Unterhalt zahlen trotz nicht eigenes Kind im Haushalt?

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6 Antworten

Solange das Kind minderjährig ist und bei einem Elternteil im Haushalt lebt spielt das Einkommen dieses Elternteils keine Rolle,weil der Unterhalt den der außerhalb des Haushalts lebende Elternteil in Bar zahlen muss mit dem Naturalunterhalt ( Betreuung / Verpflegung / Versorgung usw. ) gleichgesetzt wird !

Es kommt darauf an was der Freund für Aufwendungen absetzen kann,die er für die Beschäftigung aufbringen muss und was er an tatsächlich relevantem Unterhaltseinkommen hat.

Denn nicht nur das monatliche Nettoeinkommen wird da berücksichtigt,sondern auch Sonderzahlungen die das Jahr über geleistet werden.

Wenn man mal angenommen auf 1300 € Netto pro Monat kommen würde,dann kann er meines Wissens 5 % als Pauschale Aufwendung geltend machen bzw.dann die tatsächlichen,die dann nachgewiesen werden müssten,aber min.50 € pro Monat.

Demnach könnte er dann min.65 € geltend machen und addiert man die zu seinen 1080 € Netto Selbstbehalt,dann würden ca. 155 € zu zahlender Unterhalt übrig bleiben.

Aber das wird der Kindsmutter schon das Jugendamt berechnen was er zu zahlen hat, ggf.bekommt er den Zahlbetrag auch vom Jugendamt selber schriftlich mitgeteilt und wenn er damit nicht einverstanden sein sollte,dann bleibt ihm nur ein Anwalt der den Unterhalt dann nach seinen Angaben und Nachweisen berechnet.

Etwas anderes könnte es sein wenn ihr in einer so genannten BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) lebt und du / ihr Leistungen vom Jobcenter ( ALG - 2 oder auch Hartz - 4 ) als Aufstockung beziehen müsstest.

Dann würde das Jobcenter versuchen den gezahlten Unterhalt nur zu berücksichtigen wenn der Unterhalt durch einen Titel gezahlt werden müsste oder die Zahlung des Unterhalts durch einen Notar beglaubigt wurde.

Denn in einer BG - müsst ihr im SGB - ll gemeinsam füreinander einstehen,deshalb würde sein anrechenbares Einkommen ( nach Abzug von Freibeträgen nach § 11 b SGB - ll ) auf euren gemeinsamen Bedarf angerechnet.

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Kommentar von isomatte
16.06.2016, 04:25

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Er muss entsprechend SEINES Einkommens den Unterhalt für SEIN Kind zahlen. Dass er bei dir und deiner Tochter lebt, hat damit nichts zu tun.

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Er muss wenigstens den Mindestunterhalt zahlen, also nach der untersten Stufe der Düsseldorfer Tabelle. Bei der Frage, ob er dazu finanzielll überhaupt in der Lage ist, snd drei Punkte zu berücksichtigen: Erstens: wie hier bereits gesagt wurde muss man evtl. Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld mitrechnen. Zweitens: Wenn Du eigenes Einkommen hast und dich z.B. an der Miete und am Essen beteiligst, so kann der Selbstbehalt Deines Freundes um mindestens 10% gesenkt werden, also von 1.080,- Euro auf maximal 970,- Euro. Denn zu zweit wirtschaftet man billiger as allein. Dass Du mit ihm zusammenlebst, führt also nicht etwa zu einer Reduzierung des Unterhalts, sondern kann umgekehrt sogar dazu führen, dass er mehr zahlen kann. Drittens: Wenn das immer noch nicht reicht oder wenn Du kein eigenes EInkommen hast, so muss man prüfen, ob Dein Freund vielleicht noch einen 450,- Euro-Job annehmen kann. Das ist dann der Fall, wenn er weniger als 48 Stunden wöchentlich arbeitet. Denn 48 Wochenstunden sind nach dem Gesetz die zulässige Höchstarbeitszeit.

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Ja, für das Kind muss er Unterhalt zahlen.

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für das Kind muß er zahlen.

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Nein, er muss seiner Ex keinen Unterhalt zahlen, sie verdient ja ausreichend Geld für sich. Er muss nur seinem Kind Unterhalt zahlen, mit 1200 liegt er da sehr deutlich über dem Selbstbehalt von 1080 Euro und weitere Unterhaltsverpflichtungen hat er ja nicht. Daher muss er mindestens bis zum Selbstbehalt Unterhalt für sein Kind zahlen. Die Miete und den Strom könnt ihr euch ja teilen, da spart er ja auch noch einiges.

Das Jugendamt wird das dann berechnen.

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