Unterhaltsvorschuss bei erweitertem Umgang?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Wenn bei Dir der Schwerpunkt der Betreuung liegt, steht Dir der Kindesunterhalt zu. Das Jugendamt muss also zahlen. Allenfalls ließe sich darüber diskutieren, ob der Unterhalt etwas zu reduzieren ist, weil das Kind häufiger beim Vatrer ist, als beim "Standard"-Umgang. wenn er aber nur die Verpflegungskosten während dieser zeit trägt, ist die Einsparung bei Dir (und damit die Reduzierung des Unterhalts) allenfalls minimal, vielleicht bei 5%. Das weitere Vorgehen hängt davon ab, was für ein Schreien Du vom Jugendamt erhalten hast. Handelt es sich um einen förmlichen Bescheid (oder sogar um zwei Bescheide, nämlich erstens Rückforderung und zweitens Einstellung der Zahlungen für die Zukunft), so musst Du dringend innerhalb der Monatsfrist dagegen Einspruch einlegen. Ob es sich um einen bescheid handelt, kannst Du daran erkennen, dass das Wort "Bescheid" verwendet wird (oder "Entscheidung"), und dass am Ende eine Rechtsmittelbelehrung über die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen, erfolgt. Bis über den Widerspruch entschieden wird, kann möglicherweise eine zeitlang dauern. Falls Du finanziell nicht in der Lage bist, diesen Zeitraum durch Dein eigenes Einkommen zu überbrücken, musst Du zusätzlich beim Verwaltungsgericht einen Antrag auf eine einstweilige Anordnung gegen das Jugendamt Deiner Stadt beantragen. Falls noch kein Bescheid ergangen ist, solltest Du dem Jugendamt dringend die Tatsachen mitteilen und mit dem Antrag einer einstweiligen Anordnung drohen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Regelung ist derzeit die, bei hälftiger Betreuung gibt es keinen UV, ansonsten erhält der, der das Kind hauptsächlich betreut, den vollen UV das wäre bei 60/40 Betreuung der Fall.

Was du tun solltest. Du solltest Widerspruch gegen einen ergangen Bescheid einlegen und du solltest sehr ausführlich darlegen, wann du genau in den letzten Monaten dein Kind betreut hast und wann dein Ex. Mach das so genau wie möglich. Eben auch Stundenweise und nicht nur die Tage, in denen er das Kind sieht. Und lege die Ausgaben für das Kind dar, Kleidung, Kindergartenkosten, Eintritt.

Damit kannst du nachweisen, dass du das Kind mehr betreust und dass du die meisten Kosten trägst.

Auch für die Zukunft, schreibe alles genau auf. Dann steht dir auch der UV zu.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1) es ist nicht "dein" Sohn. es ist "euer" Sohn :-)
2) ein "er will nicht zahlen" ist eigentlich Blödsinn. Entweder er kann oder er kann nicht. Das Jugendamt (JA) wird - so schätze ich - keinen Vorschuss zahlen, wenn es sich nicht sicher wäre, dass der Vater nicht zahlen kann. Und das wird normalerweise überprüft. Da Vorschuss gezahlt wurde, gehe ich auch davon aus, dass das JA das auch geprüft hat. Und da ist es wiederum unfair dem Vater zu unterstellen, er "will nicht" zahlen.
3) Die Einstellung des Vorschuses kannst du natürlich beim JA anfechten, ob das rechtens ist. Da müssen sie dir auch plausibel erklären, warum sie so entschieden haben. Und wenn du danach immer noch der Meinung bist, dass das falsch ist, kannst du es korrigieren lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?