Unterhaltpflicht höher bei reichen Ex-Schwiegereltern?

6 Antworten

können die Ex-Schwiegereltern der Frau als Unterhaltszahler herangezogen werden?

Für das Kind ja, für die Frau nein. Nach §1601 BGB sind Verwante in grader Linie einander zum Unterhalt verpflichtet. Das heißt auch die Großeltern haben grundsätzlich eine Unterhaltspflicht.

Was wäre wenn der Mann den Job nicht selbstverschuldet verliert und keine Lust mehr arbeiten zu gehen hat, da er von seinen Eltern gut versorgt wird?


Bei vorsätzlicher Einkommenreduzierung kann ggf. mit die alten Einkommen weitergerechnet werden. Hier ist aber das Problem, das der Unterhalt dann nur auf den Papier steht und zwar Schulden auflaufen, diese aber nicht eingetrieben werden können.

Hat die Frau unter diesen Umständen die Chance mehr Unterhalt vor Gericht zugesichert zu bekommen, da ihre Ex-Schwiegereltern Millionäre sind?

Das dürfte schwirig werden. Aber Unterhalt ist sowieso Richterwillkür.

Im Übrigen kann sofern das Kind alt genug ist, von der Frau eine Vollzeitbeschäftigung verlangt werden.




Der Mann ist in erster Linie dem Kind unterhaltspflichtig. Für die Höhe des Unterhaltes ist ausschließlich sein eigenes "unterhaltsrelevantes" Einkommen (Nettoeinkommen abzüglich anrechenbarer Beträge...) maßgeblich, nicht sein Besitz, Ersparnisse,Vermögen....

Sollten ihm nach Zahlung des Kindesunterhaltes noch mehr als 1200 Euro von seinem Einkommen verbleiben, kann die Frau bis zur Scheidung "Trennungsunterhalt" von ihm einfordern. ("Nachehelicher Unterhalt" wird nur noch in Ausnahmefällen zugesprochen...)

Sollte er durch eigenes Verschulden nicht "leistungsfähig" für den Kindesunterhalt sein (z.B. Eigen-Kündigung...), könnte ihm ein "fiktives Einkommen" angerechnet werden, nach dem der Kindesunterhalt dann berechnet würde.

Gegenüber minderjährigen Kindern besteht für Unterhaltspflichtige eine "erhöhte Erwerbsobliegenheit", diese gilt aber nicht gegenüber volljährigen Kindern, Ehepartnern oder Ex-Ehepartnern. (Sobald das Kind volljährig ist, könnte ihm also kein fiktives Einkommen mehr zugerechnet werden.)

Die reichen Eltern wären dem Enkelkind gegenüber nur unterhaltspflichtig, wenn die eigenen Eltern des Kindes den Unterhalt nicht aufbringen könnten - denn vorrangig sind beide Eltern dem Kind unterhaltspflichtig. 

Würde der unterhaltspflichtige Vater unverschuldet nicht mehr "leistungsfähig" sein (z.B. Unfall, Krankheit), so müsste ggf. die Mutter selbst erstmal auch den Barunterhalt für das Kind leisten....

Die Schwiegereltern haben ja mit der Frau des Sohnes gar nichts zu tun. Wenn es um Kindesunterhalt geht und der Vater kann den nicht ausreichend leisten, dann kann man ggf. beruecksichtigen, dass er ja guenstig wohnt und dann den Selbstbehalt runter setzen.

Da die Frau aber eh schon ausreichend verdient (1000 Euro reichen ja zum Leben fuer sich), erhaelt sie wohl ggf. noch Trennungsunterhalt zugesprochen, aber nachehelichen Unterhalt sicher nicht. Grundlage hierfuer ist allein sein Einkommen.

Neben einem grosszuegigen Kindesunterhalt koennte ich mir noch ca. 1 Jahr Trennungsunterhalt mit ca. 600 Euro vorstellen. Danach wird wohl nur noch der Kindesunterhalt zu zahlen sein nach Duesseldorfer Tabelle.

Kuendigt er seine Stelle schuldhaft, kann man ihn wegen Unterhaltspflichtverletzung anzeigen, zumindest der Kindesmindestunterhalt wird wohl zu zahlen sein, hier koennten auch ggf. vom Richter die Eltern mit herangezogen werden, damit dieser gezahlt wird.

Ist aber halt immer eine Einzelentscheidung des Richters.

Es geht hier ja auch darum, Kind und Frau zu versorgen, bis sich beide selbst versorgen koennen, es geht nicht darum, anderen ihren Reichtum zu neiden und was vom Kuchen abhaben zu wollen. Das ist deren Eigentum und Einkommen und die haben die Ex-Schwiegertochter nicht geheiratet, sie duerfen dafuer daher auch nicht bestraft werden. Teilbar ist nur der eheliche Besitz, nicht der der Grosseltern.

falsch, Zuwendungen dritter sprich hier seine Eltern wird kein Selbstbehalt reduziert

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