Unterhalt nach der Scheidung s. G. Nachehelicher Unterhalt?

7 Antworten

Kinder unter 18 oder privilegierte Volljährige gehen der Ehefrau immer vor im Unterhaltsrecht. Der Selbstbehalt gegenüber der Exfrau beträgt 1200,- Euro. Der Selbstbehalt gegenüber den Kindern beträgt 1080,- Euro.

Zudem kommt es auch darauf an ob die Exfrau arbeiten gehen kann. Sind die Kinder über 3, dann ist ihr zumindest ein Teilzeitjob möglich. Nach dem Trennungsjahr wird es für die Frau immer schwieriger nicht zu arbeiten... Denn da muss sie nachweisen, warum es ihr nicht zumutbar ist zu arbeiten. Krankheit, Alter, bereits in Rente, Kinder unter 3... Das wären Gründe. Eigenes Einkommen wird angerechnet und die Ex darf unterm Strich nicht mehr haben mit der Unterhaltszahlung als der Exmann.

Geschiedenenunterhalt

Der nacheheliche Unterhalt (Geschiedenenunterhalt) kommt erst in Betracht, wenn die Scheidung bereits abgeschlossen ist und nun die Unterhaltsfragen zu klären sind. Hierbei ist aber festzuhalten, dass der Gesetzgeber strenge Anforderungen stellt. Hierzu zählen insbesondere die Ausübung einer angemessenen Tätigkeit nach der Ehe (Der Lebensstandard während der Ehe muss nicht zwingend gleich bleiben, gesteigerte Eigenverantwortung bzw. Erwerbsobliegenheit), sowie die Begrenzung des Unterhaltsanspruchs oder gar seine Verwirkung. Im Zusammenhang mit der Ausübung einer angemessenen Tätigkeit ist auf die gestiegene Erwerbsobliegenheit durch die letzte Unterhaltsreform zu verweisen.

https://www.unterhalt.net/ehegattenunterhalt.html

Meine Tante lässt sich scheiden. Laut Anwalt steht ihr selber tatsächlich nur dann Unterhalt zu, wenn Kinder unter drei Jahren vorhanden sind. Damit die Frau die Möglichkeit hat sich die ersten drei Lebensjahre uns Kind zu kümmern.

Ansonsten wird heutzutage davon ausgegangen, dass die Frau selber wieder arbeiten gehen kann und ich glaube höchstens nur ein Jahr bezahlt werden muss, solange sie wirklich nichts findet.

Unterhalt an die Kinder muss natürlich bezahlt werden bis sie erwachsen sind und selber arbeiten gehen.

Dem Mann steht aber immer ein Mindestbetrag zur Verfügung den er auf jeden Fall behalten wird! Egal wie viel er eigentlich zahlen müsste. Bei meinem Onkel waren das glaube ich 1.300 Euro, die er auf jeden Fall als Grundsicherung monatlich selbst behalten darf.

Aber so weiß ich es jetzt nur von denen. Ist vermutlich nochmal von Bundesland zu Bundesland verschieden.

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