Unterhalt im Erststudium

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5 Antworten

Das Kind hat 300 Euro im Monat zur freien Verfügung - das ist mehr als manch anderer. Die Mutter hat Anspruch auf das Kindergeld, weil sie für Unterkunft, Heizung, Strom, Wäsche (vermutlich auch in Teilen Bekleidung) und Essen sorgt. Das schafft sie nicht allein mit den 100 € Haushaltsgeld und den 184 € Kindergeld. Von daher ist alles richtig so. Sie hat m.M. nach auch einen (wenn auch nicht gesetzlichen) Anspruch auf Beteiligung des Kindes am Haushaltsbedarf. Das Kind kann und muss mit 21 durchaus Geld durch Arbeiten in den Ferien oder neben dem Studium verdienen.

Wenn das Kind nun ausziehen will, dann würde auch die Mutter barunterhaltspflichtig und die Verteilung auf beide Eltern würde entsprechend ihres Einkommens und der Anzahl der Kinder (ggf. auch der Kinder des Vaters aus einer neuen Beziehung) neu ermittelt werden müssen. Dies muss das Kind ggf. mit anwaltlicher Hilfe durchsetzen, wenn sich die Eltern nicht einigen. Anhaltspunkt ist die Düsseldürfer Tabelle 2013 - Anmerkungen stehen auch dabei, wenn das Kind das googelt, wird es das schnell finden. Das Kindergeld kann auf Antrag an die Kindergeldkasse dann an das Kind ausgezahlt werden.

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Das ist so nicht ganz richtig. Das Kindergeld gehört Dir, der Unterhalt Deines Vaters ebenfalls, Deine Mutter kann natürlich Geld verlangen für Verpflegung etc, dies kann sie aber von dem Unterhalt abziehen, den sie Dir zahlen müsste. Da sie "nur" 1000 Euro verdient kann es schon sein, dass sie aufgrund des Selbsterhalts nichts oder weniger zahlen müsste, aber ich werde wohl nie so ganz verstehen, warum von den Vätern immer voller Unterhalt erwartet und eingeklagt wird, die Mutter selber aber nicht auf den Trichter kommt, dass sie die GLEICHEN Verpflichtungen hat.

Ich kenne einen Fall, da wurde der KV angeschrieben (vom Anwalt der Mutter!) er müsse sich eine Vollzeitstelle suchen, um den vollen Unterhalt zahlen zu können, notfalls deutschlandweit oder eben noch einen Nebenjob. Der Mann ging über 20 Jahre in der gleichen Firma arbeiten und zwar natürlich eine Vollzeitstelle. Als es dann aber bei Volljährigkeit um die Mutter ging, wurde zurückgerudert. Sie könne ja nur so und so lange arbeiten und hätte ja nur so wenig und was weiß ich. Tut mir echt leid, da fehlt mir jegliches Verständnis dafür.

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Kommentar von honeymoon78
27.01.2013, 15:05

Ach ja, notfalls beim Jugendamt anfragen und nicht abwimmeln lassen, im Notfall musst Du Dir dann wohl leider einen Anwalt nehmen, wenn Du es richtig ausrechnen lassen willst, da das Jugendamt gerne solche Dinge von sich weist

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Das ist verdammt wenig Unterhalt, was der Vater da für sein Kind abdrückt. Schämen sollte er sich.

Selbstverständlich hat die Mutter Anrecht auf das Kindergeld, solange das Kind in ihrem Haushalt wohnt. Und die paar Kröten aus den Ferienjobs werden die beiden dringend brauchen.

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Kommentar von Dummie42
27.01.2013, 14:25

Wenn du ausziehen willst, steht dir das Kindergeld zu. 400 € vom Vater plus Kindergeld plus Nebenjob könnte möglicherweise gerade so für ein kleines WG-Zimmer und Miracoli reichen, wenn du nicht gerade in München wohnst, aber da wäre dann echt Schmalhans Küchenmeister, also überlege dir das gut.

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Kommentar von angy2001
27.01.2013, 16:37

Verdamme nicht gleich den Vater, womöglich hat er noch ein halbes Dutzend Kinder....

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leider steht da nicht was du studierst, muss was sehr weltfremdes sein. freu dich das dir nur 100 euro abgenommen werden. bei dem was deine mutter dann hat (284 euro) zahlt sie noch ordentlich drauf für dich. such dir eine wohnung und versuch von 584 euro jeden monat zu leben, wirst du kaum schaffen, also freu dich über den sevice den du zuhause hast.

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Kommentar von honeymoon78
27.01.2013, 15:08

Das hat damit nichts zu tun. Vom Vater wird Leistung erwartet und somit ist auch die Mutter zu Leistung verpflichtet! Zum Kinder kriegen gehören immer zwei, man kann die Verpflichtungen nicht nur von den Vätern verlangen. Kindergeld steht der Volljährigen zu, sowie der Unterhalt. Den "Service" kann die Kindesmutter mit ihren eigenen Leistungen verrechnen

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Wie viel Unterhalt angemessen ist kann man der Düsseldorfer Tabelle entnehmen. Das Kindergeld wird bis zum 25. LJ gezahlt unabhängig davon wo das Kind wohnt. Lass dich am besten von einem Anwalt beraten. Das Erstgespräch kostet da auch nicht so viel. Ich würde auch mal probieren Bafög zu beantragen. Dazu gibt es Beratung an den Hochschulen und beim Bafög-Amt.

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