Unterhalt für volljährige studierende

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5 Antworten

Zu meinem eben eingestellten Beitrag, hier eine direkte Beantwortung zu der Frage von . Liesche .. Wozu mußt Du wissen, was Mutter und Tochter verdienen bzw. verdient haben? Also …. der Weg ist doch so …. zuerst sollte festgestellt werden, ob überhaupt ein Unterhaltsanspruch besteht ! Wenn kein berechtigter Anspruch auf Unterhalt besteht hat sich das ganze folgende Prozedere erledigt. Weil Unterhalt ab 18 anders als Unterhalt bis 18, der aus Liste ( Düsseldorfer Tabelle ) hier in Abhängigkeit verschiedenster Faktoren errechnet und dann anteilig hälftig gezahlt werden muss. Faktoren sind nun mal die Elterneinkommen und sogar die vermögen, wenn kein Einkommen vorhanden ist. Das macht ja auch Sinn. Beispiel … ein unterhaltspflichtiger rechnet sein Einkommen bis unter den Selbstbehalt, ist damit nicht unterhaltsfähig, fährt aber mit dem 300.000 Euro Ferrari aus der Doppelgarage seiner Zweitvilla in Hamburg Blankenese. Es sind also sehr wohl einkommen und auch Vermögen und viele andere Dinge wichtig. Damit wird u.a. dann der Baföganspruch errechnet. Dieser und andere Einkommen, natürlich auch die der unterhaltsberechtigten sind von Relevanz, da diese auf Gesamtbedarf von zZ 670 Euro an- bzw abgerechnet werden. Ergo ergibt sich daraus ein anderer, niedrigerer Unterhaltsanspruch. Also ergibt das mögliche Resultat der Rechnung, unter Verwendung all dieser Zahlen eine Unterhaltssumme, die zwischen 0 und 335 Euro lien wird. 335 Euro sind hierbei der hälftige Anteil der 670 Euro Bedarfssumme. Um zu verdeutlichen worum es geht, hier einmal eine kleine Rechnung. 335 Euro monatlich, mal 12 Monate macht 4020 Euro jährlich, diese mal die mögliche Zeit von 21 bis 27 Jahren ( macht 6 Jahre )… sind 24.120 Euro. 24.120 oder auch mögliche 0 Euro wenn kein Anspruch besteht …. das macht für mich schon einen Unterschied. Besonders da ich selbst nach 4 Herzinfarkten von einer nicht sonderlich üppigen Rente lebe. Aber auch das ist ok …. meinen 5ten Herzinfarkt aber würde ich bekommen, wenn ich feststellen müsste, dass ich ohne es zu überprüfen ungerechtfertigte Leistungen erbringen müßte. Wenn jemand soziale Leistungen zB auch Bafög bekommt, die nicht gerechtfertigt sind , dann regen sich alle mit Berechtigung auf. Soziale Leistungen wie Bafög kommen nun mal nicht von spendierfreudigen Sponsoren, sondern sie sind dem großen Steuertopf entnommen in die alle einzahlen dürfen. Wenn vor der Auszahlung solcher sozialer Leistungen also Prüfungen auf Anspruch vorgesehen und praktiziert werden, wer will mir das Recht auf tatsächlichen Anspruch verwehren? Wer bezahlt für etwas, von dem er nicht weiß wofür er zahlt ???? Sie ????

Eifelmensch 01.11.2012, 17:23

Ergo ergibt sich daraus ein anderer, niedrigerer Unterhaltsanspruch. Also ergibt das mögliche Resultat der Rechnung, unter Verwendung all dieser Zahlen eine Unterhaltssumme, die zwischen 0 und 335 Euro lien wird.

Hier liegst du falsch!

Deine Unterhaltspflicht wird sich in der Regel zwischen 0,- und 486,-€ bewegen. (in Abhängigkeit von Bafög und Einkommen des anderen Elternteils).
Zusätzlich eventuell Krankenversicherung und/oder Studiengebühren.
Das sind alles richterliche Einzelfallentscheidungen.

Der Unterhaltsanspruch ist nicht hälftig von den Eltern zu decken, sondern anteilsmäßig im Rahmen der Leistungsfähigkeit.

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xyz654321 01.11.2012, 21:31
@Eifelmensch

vielen Dank ... wieder etwas neues gelernt ... ich dachte hälftig maximal . Und evt. Krankenversicherung und/oder Studiengebühren? wusste ich auch nicht. Bitte nur zum Verständnis .... 335 bis 486 sind 151 Euro , wie kommt es zu den 486 Euro ?

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Fachlich, sachlich kompetent …. meinen besonderen Dank an Eifelmensch. Ansich bin ich Realist und halte mich an Fakten. Bezüglich meiner Tochter gibt es aber keine greifbaren und bis dato keine Möglichkeit Fakten zu erfahren. Bezüglich des nun anstehenden Studiums, nebst allen Folgen für alle Involvierten, bitte ich besonders Sie um eine realistische Einschätzung.

18 Jahre bis zur Volljährigkeit wurde Unterhalt in voller Höhe, pünktlich und regelmäßig von mir gezahlt. Mit dem Erreichen der Volljährigkeit gab es eine Mitteilung des Jugendamtes, dass die Zahlungen eingestellt werden können. Dann 3 Jahre Pause. Keinerlei Meldung wegen Schule Ausbildung usw. Nun …. 3 Wochen vor Erreichen des 21. Lebensjahr, kam die Mitteilung der Studiumsabsicht.

Dazu folgende Frage mit der Bitte um Einschätzung. a) Spielt das Alter, noch 20 und in nunmehr 1ner Woche 21 Jahre alt eine Rolle ? Stichwort …. priviligierte Unterhaltsberechtigte. B) Wie sind die 3 Jahre , vom 18. bis zum 21. Lebensjahr zu werten, in den kein Unterhaltsanspruch geltend gemacht wurde ??? Sehr spekulativ wegen der fehlenden Fakten, aber ….. kann angenommen werden das damit ein zügiges Vorrantreiben der ersten Ausbildung die in die Selbstständigkeit der nunmehr 21 jährigen erwachsenen durch die 3 Jahresauszeit nicht gegeben ist ? Können solche Auszeiten zeitlich eingerenzt werden, oder sind schöpferische Pausen jeglicher Dauer statthaft ? Denkbar wäre es, da dafür sicher Mitteilungszwang bestünde, was zur Folge hätte, dass der Unterhalt ebenfalls pausiert. Frage ist also, wie die möglicherweise sehr relevanten 3 Jahre zu werten sind und …. ob es dann eine Auskunftspflicht für diese 3 Jahre, in der ich keine Leistungen erbringen musste, eine zu der Zeit bereits volljährige erwachsene hat ? Eine weitere Frage dazu ist … angenommen die Zeit wäre mit jobben oder Arbeit verbracht worden. Ist dann das Arbeiten über 3 Jahre gleichbedeutend eines endgültigen Schul- oder Ausbildungsabruch zu werten ? c) Konkrete Frage ist bitte … welche Art der Beschäftigung über diese 3 Jahre rechtfertigt nach 3 Jahren ohne Unterhaltsbeanspruchung, jetzt den Anspruch und was würde den Anspruch verwehren ? Schul- bzw. berufsbezogene Praktika über 3 Jahre..?.. die dann sicher unterhaltswürdig wären ..?.. sind wohl eher nicht gemacht worden. d) daraus folgend ergibt sich die Frage nach den Zeiten, der Dauer der erlaubten bzw nicht erlaubten Beschäftigungen, die nun einen erneuten Unterhaltsanspruch rechtfertigen.

Und nochmals danke

Eifelmensch 01.11.2012, 14:05

Die vielen Fragen, die du stellst sind momentan noch gar nicht relevant.

Solange deine Tochter keinen Unterhalt von dir fordert hast du auch keinen Auskunftsanspruch nach § 1605 BGB.

Deine Auskunftspflicht an die Bafögstelle ergibt sich aus den § 47 BAföG i.V.m. § 60 SGB 1.

Daher musst du dir momentan nicht so viele Gedanken machen.
Eine Unterhaltspflicht beginnt auch immer erst ab dem Monat der Unterhaltsforderung bzw. dem Zeitpunkt der Auskunftsforderung.

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Oberstes Prinzip im Unterhaltsrecht (zwischen Eltern und volljährigen Kindern) ist das der gegenseitigen Rücksichtnahme. Volljährige Kinder haben grundsätzlich nur während der Ausbildungszeit einen Anspruch auf Unterhalt. Über die Wahl ihrer Ausbildung entscheiden volljährige Kinder allein. Maßstab für die Dauer der Unterhaltsberechtigung eines Studenten ist die Regelstudienzeit. Eine Unterhaltsberechtigung kann auch nach einem Fachrichtungswechsel weiter bestehen. Die Eltern entscheiden über das WIE der Unterhaltsgewährung. Die Eltern haften anteilig entsprechend ihrem Einkommen auf Unterhalt. Liegt das Einkommen eines Elternteils unter 1.150 Euro, muss dieser i.a. keinen Unterhalt leisten. Der Bedarf eines Studenten mit eigenem Haushalt liegt bei 670 Euro. Während der Ausbildungszeit besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, nebenbei zu jobben. Eigenes Einkommen kann (teilweise) auf den Bedarf angerechnet werden.

mehr erfährst Du unter:http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/unterhalt.php

» Seite 2: Unterhaltsanspruch nur während der Ausbildungszeit; Ausbildungsanspruch - wann er besteht und wann nicht » Seite 3: Kost und Logis oder Geld? In welchem Verhältnis haften die Eltern beim Barunterhalt? Höhe des Barunterhalts » Seite 4: Unterhalt für die Vergangenheit; Unterhalt und BAföG; Was tun, wenn's Krach gibt wegen Unterhalt?

Wozu mußt Du wissen, was Mutter und Tochter verdienen bzw. verdient haben? Die Bafög-Stelle will doch über die Einkommensverhältnisse beider Eltern prüfen, ob Anspruch der Tochter gemäß Einkommen der Eltern überhaupt besteht. Das hat doch mit Deinem Unterhalt im Moment noch gar nichts zu tun. Das Einkommen der Mutter ist sowieso nicht ausschlaggebend für den Unterhalt des Vaters. Dieser richtet sich nur nach dem Einkommen desselben und evtl. bereits Einkommen der Tochter. Der Unterhalt der Mutter wird normalerweise für Pflege, Erziehung usw. des Kindes berechnet. Das bedeutet natürlich für die Zeit, wenn das Kind noch der Fürsorge bedarf.Welchen Unterhalt Du zu zahlen hast, wirst Du erfahren, wenn über das Bafög entschieden wurde. Unterhaltspflichtig bist Du normalerweise bis Ende des Studiums, mindestens aber bis zum 27. Lebensjahr Deiner Tochter,bei normaler Studiendauer!

xyz654321 31.10.2012, 19:39

Wozu mußt Du wissen, was Mutter und Tochter verdienen bzw. verdient haben?

eigenes Einkommen wie zB Bafög sind auf die 670 Euro anrechenbar ? wenn ja ,dann ist es doch nicht unerheblich um die Zahlen zu wissen ? Und ..... ist für Bafög nicht wichtig zu wissen, ob Vermögen vorhanden ist ??? mir bekannt sind 5700 Euro ???

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Eifelmensch 31.10.2012, 22:26
@xyz654321

Wozu mußt Du wissen, was Mutter und Tochter verdienen bzw. verdient haben?

Diese Informationen sind unbedingt erforderlich um einen eventuellen Unterhaltsanspruch berechnen zu können.

Das Einkommen der Mutter ist sowieso nicht ausschlaggebend für den Unterhalt des Vaters.

Aber sicher doch! Da bei einem gegebenen Unterhaltsanspruch dieser auf die Eltern im Verhältnis deren Einkommen aufgequotelt wird, ist die Kenntnis über die Höhe des Einkommens beider Unterhaltspflichtiger unabdingbar.

Der Unterhalt der Mutter wird normalerweise für Pflege, Erziehung usw. des Kindes berechnet.

Das ist Blödsinn, gilt nach § 1606 Abs. 3 BGB nur für minderjährige Kinder.

Das bedeutet natürlich für die Zeit, wenn das Kind noch der Fürsorge bedarf.

Eben, die Tochter des Fragestellers ist 21!

Welchen Unterhalt Du zu zahlen hast, wirst Du erfahren, wenn über das Bafög entschieden wurde

Ja, wenn er weiß wieviel Bafög gezahlt wird, was die Tochter verdient und was die Mutter verdient.

Unterhaltspflichtig bist Du normalerweise bis Ende des Studiums, mindestens aber bis zum 27. Lebensjahr Deiner Tochter,bei normaler Studiendauer!

Diese Altersgrenze kenn das Familienrecht nicht!
Unterhaltsanspruch besteht für die Zeit der ERstausbildung, wenn diese den Fähigkeiten des Kindes entspricht und zügig durchgefürt wird.

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xyz654321 01.11.2012, 09:41
@Eifelmensch

danke an alle....

exakt so sehe ich das auch ..... Einkommen evt. auch Vermögen aller ist wichtig und daraus errechnet sich Bafög und in Folge daraus der zu leistende anteilige Unterhalt.

Das mit den 27 Jahren ist auch klar .... nach oben eben offen. Da aber ein wechsel des Faches statthaft ist bleibt die Frage zu klären .... bis wann ist der wechsel statthaft. beispiel .... Studienbeginn mit 21 oder 22 dann durchwurschtel bis 25 26 und dann eben umorientieren und nochmals neu starten. Mit neuer Regelstudienzeit ... PLUS ... den zugebilligten 2 Semestern hat der Student beim möglichen Abschluß ( oder auch ohne Abschluß ) seine Halbwertzeit mit locker über 30 beim Ende des Studiums schon leicht überschritten

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Eifelmensch 01.11.2012, 10:03
@xyz654321

Ein Studienfachwechsel ist unterhaltsrechtlich nur innerhallb der ersten 2 bis allerhöchstens 3 Semester (das wurde, soweit mir bekannt nur einmal ausgeurteilt) hinzunehmem.
Durch ein Bummelstudium oder irgendwann mal Wechsel verliert das Kind seinen Unterhaltsanspruch.

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Liesche 02.11.2012, 18:30
@Eifelmensch

Da kein Unterhalt bisher gefordert, war ich der Meinung, es ginge erst einmal um das Bafög, wozu die Bafögstelle selbst von allen Beteiligten die Angaben einholt., um über das Bafög zu entscheiden.

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Du solltes erst mal garnichts unterschreiben. Wenn Deine Tochter was von Dir will, sollte Sie soviel Anstand besitzen und Dich aufsuchen um mit Dir zu reden. So eine Dreistigkeit überschreitet alles. Jetzt wo Deine Tochter Geld braucht, kennt Sie Deine Adresse. Sie soll arbeiten wie ANDERE auch.

Liesche 31.10.2012, 18:24

Wenn die Tochter studieren möchte, kann ihr das niemand verwehren, einen Antrag zu stellen, um Bafög zu erhalten, wozu auch das Einkommen des Vaters bekannt sein muß, sonst kann über das Bafög nicht entschieden werden.

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xyz654321 31.10.2012, 19:32
@Liesche

habe ich etwas anderes behauptet ?? soll sie studieren ... und ich bezahle ..... aber nur wenn es gerechtfertigt ist !!!

Und eben dazu sind Inormationen notwendig, die das zu kontrollieren ermöglchen .

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