle bestimmen zu können.

Das Kindergeld wird in der Tabelle voll vom angegebenen Betrag ( Unterhaltsanspruch ) abgezogen. Unterhalt steht dir ab deinem 18 Lebensjahr nur noch zu,wenn du dich auch in Schul oder Berufsausbildung befindest.

Hast du dann also noch einen Unterhaltsanspruch,muss dieser dann nach dem Abzug des Kindergeldes prozentual je nach bereinigtem Nettoeinkommen des jeweiligen Elternteils berechnet werden.

Den Unterhalt den dir deine Mutter dann zahlen müsste,kann sie mit Einberechnung des Kindergeldes mit ihren Forderungen für Unterkunft,Lebensmittel,usw.verrechnen.

Der Unterhalt der ggf.vom Vater gezahlt wird,steht der Mutter ab deinem 18 Lebensjahr nicht mehr zu,das kannst du dann mit deinem Vater selber regeln,das er diesen auf dein eigenes Konto überweisen soll.

Ab Deinem 18. Geburtstag bekommst Du von Vater UND Mutter Unterhalt.
Sie sind beide barunterhaltspflichtig.

Dein Vater und Deine Mutter müssen Dir den Unterhalt geben und Deiner Mutter gibst Du dann einen von euch vereinbarten Betrag zusätzlich zum Kindergeld. Du kannst das Kindergeld aber auch abzweigen.

Das Kindergeld steht immer den Eltern zu, und der Unterhalt, wenn man zu Hause wohnt im Prinzip auch für Kost und Logie. Beim Unterhalt könntest du zwar Chancen haben, aber da du das Geld ja dann abgeben müsstest, hilft dir das ja auch nicht viel weiter.

Vielleicht gehst du mal gemeinsam mit deiner Mutter die einzelnen Kosten durch, die auf dich zukommen würden. Falls ihr zu zweit wohnt, dann die halbe Miete, Wasser, Strom, Heizung, Gez, Versicherungen, Telefon und Internet, Kilometergeld für Transportdienste mit dem Auto. Das dürften schon mal gut 350 Euro sein oder mehr. Dann noch der Anteil für Nahrung und Reinigungsprodukte, vielleicht so 150 Euro.

Falls da noch was bleibt, könnte deine Mutter dir ja das Geld zur Verfügung stellen und du zahlst dann dein Taschengeld, deine Kleidung, Hygieneartikel und Pflegeartikel, deine Buskarte, Schulbücher, Hefte, Klassenfahrten, Ausflugskosten und Urlaub, Krankheitskosten, Möbel, elektronische Produkte komplett selbst. Sollte es nicht ausreichen, dann kannst du dir ja einen Nebenjob suchen.

Und bei den Arbeiten wie Kochen, Waschen, Putzen beteiligst du dich dann auch entsprechend.

Sorry, deine Ma hat recht! Solange du "deine Füße unter ihren Tisch stellst", sprich: sie für EUREN Strom, EURE Miete und EURE Lebensmittel sorgt, sowie für EUREN Internetanschluss bezahltt, steht dir gerade mal ein Taschengeld zu! AUCH DU HAST ANTEILIG FÜR DIE KOSTEN AUFZUKOMMEN! Wenn du ausziehst und dir eine eigene Wohnung nimmst, sobald du in der Lehre bist, steht dir KG zu. Dein Lehrlingslohn wird dann beim Unterhalt bis suf 90€ mit angerechnet. Also: besser den Ball flach halten! LG Elfi96

Dass ich Anteile der Kosten tragen muss, ist mir selbstverständlich wie schon geschrieben klar. Es geht mir um die Rechtslage auf wessen Konto das Geld, dass mein Vater für mich zahlt, landet. Was davon wer bezahlt steht ja erstmal gar nicht zur Debatte. Und was eben nicht rechtens ist, übrigens auch nicht wenn ich minderjährig bin, ist dass meine Mutter willkürlich entscheidet was mit dem Unterhalt geschieht, da das Geld für meine Ausbildung, Kleidung, Lebensmittel, Strom, Wasser etc. gedacht ist, also wäre es prinzipiell egal wer das Geld bekommt, da mir der Rest, der eben nicht für die aufgezählten Dinge drauf geht, mir zusteht, was dann eben das taschengeld wäre.

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Ab 18 schulden die Eltern ihrem Kind nur dann Unterhalt, wenn es in einer Erst-Ausbildung steckt oder erwerbsgemindert ist. Beides liegt in der vorliegenden Schilderung nicht vor.

Falls dies doch vorliegt, gilt:

Ab 18 schulden beide Elternteile ihrem Kind Bar-Unterhalt. Bei einem Studenten wären das derzeit meist 670,- Euro im Monat.

Von dieser Schuld können die Elternteile jene Werte abziehen, die sie dem Kind als Sachmittel, also in Naturalien, zukommen lassen - Unterkunft, Heizung, Schampoo, Strom, Internet, Telefon usw.

Soweit das Kind diese Leistungen annimmt - also wohnt, heizt, duscht, surft, telefoniert usw.

Der Rest des Bar-Unterhalts ist dem Kind auszuhändigen.

Das Kindergeld aber nicht. Das Kindergeld erst, soweit "Der Rest des Bar-Unterhalts" dem Kind nicht ausgehändigt wird.

Dann kann das Kind der Einfachheit halber auch gleich einen Abzweigungs-Antrag für seinen Anteil am Kindergeld stellen, dann kriegt es diesen Teil gleich auf sein eigenes Konto überwiesen.

Gruß aus Berlin, Gerd

Ja, in einer gewissen Weise hast du recht.....aber weißt du auch was das Leben kostet...Miete,Heizung,Strom,Versicherungen, Telefon, Lebensmittel, Drogerieartikel, Medikamente, GEZ-Gebühren,.......rechne mal alles zusammen...dann weißt du was übrig bleibt...:) lg blümche

Ja, du hast recht, das ist teuer und es wird vermutlich nicht mehr übrig bleiben als ich von meiner Mutter eh als Tascheneld bekommen hätte, aber mich interessiert da die Rechtslage, weil er mir mehr ums Prinzip als um Profit geht. (:

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@mrmissquirk

Lass es doch so wie es ist...deine Mum hat es bestimmt schon schwer genug.....meine Tochter muss mir ab Sommer fast ihr ganzes Ausbildungsgeld geben, weil wir sonst nichts zum Leben haben....denn ihr Anteil wird beim Jobcenter wegfallen...es tut mir sehr weh für meine Kleine.....es tut mir so leid.....könnte ich doch endlich richtig in Arbeit gehen...:) lg blümche

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@blumenFee47

Das freut mich natürlich, dass ihr ein gutes Verhältnis habt, ist nur eben nicht überall so und nicht alle Eltern gehen mit dem was ihren Kindern zusteht gewissenhaft um - und auch nicht jede allein erziehende Mutter hat es schwer - so sieht es aus..:/ ich wünsche Dir und deiner Tochter alles gute, auf dass ihr euch weiterhin gut versteht (:

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@mrmissquirk

Ja, das stimmt da hast du recht...ich gönne meiner Tochter alles...ich stehe dann lieber hinten an und verzichte....was sagt denn dein Vater zu derAngelegenheit...kann er dir nicht den Unterhalt auf dein Konto überweisen...:) lg blümche

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