Unterhaltsneureglung durch Schwangerschaft?

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4 Antworten

Der Unterhaltsanspruch bedingt sich dadurch, dass eine Frau 6 Wochen vor der Entbindung schon einen Anspruch auf Mutterschutz hat. Ob sie ihn in Anspruch nimmt oder nicht, das ist egal. Es gibt auch Arbeitnehmerinnen, die bis zur Geburt arbeiten.

Der Gesetzgeber sieht es jedenfalls so vor, dass der Vater des Kindes mit Beginn der sogenannten Schutzfrist zum Unterhalt verpflichtet ist und dein Vater dann, bis das Kind 3 Jahre alt ist, aus der Unterhaltsverpflichtung raus ist. Für diese Zeit hast du gegen den Kindsvater dem Anspruch auf Betreuungsunterhalt.

Besser ist es, ihm das mitzuteilen, denn es nicht zu tun, wäre Betrug und er könnte dich belangen, das zu viel gezahlte Geld zurückfordern und das Ganze zur Anzeige bringen. Das solltest du dir und ihm nicht antun.

Alles Gute für Euch!

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Kommentar von Reka6211
05.04.2016, 14:50

Das ich ihm das mitteilen muss ist klar. War auch eher als Späßchen gemeint ^_^

Der Gesetzgeber sieht es jedenfalls so vor, dass der Vater des Kindes
mit Beginn der sogenannten Schutzfrist zum Unterhalt verpflichtet ist
und dein Vater dann, bis das Kind 3 Jahre alt ist, aus der
Unterhaltsverpflichtung raus ist. Für diese Zeit hast du gegen den
Kindsvater dem Anspruch auf Betreuungsunterhalt

Gibt es dazu vielleicht eine Quelle? Ich schlage mich grade mit §1615l, BGB rum. Der besagt eigenltich nur, dass mein Freund mit die 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung verpflichtet ist. Darüber hinaus nur wenn ich aufgrund der Schwangerschaft, der Geburt oder einer darausresultierenden Krankheit nicht erwerbstätig werden kann, oder aufgrund der Pflege und Betreuung des Kindes.

Ich bin zwar nach der Geburt nach wie vor nicht erwerbstätig, jedoch hat das ja nichts mit der Schwangerschaft oder dem Kind zu tun, sodern entspringt nur der Tatsache, dass ich weiter studiere (Im Falle eine Urlaubssemesters sieht die Situation jedoch anders aus. Und das will ich ja auf jeden Fall und ich werde warscheinlich nicht einmal ein solches Urlaubssemester benötigen... (Mein Master lässt mir da glücklicherweise viele Freiräume...)

Jetzt lese ich mir erst mal weitere Paragraphen durch.

Ich glaube ich sollte doch mal zu nem Rechtsanwalt ^_^

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Nrin mitteilen muss du es dem Vater. Wenn er unwissend weiter zahlt kann er den zu viel gezahlten Unterhalt zurück fordern. Und die 6 Wochen davor gelten trotzdem. Wenn du entscheidest weiter zur schule zu gehen , kannst du das freiwillig tun.

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Kommentar von Reka6211
05.04.2016, 14:36

Dass ich ihm das mitteilen muss, ist mir klar. ^_^

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Da sie durch das Studium keine Einkommen generieren, ist es unterhaltsrechltich letztlich irrelevant, ob sie studieren oder nicht. Ihre Eltern wären so oder so nur nachrangig zum Unterhalt verpflichtet.

Der Unterhaltsanspruch bedingt sich dadurch, dass eine Frau 6 Wochen vor
der Entbindung schon einen Anspruch auf Mutterschutz hat. Ob sie ihn in
Anspruch nimmt oder nicht, das ist egal.

Hier wäre es nicht egal, da das Einkommen teilweise ( da überobligatorsich) auf den Bedarf angerechnet wird.

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Nach § 1615 l Abs. 3 Satz 2 BGB geht die Unterhaltspflicht des nichtehelichen Kindesvaters der Unterhaltspflicht der Eltern vor. Die Eltern können sich also weigern, weiterhin Unterhalt an ihre Tochter zu zahlen, soweit der Kindesvater zur Zahlung fähig ist.Das gilt nach dem Gesetz eben ab 6 Wochen vor der Geburt, also auch in Deinem Fall.

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