Unterhaltsforderung Beistandschaft

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3 Antworten

Die Kindsmutter, bzw. im Rahmen der Beistandschaft das Jugendamt, hat das Recht, alle zwei Jahre das Einkommen des Unterhaltspflichtigen zu "prüfen".

Dir muss von deinem unterhaltsrelevanten Einkommen allerdings ein Selbstbehalt verbleiben, gegenüber den minderjährigen Kindern liegt dieser bei 1000 Euro.
Für das 18-jährige Kind sind beide Elternteile unterhaltspflichtig, nicht mehr nur Du allein. Die Höhe des Selbstbehaltes liegt hier nur bei 1000 Euro, wenn das Kind noch zur Schule geht und bei der Mutter lebt, ansonsten würde er dem volljährigen Kind gegenüber auf 1200 Euro ansteigen.

Sollte ein Unterhaltstitel gegen dich bestehen, so musst Du allerdings weiterhin den Unterhalt in bestehender Höhe leisten, bis Du selbst den Titel abändern lässt (durch eine Abänderungsklage).
Das volljährige Kind muss seinen Unterhaltsanpruch an dich selbst geltend machen, das kann nun nicht mehr die Mutter oder das Jugendamt übernehmen....

Das Einkommen deiner Verlobten hat keinen Einfluss auf die Unterhaltshöhe, sie ist deinen Kindern nicht unterhaltspflichtig, Du ihr gegenüber allerdings auch nicht.

"Wer Unterhalt schuldet, darf auf jeden Fall einen bestimmten Mindestbetrag seines Einkommens für sich behalten - auch dann, wenn er dadurch nicht den vollen Unterhalt zahlen kann. "

http://www.scheidung-online.de/unterhalt/selbstbehalt/unterhalt_selbstbehalt.php

Da findest Du eine Tabelle, schau mal nach.

Ich denke, mehr kannst Du nicht zahlen - von irgendwas musst Du ja auch leben.

Bei dem Einkommen wohl kaum, dein Selbstbehalt wurde ja schon drastisch abgesenkt.
Die Verlobte spielt hierbei keine Rolle.

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