Unterhalt zahlen währen der ausbildung?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Du bist sowohl dem Kind unterhaltspflichtig als auch der Kindsmutter selbst zum "Betreuungsunterhalt" (ggf. bis zum dritten Geburtstag des Kindes) - vorausgesetzt, du bist entsprechend "leistungsfähig".

Die Höhe des Unterhaltes für dein Kind hängt von der Höhe deines Einkommens ab und orientiert sich an der "Düsseldorfer Tabelle".

  • Von deinem eigenen Einkommen steht dir ein "Selbstbehalt" zu - das ist der Betrag, der dir für deine eigenen notwendigen Lebenshaltungskosten (deine Verpflegung, Unterkunft...) verbleiben muss. 
  • Zurzeit liegt dieser Selbstbehalt gegenüber minderjährigen Kindern bei 1080 Euro für Erwerbstätige (bei nicht Erwerbstätigen derzeit bei 880 Euro).

Gegenüber minderjährigen Kindern besteht eine "erhöhte Erwerbsobliegenheit", das bedeutet: der barunterhaltspflichtige Elternteil muss alles ihm Mögliche unternehmen, um wenigstens den "Mindestunterhalt" (derzeit 246 Euro für ein Kind unter sechs Jahre) aufzubringen...., muss sich also ggf. eine besser bezahlte Arbeit suchen oder einen Nebenjob etc....

  • Sollte der barunterhaltspflichtige Elternteil sich aber selbst noch in seiner ersten Ausbildung befinden, ist er von dieser erhöhten Erwerbsobliegenheit ausgenommen....

Solltest du bis zum Abschluss deiner Ausbildung also weniger als den Selbstbehalt verdienen, kannst du keinen Unterhalt für das Kind zahlen.

  • Die Kindsmutter könnte dann "Unterhaltsvorschuss" für das Kind beziehen.
  • Du musst dann der Vorschusskasse und/oder dem Jugendamt nachweisen, dass du nicht ausreichend "leistungsfähig" bist, da der gezahlte Vorschuss ansonsten später von dir zurückgefordert werden könnte.

Der Selbstbehalt gegenüber der Kindsmutter liegt derzeit bei 1200 Euro.

Du müsstest der Kindsmutter also ggf. "Betreuungsunterhalt" zahlen, wenn nach Abzug des Kindesunterhaltes noch mehr als 1200 Euro von deinem Einkommen verblieben - sonst nicht.

Gegenüber der Kindsmutter besteht für dich keine Erwerbsobliegenheit.

Du bist immer !!! entsprechend Deiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechend verpflichtet Unterhalt zu zahlen. Nur die wird vermutlich / bedauerlicherweise - zu Lasten des Steuerzahlers - nicht bestehen, da Dein Nettoauszubildendenentgelt wohl unterhalb des Selbstbedarfes liegt.

Bis Sommer dürftest Du vom Haken sein da Du wohl unter Selbstbehalt verdienst.

Aber mit Abschluss im Sommer und Festanstellung als Fachkraft darfst Du das was Du "mehr" hast auch für Deine Familie aufwenden.

Die sache ich das ich das nicht stämmen könnte da ich eine eigene Wohnung und eine eigenes auto unterhalten muss

Ich würde gerne für das kind unterhalt zahlen jedoch muss ich ein auto und eine Wohnung unterhalten. Woher soll ich dann noch das geld für Unterhalt aufbringen.

0

Du biste immer verpflichtet Unterhalt zu zahlen.

Beantragt seine ex Unterhaltsvorschuss,  sind das für dich Schulden die sich anhäufen 

Wenn man Kinder in die Welt setzen kann - kann man - nein MUSS man Unterhalt zahlen.  Das sollte einem Vater von sich aus tun und nicht noch fragen, wie man sich dafor drücken kann. Es ist schliesslich dein Kind

Was möchtest Du wissen?