Unterhaltspflichtig dem Vater gegenüber?

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9 Antworten

Ich kann deine Gedanken verstehen, meinen Kindern ging es auch nicht anders. Aber man kann seinen Vater nicht aberkennen, das geht so nicht. 

Rechtlich ist es so, so lange er nur H4 oder so bekommt, kann man erst auf die Kinder zurück greifen, wenn sie über 100 000 Euro im Jahr verdienen, vorher nicht. 

Wenn er allerdings in ein Pflegeheim muss, dann wird das Sozialamt an die Kinder herantreten und Einkommensnachweise fordern. Derzeit hat man selbst 1800 Euro frei, für evtl. vorhandene Kinder noch mehr und ein eigenes Haus bzw. ein gewisses Vermögen ist auch frei. Alles über dem Freibetrag, da muss man 50 % zuzahlen. 

Du kannst deine Vorbehalte einwenden, vielleicht liegst du dann aber auch unter dem Freibetrag zu der Zeit. Wahrscheinlich müßtest du aber beim Sozialgericht klagen, um nicht zahlen zu müssen, bei ungewissem Ausgang. 

Es gibt einen Fall, die Frau musste für ihre Mutter nicht zahlen, sie hatte sie als Kleinkind im Heim abgegeben und sich danach nie mehr gekümmert. Aber jeder Fall ist ein Einzelfall. 

Geht es einmal um die Beerdigungskosten, da musst du zahlen, so lange du nicht total mittellos bist, da kommt man nicht drum herum. Wer wirklich gar nichts hat, kann seinen Anteil vom Sozialamt übernommen bekommen. 

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Verwandte 1. Grades in auf- und absteigender Linie sind einander zum Unterhalt verpflichtet. So das BGB

Der Staat verzichtet aber auf die Beitreibung wenn der "Versorger" weniger als 100.000 € Jahreseinkommen hat.

Nur bei einer Heimunterbringung können die leiblichen Kinder heran gezogen werden. Dabei gelten dann aber relativ hohe Freibeträge.

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Ja, theoretisch muss man seinen Eltern Unterhalt zahlen. Unabhängig Davon ob diese einen zuvor unterstützt haben oder nicht. Jedoch sind die Regeln hier wesentlich strenger.

Bzgl. BAföG: hier habe ich gehört kann man das Formblatt 8 ausfüllen und die BAföG Behörde verklagt dann deine Eltern.

Viel Erfolg beim Studium.

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Kommentar von Ronja2794
04.09.2016, 09:08

Vielen Dank für die Antwort :) 
Ja, mein Bruder hat dies gemacht. Bei mir sieht es leider anders aus. Er zahl total unregelmäßig. Zwei Monate zahlt er - im dritten Monat wieder nicht und ich muss plötzlich schauen wie ich klar komme. Wenn er gar nichts zahlen würde, hätte ich mehr Chancen. 
Dankeschön

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Kurz und knapp: Ja, es gibt sowas wie Elternunterhalt und auch eine schlechte Beziehung bzw. gar keine ist erst Mal pauschal kein Grund, dass man diesen nicht zahlen muss. Im letzten Jahr wurde sogar jemand verurteilt, der nie Kontakt zu seinem Vater hatte.

Du musst aber nur zahlen, wenn du mehr verdienst als du selber brauchst. Dafür gibt es gesetzliche Grenzen. Mit Familie sind die nahezu astronomisch hoch für den Durchschnittsverdiener. Hier ist eine gute Zusammenfassung zu dem ganzen Thema:

http://www.finanztip.de/elternunterhalt/

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Schau mal hier

BGB, § 1611
 (1) Ist der Unterhaltsberechtigte durch sein sittliches Verschulden bedürftig geworden, hat er seine eigene Unterhaltspflicht gegenüber dem Unterhaltspflichtigen gröblich vernachlässigt oder sich vorsätzlich einer schweren Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen nahen Angehörigen des Unterhaltspflichtigen schuldig gemacht, so braucht der Verpflichtete nur einen Beitrag zum Unterhalt in der Höhe zu leisten, die der Billigkeit entspricht. Die Verpflichtung fällt ganz weg, wenn die Inanspruchnahme des Verpflichteten grob unbillig wäre.

Das heißt, du wärest unterhaltspflichtig, aber nur zu einem Minimalbetrag.

Ich würde das anwaltlich klären lassen, sollte es einmal dazu kommen (das werde ich mit meinem Pflegesohn auch so machen, sollte jemals ein Amt auf die Idee kommen, von ihm Elternunterhalt einzufordern).

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Mein Bruder und ich sind und fast sicher, dass das irgendwann auf uns zurückfällt und wir ihn später "Unterstützen" müssen.

Davon geh mal lieber aus, denn der Staat wird keine Chance ungenutzt lassen, keinen Unterhalt zu zahlen, oder sich zumindest den gesetzlich vorgeschriebenen von Euch (als Kinder) zu fordern .Dabei ist es unerheblich wie gut der Kontakt war etc. Besonders wenn die Vaterschaft  auch noch zweifelsfrei erwiesen wurde.


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mensch deine mutter hat ja wirklich alles dafür getan, dass du völlig manipuliert wirst.

1. was deine mutter in den wehen machte und dein vater während dessen ist eine geschichte die dich nicht betrifft und völlig uninteresseant ist für dich.

2. warum sie sich getrennt haben, wieder zusammen waren ist immer noch uninteressant für dich. interessant ist warum mutti den umgang nicht gefördert hat.

3. wenn er die vaterschaft anzweifelt, dann ist das sein recht und wenn er dann vor gericht geholt wird, ist das immer noch nicht deine sache und hat mit dir nix zu tun. das sind immer wieder die eingeimpften worte deiner mutter. was er zahlt, wieviel und wann in der vergangenheit - geht dich nichts an und hat mit dir nix zu tun.

4 wenn deine eltern nie verheiratet waren, hat deine mutter von hause aus schon immer das alleinige sorgerecht gehabt. da hast du wohl etwas falsch verstanden. ohne antrag wird dem vater nicht das sorgerecht entzogen. das ist unsinn und nicht korrekt.

5. wenn er trotz verfahren nicht zahlt, dann hat er wohl nicht zahlen müssen. wenn er zu wenig verdient. hätte es titel gegeben, dann einfach pfänden.

6 wenn er dann wieder zahlen musste und es nicht mehr kann, dann musst du pfänden. warum tust du das nicht? dafür musst du dein studium nicht unterbrechen, denn er ist ja nicht alleinig unterhaltspflichtig, sondern mutti auch.

zusammenfassend: lasst das bafögamt in vorleistung gehen und sich mit eurem vater befassen.

natürlich kannst du einen vater nicht wieder aberkennen. er ist eben so und das wirst du auf die alten tage nicht mehr ändern. wenn er irgendwann mal bedürftig ist, seit ihr oder du eben unterhaltspflichtig als leibliche kinder. unsittlich verhalten hat er sich ja nicht euch gegenüber.

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Kommentar von Ronja2794
02.09.2016, 17:03

Untersteh dich irgendwas zu behaupten wovon du keine Ahnung hast! Meine Mutter hat über meinen Vater kein einziges Mal ein schlechtes Wort verloren. 
Er wollte kein Kontakt mit mir haben als ich ein Kleinkind war- was hätte meine Mutter tun sollen? Mich vor seiner Haustür aussetzen ihn dazu zwingen mit mir Zeit zu verbringen? 
Ich hab mir mein eigenes Bild von ihm machen können als ich versucht habe, Kontakt mit ihm aufzunehmen. 

"wenn er trotz Verfahren nicht zahlt, dann hat er wohl nicht zahlen müssen". Hier widersprichst du dir selbst - hätte er nicht zahlen können, dann hätte es nichtmal ein Verfahren gegeben. 

Deine anderen unproduktiven Aussagen will ich erst gar nicht Kommentieren. Dafür sind mir meine Nerven zu schade.

Wenn man keine Ahnung hat und unsinniges Zeug unterstellt, einfach bitte in Zukunft lieber den Mund halten.

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Vermutlich musst du ihn unterstützen.

Aber, hier kommen ja gleich noch die Juristen und die wissen das dann ganz genau!

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Es gibt eine Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber den Kindern und eine Unterhaltspflicht der Kinder gegenüber den Eltern. In welchem Umfang man gegenseitigen Kontakt hatte, ist unerheblich!

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