Unterhalt, Nebenjob,Steuern

5 Antworten

http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=13%20UF%20682/88

Lese Dir diese Urteile genau durch. Auch wenn sie für Studenten gelten so darfst Du doch mit einiger Sicherheit davon ausgehen dass Schüler hier rechtlich gleich gestellt sein mögen. Denn auch dann bist Du ja noch dabei für Deine Erstausbildung zu arbeiten. Ja, Schule ist Arbeit. Wer Anderes behauptet hat sicherlich keine Ahnung. 

Ansonsten habe ich äußerst widersprüchliche Informationen gefunden. 

Bitte beachte bei den Urteilen ganz allgemein: Wenn da nicht ausdrücklich "Grundsatzurteil oder Grundsatzentscheidung" steht handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung. Diese ist nicht auf andere Einzelfälle Eins zu Eins übertragbar. Sie zeigt bestenfalls eine Richtung in der Rechtsprechung an. Aber auch nur vorausgesetzt dass nicht ein anderes, bestenfalls gleich gewertetes Gericht, zu einem anderen Ergebnis kommt. 

Bitte beachte weiter: Wenn Du arbeiten gehst kannst Du schon mal für das spätere Berufsleben dazu lernen. Heutigen fertig Studierten wird von den Arbeitgebern gerne vorgeworfen dass sie keinen Bezug mehr zu unter ihnen bewerteten Tätigkeiten haben, nicht mehr fähig sind sich mit den so Arbeitenden verständigen zu können. Deshalb werden sie ungern in Führungspositionen gesteckt. Wer aber nachweisen kann schon mal sogenannte niedrige Tätigkeiten gemacht zu haben dem wird unterstellt sich besser mit den Untergebenen verständigen zu können, besser führen zu können. 

Weiter hast Du so die Möglichkeit schon mal damit anzufangen in die Rentenkasse einzuzahlen. Angesichts der Tatsache dass mittlerweile die ersten mit gutem Abschluss mal Studierenden in Rente gehen die dank ständiger von der ARGE aufgezwungener Praktika nie in diese Kasse einzahlen konnten ist es eine Überlegung wert. Denn viele Praktika können auch heute noch in Vollzeit ohne Bezahlung auf dem Arbeitsmarkt angeboten werden. Praktika ist da natürlich eine Lüge. Tatsächlich bezahlt der Steuerzahler eine Vollzeitstelle im gehobenen Bereich für ein Unternehmen. 

Leider kann ich mir das nicht durchlesen, da ich für den Zugang zu diesen Artikeln ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen müsste.

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Soweit ich weiß zählt jegliches selbst verdientes Geld + Kindergeld zum Abzug vom Unterhalt. Korrigiert mich wenn ich mich da irre.

Aber zumindest bei Ausbildung zählt dieses Einkommen zu 100% wird also komplett auf den Unterhaltsbetrag angerechnet der da bei 650 Euro in etwa liegt... abzüglich 184€ Kindergeld und die Ausbildungsvergütung von sagen wir 470€ netto heißt kein Unterhalt mehr da die beiden Gelder bereits die 650 übersteigen.

In deiner Rechnung kriegt die Fragestellerin das Kindergeld in Höhe von ca. 184€ bar ausgezahlt. Also muss sie sich die Frage stellen ob sie das Kindergeld im Moment bekommt oder nicht, bevor sie deine Rechnung beachtet. Ich fand das sehr wichtig zu erwähnen ^^

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Nebenjobs werden fast ausschließlich als "Minijobs" bis 450 € angeboten. dabei zahlt der Arbeitgeber pauschal die Lohnsteuer und Sozialabgabe. Du kannst dich dann entscheiden, ob du 3,9 % eigenen Beitrag zur Rentenversicherung leisten willst. Dann kommt dir der volle Beitrag von  18,9 % zugute.

Machst du das nicht, gehen die 15 % des AG in den allgemeinen Rententopf.

Wer sich entscheidet in die Rentenkasse zu zahlen fängt an Berechnungspunkte anzusparen die dann später bei der Berechnung der Rentenhöhe wesentlich sind. Aktuell werden 40 Jahre verlangt. Das kann sich durchaus nach oben verändern. Da kann jeder Monat zählen der eingezahlt wurde. 

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