Unterhalt mit steuerklassenwechsel?

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2 Antworten

Für den Unterhalt ist zwar nur das Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils relevant, nicht das seines Ehepartners, allerdings...

  • ist die Höhe des monatlich ausgezahlten Nettos von der Steuerklasse abhängig, 
  • der unterhaltspflichtige Elternteil könnte sich somit steuerlich erstmal so einordnen lassen, dass sein Netto geringer ausfällt, als wenn er eine andere Steuerklasse gewählt hätte...

Deshalb wird die Steuererklärung hinzugezogen, um das "tatsächliche" Netto zu ermitteln, nach dem die Unterhaltshöhe dann ausgerechnet wird.

Außerdem zählt eine Steuerrückerstattung als Einkommen - wenn man etwas zurückbekommt, ist es ja nur das, was man zuviel gezahlt hat, man hätte also übers Jahr eigentlich mehr Netto in der Tasche gehabt ....

Wenn Ehepartner bei der Steuererklärung gemeinsam veranlagt wurden, erhalten sie ggf. auch eine gemeinsame Rückzahlung, wovon dann jedem Ehepartner die Hälfte zusteht - die Hälfte des Mannes wird dann seinem Nettoeinkommen zugerechnet...

Es besteht aber auch die Möglichkeit, beim Finanzamt einen "Aufteilungsantrag" zu stellen..., 

  • dann wird eine mögliche Rückzahlung auf beide Ehepartner "aufgesplittet",
  • es wird dann berechnet, wie viel jedem Ehepartner (prozentual) tatsächlich von der Rückerstattung zusteht und die Beträge einzeln im Steuerbescheid ausgewiesen.
  • (Sollte der Mann der geringer Verdienende von euch beiden sein, wäre seine anteilige Rückzahlung dann also auch geringer...)

Vor Abgabe des Steuerbescheids an die Exfrau oder das Jugendamt etc... könnten alle nur dich betreffenden Angaben "geschwärzt" werden.

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Die exfrau von meinem Mann ist verheiratet

Dann ist der nacheheliche Unterhalt in Regel sowieso nach §1579 Satz 2 BGB hinfällig, d.h. es besteht den Grunde nach schon kein Unterhaltsanspruch mehr.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_1579.html

Oder geht es um den Kindesunterhalt ? Beides wird völlig anders berechnet ?

Würde das Geld trotzdem für unterhalt dazu berechnet?

Ob und in welchen Umfang Steuerrückzahlungen zu berücksichtigen sind, hängt davon ab, ob die zugrundeliegenden Kosten bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt worden und werden. Sprich sind die Fahrtkosten bei der Unterhaltsberechnung eingeflossen, fließt auch die zu den Fahrtkosten zugehörige Steuererstattung mit ein. Erfolgt die Erstalltung hingegen auf Kosten die bei der Unterhaltsberechnung nicht berücksichtigt wurden, so ist auch die zugehörige Steuererstattung nicht zu berückischtigen.






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