Unterhaltszahlung bei eheähnlichem Verhältnis?

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6 Antworten

Gegenüber minderjährigen Kindern besteht eine "erhöhte Erwerbsobliegenheit" des unterhaltspflichtigen Elternteils, nach der er alles ihm Mögliche tun muss (z.B. Vollzeit ggf. Nebenjob...), um wenigstens den Mindestunterhalt für sein Kind leisten zu können (nach Düsseldorfer Tabelle, derzeit 426 Euro abzüglich hälftiges Kindergeld =334 Euro).

Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, obwohl es ihm möglich wäre...., könnte ihm ein "fiktives Einkommen" angerechnet werden.

Sein Ehepartner oder Lebenspartner ist dem Kind nicht unterhaltspflichtig und deshalb wird sein Einkommen bei der Unterhaltsberechnung nicht angerechnet.

Bei "eheähnlichen Verhältnissen" könnte durch die Ersparnis der gemeinsamen Haushaltstführung ("Synergieeffekte") zwar der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen herabgesetzt werden, dazu müsste allerdings nachgewiesen werden, dass es sich tatsächlich um eine solche Gemeinschaft handelt und nicht nur um eine bloße Wohngemeinschaft .....
Der Lebenspartner (und auch ein Ehepartner) sind dem Kind bzw. seinem betreuenden Elternteil nicht auskunftspflichtig, auch nicht dem Jugendamt....

Was heißt Geld spielt keine Rolle?

Bei einem Minijob kann er keinen Unterhalt leisten. Wenn er sich aber wissentlich der Arbeit entzieht um keinen Unterhalt zu zahlen, kann ihn das sogar ins Gefängnis bringen.

touchyourheart 05.05.2014, 14:23

Rein theoretisch zumindest...........

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Für die Berechnung des Kindesunterhaltes spielt das Einkommen oder Vermögen der Lebensgefährtin des Kindsvaters keine Rolle.

Das Einkommen des Partners zaehlt beim Kindesunterhalt nicht. Allerdings muesste Er erklaeren & nachweisen, warum Es ihm nicht moeglich ist, Vollzeit zu arbeiten. Kann Er das nicht, muesste Er den Mindestunterhalt trotzdem zahlen. Ist Er absichtlich ALS Hausfrau/Mann zu Hause, dann muesste der Partner ihm Taschengeld & Haushaltsgeld zahlen, Aus dem der Unterhalt zu finanzieren waere.

wie würde da der Unterhalt bei einem Kind im Alter von 14 Jahren aussehen?

Gegenüber minderjährigen Kindern besteht eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, d.h. der Unterhaltsverpflichtete muß in der Regel einer Vollzeittätigkeit (bis 48 Wochenstunden ) nachgehen um zumindest den Mindestunterhalt leisten zu können. Tut er das nicht, das ist fiktiv mit den Einkommen zu rechnen, das er bei guten Willen erzielen könnte.

In der Regel wird es hier auf den Mindestunterhalt also 334€ hinauslaufen. Es sei denn er kann sehr gute Gründe vorweisen, das er nicht arbeiten kann. Ob der Unterhalt vollstreckt werden kann ist jedoch noch eine andere Frage.

Warum fragst du das nicht das Jugendamt?

Beim Unterhalt ist aber nur das Geld deines Ex relevant, nicht das seiner neuen Partnerin.

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