Unterhaltszahlung und Kindesunterhalt

5 Antworten

Das ist bei Dir schon ein recht spezieller und komplexer Sachverhalt. Das zu beantworten, würde meiner Meinung nach vom Aufwand her den Rahmen sprengen. Ich würde Dir empfehlen, Dich bereits jetzt an einen Fachanwalt für Familienrecht zu wenden. Wenn Du den bereits jetzt konsultierst, wird das auch nicht teurer als wenn Du das erst in ein paar Monaten machst.

Das ist klar.. nein habe noch keinen Anwalt !! Möchte erst mal wissen wo der Hase lang läuft !!!

0

Dann nur in kurzer Kurzform: Von Deinem Einkommen kannst Du die Unterhaltssätze für die Kinder sowie 5% für "berufsbedingte Aufwendungen" abziehen. Sind Deine kosten höher, dann den tatsächlichen Betrag. Vom Rest bekommt sie 3/7tel, Du 4/7, minimal müssen Dir 1100,-€ bleiben. Zulagen etc. sind voll anrechenbar. Eine Erwerbsohliegenheit wird sie bis zur Scheidung eher nicht haben.

Ganz am Ende der Düsseldorfer Tabelle gibt es noch eine Tabelle. Wenn Du die Beträge nimmst, kannst Du das Kindergeld hinten runter fallen lassen http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/behoerde/presse/Presse_aktuell/20121205_pm_Ddorfer-Tabelle-2013/Duesseldorfer-Tabelle-Stand-01_01_2013.pdf

Geschenke für beide während der Ehezeit gehören auch beiden. Hausüberschreibungen, Erbe etc. pp. werden dem zugerechnet, der es tatsächlich bekommt.

DU..........Geschenke für beide während der Ehezeit gehören auch beiden,

habe gerad so einem Fall im Bekanntenkreis und da wurde lt. Gericht eindeutig entschieden der Mann konnte alle Geschenke seiner Mutter, die während der Ehe gemacht wurden behalten...incl.großer Bargeldgeschenke, die wurden aus dem Zugewinn rausgerechnet....m. l.G. ;)himako333

0
  1. Ja sie sind zur Zahlung von Trennungsunterhalt verpflichtet. Hierbei spielt nur ihr eigenes und das Einkommen ihrer Frau eine Rolle. Die Verpflichtung gilt bis zur Zustellung des rechtskräftigen Scheidungsurteils.

  2. Zum unterhaltsrelevanten Einkommen zählen ihre monatlichen Bezüge + Schichtzulagen und Sonderzuwendungen. Sie können dafür Fahrtkosten und beruflich bedingte Aufwendungen in Abzug bringen. Sie haben ihrer Frau gegenüber einen Selbstbehalt von min. 1100 Euro. Konsultieren Sie diesbezüglich unbedingt einen erfahrenen Anwalt mit Schwerpunkt Familienrecht.

  3. Sie können den Mindestunterhalt gem. Düsseldorfer Tabelle einfordern. Ihre Frau ist erhöht erwerbsobliegenheitspflichtig und muss erhebliche Maßnahmen ergreifen, schnellstens eine Anstellung zu finden, die eine Sicherung des Mindestunterhalts ermöglicht.

  4. Nein, das ist nicht zulässig.

  5. Der Trennungsunterhalt wird dann neu berechnet. Sie müssen als "Mehrverdiener" 3/7 der Differenz ihrer Einkommen zahlen. Am Kindesunterhalt ändert das nichts. Es sei denn ihre Frau verdient so viel, dass ihnen mehr als 100% aus der Düsseldorfer Tabelle zusteht.

  6. Erbmasse ist nicht zum unterhaltsrelevanten Einkommen zu rechnen, wenn es nicht "flüssig" ist. Sie ist ihnen gegenüber nicht zur Auskunft verpflichtet. Allerdings können sie im Zuge des Zugewinnausgleichs Einblick in das Vermögen ihrer Frau verlangen.

  7. Hausstand wird geteilt. Egal woher er stammt.

  8. Der Auszug zählt als Trennungszeitpunkt vor Gericht. Sie können diesen Zeitpunkt jedoch auch per Anwaltsschreiben aktenkundig machen, was ich ihnen auch empfehlen würde.

Was möchtest Du wissen?