Unterhalt wo beantragen?

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4 Antworten

Wenn das Kind seinen Lebensmittelpunkt bei seiner Mutter hat, so kann diese vom Vater Kindesunterhalt fordern. 

 .. zu keinem Unterhalt verpflichtet ist, da beide die gleiche Anzahl an Betreuungszeit haben.

Hätten die Eltern des Kindes sich auf das "Wechselmodell" geeinigt, bei dem beide das Kind gleichermaßen betreuen, versorgen, einkleiden usw..., bestünden aber ggf. keine gegenseitigen Unterhaltsansprüche....

Die Höhe des Unterhaltes ist abhängig vom Alter des Kindes und berechnet sich nach dem Einkommen des Kindsvaters. 

Um den berechneten Unterhalt aber auch tatsächlich einfordern zu können - ihn also bei Nichtzahlung ggf. auch pfänden lassen zu können - , muss die Kindsmutter einen "Unterhaltstitel" gegen den Vater ausstellen lassen (z.B. vom Jugendamt).

Und wie kann sie Unterhalt beantragen ohne dass es dem KV gegenüber so aussieht, dass es von ihr kommt?

Das ginge überhaupt nicht... 

Denn nur die Mutter selbst ist berechtigt, den Unterhalt für das Kind einzufordern oder Jemanden mit der Einforderung zu beauftragen. - 
Keine Einrichtung, Anwalt o.ä. könnte Unterhaltsforderungen für das Kind stellen, wenn die Mutter keinen Auftrag dazu erteilt hätte.....

Möchte sie sich nicht selbst mit dem Kindsvater auseinandersetzen, die Einkommensnachweise von ihm nicht selbst anfordern usw...., könnte sie beim Jugendamt eine "Beistandschaft" für das Kind einrichten. Dann übernimmt diese die Einforderung der Unterlagen und Erstellung des Titels....

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Es handelt sich hierbei um ein Wechselmodell.

Das Kind lebt also zu ca. 50% bei seiner Mutter und zu ca. 50% beim Vater.

Man rechnet dann sein Einkommen und ihr Einkommen zusammen. Gehen wir mal davon aus das sie 1200€ verdient und er 1500€... dann macht das zusammen 2700€ (100%) 

Der Vater trägt zu ca. 55% dazu bei, die Mutter zu 45 %. In dieser Höhe müssen sie jeweils auch den anfallenden Unterhaltsbedarf ihres Kindes decken.

Genaueres ist beim Jugendamt zu erfahren. Allerdings nur auf Wunsch der Mutter und niemals anonym.

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Kommentar von Vampire321
10.11.2016, 14:44

DAS klingt doch sinnvoll!

Dann muss Mutti sich nur noch einen Job suchen, dann wird es eine Runde sache

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Einfach zum Jugendamt gehen und eine "Beistandschaft" für das Kind beantragen!

Die rechnen den Unterhalt dann kostenlos aus. Allerdings geht sowas nicht anonym - warum auch, die Eltern sind doch bekannt und der Unterhalt steht dem Kind doch zu!

Kann die Mutter denn auch Vollzeit arbeiten? 

Viel Erfolg

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Kommentar von sunshine241083
10.11.2016, 10:53

Das ist richtig und das weiß sie auch.Muss sie sich mal beim JA informieren 

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Ich würde mal zum Anwalt für Familienrecht gehen, der klärt ihn dann auf, Stichwort "Düsseldorfer Tabelle" ;)

Wenn das Kind allerdings wirklich 50% der Zeit bei ihm ist (geht er denn nicht arbeiten?) und er auch alle kosten zur Hälfte trägt, kann das angerechnet werden

Aber das würde ich mal aufschlüsseln lassen!


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Kommentar von auchmama
10.11.2016, 10:53

Ein Anwalt kostet doch nur unnötig Geld! Das Jugendamt rechnet kostenlos und auch nach der Düsseldorfer Tabelle....

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Kommentar von sunshine241083
10.11.2016, 10:54

Er geht arbeiten und verdient 1.500 - 1.800

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