Unterhaltsanspruch bei nicht verheirateten

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9 Antworten

Die Kindsmutter sollte eine eigene Wohnung für sich und das Kind suchen und dann alle Ansprüche geltend machen (solange sie noch im Haushalt des Kindsvaters wohnen bleibt, dürfte sich das sehr schwierig gestalten...):

Hat der Kindsvater die Vaterschaft anerkannt, so ist er für das Kind (mindestens) bis zu dessen Volljährigkeit unterhaltspflichtig - und für die Kindsmutter ist er bis zum dritten Geburtstag des Kindes zum Betreuungsunterhalt verpflichtet.

Das Kindergeld für das Kind (Familienkasse) wird an den betreuenden Elternteil (hier die Mutter) ausbezahlt.

Das Jugendamt unterstützt die Kindsmutter bei der Unterhaltsforderung für das Kind (mögliche "Beistandschaft")... ggf. auch bei der "Vaterschaftsfeststellung".

Leistet der Kindsvater keinen Unterhalt oder ist aufgrund geringen Einkommens nicht leistungsfähig, könnte ein Unterhaltsvorschuss für das Kind gezahlt werden. Könnte kein Betreuungsunterhalt an die Kindsmutter geleistet werden, müsste diese staatliche Unterstützung (ALGII) beantragen.

Der Kindsvater selbst hat auf jeden Fall ein Umgangsrecht mit seinem Kind (auch wenn er kein Sorgerecht hat).

Das gemeinsame Sorgerecht kann er in jedem Fall beantragen (Familiengericht) - auch gegen den Willen der Kindsmutter - und es könnte ihm nur verwehrt werden, wenn dadurch das "Kindswohl" gefährdet wäre.

Unterhaltspflicht besteht nur für das Kind, sofern die Vaterschaft anerkannt wurde bzw. zweifelsfrei bestätigt (Vaterschaftstest). Bezahlt die Freundin denn Miete für das Zimmer? Wenn sie dort mietfrei wohnen darf und der Kindsvater die Wohnung bezahlt hat sie unter Umständen nicht mal Anspruch auf Unterhalt für das Kind, denn dadurch dass der Vater die kostenlose Unterbringung in "seinem" Haushalt ermöglicht leistet er so genannten Naturalunterhalt, heißt er sorgt damit indirekt für das Kind weil es eine kostenfreie Bleibe bei ihm hat. Gegebenenfalls wird das vom Kindesunterhalt (Barunterhalt) nach Düsseldorfer Tabelle in Abzug gebracht so dass die Freundin weniger oder gar nichts bekommt. Ich finde man bekommt eh schon nicht genug dass es zur Versorgung des Kindes reicht.

Sie selber hat keinerlei Unterhaltsansprüche gegenüber ihrem Ex-Partner wenn kein Eheverhältnis vorliegt / vorlag. Unglückliche Situation, aber viele Möglichkeiten gibts da nicht.

skyfly71 29.08.2013, 16:31

Eine Antwort voll unglaublicher Ahnungslosigkeit^^

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SteHa1983 30.08.2013, 11:07
@skyfly71

Ergänzt um einen Kommentar mit unglaublicher Nutzlosigkeit. Deine Antwort hier stützt selbst, dass eine eventuell kostenfreie Unterbringung einen Vorteil bietet der auf eventuell fälligen Barunterhalt - ob nun für Mutter und / oder Kind - angerechnet wird. Ob der Vater leistungsfähig ist oder nicht ist nicht relevant, solche Hintergrundinfos sind in der Fragestelllung nicht gegeben, sie dann einfach anzunehmen nennt man "Hypothese". Und dass die Frau generell 3 Jahre Unterhalt erwarten kann obschon sie mit dem Kindsvater nicht verheiratet ist, so wie man es dank deiner Antwort verstehen könnte, ist auch NICHT selbstverständlich. Aber danke für deine schöne Quellenangabe § 1615 BGB.

In solchen Situationen wird in jedem Einzelfall die ERWERBSFÄHIGKEIT der Mutter trotz Kind amtlich beurteilt - und wenn du Fälle aus der Praxis recherchierst ist es nicht grade einfach zu belegen dass man wirklich überhaupt nicht arbeiten gehen kann "nur" wegen einem Kleinkind zu Hause das man zu betreuen hat. Ganz besonders jetzt nicht mehr wo jeder ein Anrecht auf einen Betreuungsplatz hat, egal ob Krabbelgruppe, Tagesmutter oder Kitaplatz. Versuch mal einer Behörde nahe zu legen dass du leider KEINER Erwerbstätigkeit nachgehen kannst - obschon ich dir wünsche dass du nie in so eine Situation kommen musst. Es findet sich von Amts wegen immer irgend eine wenn auch noch so fadenscheinige Begründung weshalb man arbeiten gehen könnte, damit fällt der Unterhaltsanspruch der Mutter flach oder das Entgelt / der Lohn wird in Abzug gebracht. einen Paragraphen zitieren kann jeder der Lesen kann, wer aber alles liest ist klar im Vorteil. Was du schreibst ist bestenfalls die halbe Wahrheit, das qualifiziert dich nicht andere Beiträge ins lächerliche ziehen zu wollen. Leider zeigt die Praxis der Theorie oftmals den Stinkefinger, aber das weisst du sicher mit deinem Fachwissen auf diesem Gebiet :-)

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Die Freundin hat Anspruch auf "Betreuungsunterhalt" gegen den Vater des Kindes bis zum 3. Geburtstag des Kindes http://dejure.org/gesetze/BGB/1615l.html Wenn sie unentgeldlich bei ihm wohnen kann, ist dies ein Geldwerter Vorteil, der auf den Kindesunterhalt anzurechnen ist.

Das große ABER ist, daß der Vater natürlich leistungsfähig sein muß. Hat er kein Geld (bzw. nicht mehr als seinen "notwendigen Selbstbehalt"), um ihr Unterhalt zu zahlen, nützt ihr der Anspruch herzlich wenig. Dann gibts nichts.

Daneben besteht natürlich auch noch ein Unterhaltsanspruch gegen den Vater für das Kind, der auch vor dem Unterhaltsanspruch der Mutter vorrangig ist.

Er ist dem Kind zum unterhalt verpflichtet ! Deine Freundin sollte sich mal einen Anwalt nehmen oder aber beim Jugendamt vorstellig werden ! Die werden die Unterhaltsansprüche gegen den Kindsvater durchsetzen! Wenn er nicht zahlen kann , geht das Jugendamt in Unterhaltsvorschussleistung ! Holt sich das Geld aber in jedem Fall , von dem Kindsvater zurück ! Deine Freundin sollte keine Zeit sinnlos verstreichen lassen und die Rechtlichen Schritte einleiten ! ihr entstehen dadurch keine Kosten !

GLG und viel Glück , wünscht , clipmaus :-))

solange die 2 zusammen wohnen, werden die als Bedarfsgemeinschaft berechnet und dürfen nicht besser gestellt sein, als Eheleute ansonsten auch... wie sie für einander einstehen , sich unterstützen...bleibt den 2en überlassen.

Sie hat Anspruch auf Unterhalt für das Kind. Je nach Einkommen des Freundes sind das mindestens 225 Euro / Monat, maximal 416 Euro / Monat. Einen weiteren Unterhaltsanspruch hat sie ihm gegenüber nicht, bzw. kann sie nicht durchsetzen. Der Freund hat ein Recht auf das gemeinsame Sorgerecht, welches er auch gegen den Willen der Mutter beantragen und gerichtlich durchsetzen kann. Ausserdem steht ihm ein Umgangsrecht zu, um den Kontakt zum Kind aufrecht zu erhalten.

unterhalt muss er für das kind zahlen.

ansonsten soll sie sich mal auf dem jugendamt und sozialamt kundig machen

Ihr Freund ist Unterhaltspflichtig für ihr Kind UND für sie bis das Kind 3 Jahre alt ist! Auch wenn sie nicht verheiratet waren!

tipps4scheidung 29.08.2013, 15:57

Für sie muss er nur unter ganz bestimmten Umständen bezahlen. So einfach ist das nicht...

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DFgen 29.08.2013, 16:46
@tipps4scheidung

Für die (ledige) Kindsmutter muss der Kindsvater Betreuungsunterhalt zahlen, bis zum dritten Geburtstag des Kindes.

Nur wenn die Kindsmutter verheiratet wäre, hätte sie keinen Anspruch darauf - da sie ja dann im Rahmen des Familienunterhalts "versorgt" wäre.

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