Unterhalt/Unterstützung für den Vater

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6 Antworten

Da gibts keine Möglichkeiten.

Kinder sind gesetzlich verpflichtet, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten für den Unterhalt der Eltern zu sorgen – selbst wenn der Kontakt seit langer Zeit abgebrochen war, wie aus einem Urteil vom 12. Februar 2014 des Bundesgerichtshofs hervorgeht.

http://www.finanztip.de/elternunterhalt/#ixzz3QhDXzMcs

Du kannst "vorbeugend" Nichts unternehmen, um die Kinder von einer möglichen späteren Unterhaltspflicht für ihren leiblichen Vater zu entbinden.

Erst wenn dieser Fall eintreten sollte und die Kinder vom Sozialamt zu solchen Leistungen aufgefordert würden, müsste sie nachweisen, dass der Vater seine Ansprüche gegen sie verwirkt hat.
Dabei könnten dann die Unterlagen des Jugendamtes, Unterhaltsforderungen an den Mann, Korrespondenzen etc... als Beweise gelten....

Aber DFgen, die Vorbeugung besteht doch genau darin solche Beweise zu sichern um im Bedarfsfall damit jeden Anspruch abwenden zu können. Akten werden in unserem Staat nach zehn - 10 - Jahren vernichtet. Sie also vorher einzufordern macht durchaus vorbeugenden Sinn.

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Den Unterhaltsanspruch kann er bereits verwirkt haben,wenn er nie für die Kinder da war und auch nie Unterhalt gezahlt hat und das sollte ja nachweisbar sein !

Dennoch müsste das dann durch ein Gericht festgestellt werden und dazu müsste erst einmal eine Forderung vorliegen,dass sollte dann in diesem Fall das Sozialamt sein.

Wenn sie dieses Urteil dann nicht hätten,dann müssten sie im Falle einer Zahlung durch das Sozialamt erst etwas zuzahlen,wenn sie jeweils mehr als 100 000 € Jahreseinkommen haben würden,dass gilt,wenn er noch selber zuhause wohnen würde.

In einem Pflegeheim sind es derzeit dann für einen Single 1800 € Netto,dazu Aufwendungen für die Beschäftigung und eigene Altersvorsorge.

Würden vor der Pflegebedürftigkeit auch noch andere Verpflichtungen entstanden sein ( Hauskauf / Autokauf / Unterhalt / usw, ) dann könnten diese separat geltend gemacht werden.

Du kannst erst mal gar nichts tun. Erst wenn der Fall eintreten sollte, dass konkrete Forderungen an deine Kinder gestellt werden, koennen sie von dir an sie uebergebene Dokumente (z.B. Jugendamtskorrespondenz, Gerichtsakten usw.) vorlegen, um nachzuweisen, dass niemals Kontakt bestand, er sich niemals um die Kinder gekuemmert hat und niemals Unterhalt geleistet wurde. Damit haben sie zumindest eine kleine Chance, sich um die Zahlung druecken zu koennen, es gab ein Urteil, wonach eine Tochter fuer ihre Mutter, die sie als Kleinkind ins Heim gegeben hat und sie nie besucht hat, nicht zahlen musste.

Moeglicherweise ist aber dann eine Klage deiner Kinder gegen das Sozialamt notwendig.

Sollte so ein Fall eintreten, dann hat das ja aber nichts mit Luegen und Zeugen zum Widerlegen zu tun oder kriminelle Handlungen, das ist dann Vergangenheit. In so einem Fall stellt das Sozialamt Forderungen an deine Kinder, er hat damit gar nichts zu tun und ihm ist es auch egal, ob das Amt oder seine Kinder zahlen. Es ist dann nur eine Sache zwischen Sozialamt und Kindern. Alles andere spielt keine Rolle.

Leider muß ich dazu sagen, daß es vor einiger Zeit einen Fall gab, der Vater hatte nie Kontakt zu seinem Sohn u. noch andere verschiedene unschöne Dinge kamen vor, was genau weiß ich leider nicht mehr. Der Sohn mußte trotzdem für seinen Vater aufkommen. da kann man nur hoffen, daß deine Kinder mal finanziell nicht in der Lage sind für ihn aufzukommen!

Das stimmt zwar, der Vater hatte ihn enterbt. Allerdings ist er frueher seinen Unterhaltsverflichtungen nachgekommen und es bestand auch Kontakt zu dem minderjaehrigen Kind.

In einem anderen Fall musst eine Frau fuer die Mutter nicht zahlen, die sie als Kind im Heim abgegeben hatte und sich nie mehr um sie gekuemmert hat.

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Ich stelle Dir zwei Links ein zum nachlesen die ein wenig verdeutlichen

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Unterhaltspflicht-424.html

Bitte beachte dass sich der Selbstbehalt von Jahr zu Jahr verändert.

Dass es sinnvoll ist zum Thema Grundsatzurteile zu kennen ergibt sich aus folgendem Link

http://www.welt.de/finanzen/article124912101/Kinder-haften-fuer-ihre-Eltern-aber-nicht-unbegrenzt.html

Die letztinstanzlichen Gerichte veröffentlichen ihre Entscheidungen und haben ein online einsehbares Archiv. Anstatt dieses im Fall einer Notwendigkeit zu durchsuchen lohnt es zunächst lexetius aufzurufen, dann auf Entscheidungen zu gehen - allgemein also ohne Zusatz - und dann dort in die Suchmaske in verschiedenen Varianten das Thema einzugeben.

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