Unterhalt für Sohn 16 Jahre

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7 Antworten

Unterhaltspflichtig sind immer beide Elternteile. Aber solange das Kind noch keine 18 ist, leistet einer Betreuungsunterhalt und der andere Barunterhalt. Die Höhe des Barunterhaltes richtet sich immer nach dem Leistungsvermögen (Einkommen) des Elternteils, der den Barunterhalt leisten müsste. Je mehr dieser verdient, desto höher ist der Barunterhalt. Ist das Einkommen so gering, dass es unter den Selbstbehalt (c.a. 900 €) rutscht, dann braucht auch kein Unterhalt gezahlt zu werden. In dem Fall hätte das Kind dann grundsätzlich Anspruch auf Sozialhilfe (falls kein Unterhaltsvorschuss in Frage kommt - das scheidet in Eurem Fall aber aus, da das Kind schon 16 ist). Der Anspruch auf Sozialhilfe entfällt aber, wenn der betreuungsleistende Elternteil zu viel verdient. Zu Berücksichtigen sind außerdem noch Geschwisterkinder, für die Unterhalt zu leisten ist. Dein jetziger Ehemann ist für seine leiblichen Kinder unterhaltspflichtig, nicht aber für sein Stiefkind. Schulden (auch wenn ein Auto abbezahlt wird), spielen grundsätzlich erst einmal keine Rolle. Aber je nach Alter der weiteren Kinder kann auch von beiden Elternteilen eine Steigerung der Berufstätigkeit verlangt werden, um das eigene Einkommen zu steigern. Der Unterhalt ist immer für das Kind. Also muss es auch dorthin gezahlt werden, wo es lebt. Da Deine beiden anderen Kinder die Schule besuchen, kann von Dir mindestens eine Teilzeitbeschäftigung verlangt werden. Ein Minijob ist hierfür zu wenig. Sollte Dein Ex-Mann so viel mehr Einkommen haben, dann wären 291 € zu wenig gewesen. Falls der Unterhalt so festgesetzt wurde, dürfte das Einkommen Deines Ex-Mannes überprüft worden sein. Demnach kann es nicht sein, dass er so viel Einkommen hat. Nun darf er von Dir einen Einkommennachweis verlangen. Ihr könnt das Ganze aber auch direkt gerichtlich regeln lassen oder über eine Beistandsschaft des Jugendamtes. Dein Ex bekommt schon das Kindergeld, das steht ihm auch zu.

kannst du so pauschla net sagen, das stimmt nicht. der selbstbehalt kann immens nach unten bewegt werden und es kann fiktives einkommen angerechnet werden.

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Grundsätzlich hat ein Sohn dir gegenüber einen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestunterhalt nach § 1612a BGB, das sind momentan 334,-€ monatlich.

Du kannst dich auch nicht auf den Standpunkt zurüpckziehen, dass dein Einkommen zu niedrig ist, um Unterhalt zahlen zu können, denn nach § 1603 Abs. 2 BGB unterliegst du einer erhöhten Erwerbsobliegenheit.

Das bedeutet, du muss alles dir mögliche unternehmenn um den Mindestunterhalt leisten zu können. Erst wenn du diese Bemühungen nachweisen kannst und dennoch nicht genug Einkommen hast, greift dein Selbstbehalt und du musst keinen Unterhalt zahlen.

Zusätzlich kommt es auch noch auf das Einkommen des Vaters an, ist dieses entsprechend hoch, muss er zusätzlich zum Betreuungsunterhalt zusätzlich den Barunterhalt leisten.

Dies alles kann jedoch nur ein Gericht entscheiden.

Andererseits hast du jahrelang Unterhalt für dein Kind bekommen und schiebst nun, da das Kind beim Vater lebt, die finanzielle Verantwortung an diesen ab. Ist das fair?

Du hast vergessen, dass die Mutter noch zwei weitere Kinder hat. Das senkt den Unterhaltsanspruch aller Kinder, also auch den des Ältesten. Die 334 € sind eine Richtlinie der Düsseldorfer Tabelle, wenn es nur ein Kind zu versorgen gibt. Die Mutter hat für dasselbe Kind auch jahrelang weniger bekommen (warum auch immer) So viel zur Fairness!

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@iveningboring

fairness ist hier nicht gefragt. er hat einen anspruch und den muss sie durch vollzeit so weit als möglich erfüllen.

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@iveningboring

Für die bei ihr lebenden Kinder leistet doch deren Vater den Barunterhalt.

Mit den in der Frage gemachten Angaben ist der Vater für die Kinder leistungsfähig, die Mutter muss sich also nicht am Barunterhalt beteiligen. Würden diese doppelt berücksichtigt, würde die Mutter ja doppelten Unterhalt leisten. Einmal Bar- und einmal Betreuungsunterhalt. Wie das jedoch mit eienr teilweisen Anrechnung aussieht, müsste dann ein Richter im Einzelfall entscheiden.

Sie kann folglich ihr Einkommen voll für den Unterhalt des 16-jährigen einsetzen.

Die 334 € sind eine Richtlinie der Düsseldorfer Tabelle,

Nein, dieser Betrag ist keine Richtlinie aus der Düsseldorfer Tabelle, sondern der nach dem BGB im § 1612a festgelegte familienrechtliche Mindeskindesunterhalt!

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Laut Urteil scheinst du das Sorgerecht zu haben und hier wurden per Gerichtsbeschluss ja Unterhalt für deinen Mann festgelegt. Wenn jetzt dein Sohn aus freien Stücken und mit deiner Erlaubnis zum Vater will,denke ich ist das die Sache des Vaters sich auch drum zu kümmern.Schließelich zahlt er ja nicht mehr an dich den Unterhalt sondern verbraucht den Unterhalt für seinen Kostenbedarf bei ihm jetzt zu Hause.

Nein, ich denke hier hat er keine Recht von dir Unterhalt zu verlangen. Dein Sohn hätte ja auch bei euch bleiben können und ist schließlich aus freien Stücken zum Vater gezogen. Ich denke hier braucht ihr keine Angst zu haben das da was kommt.Gegebenfalls würde ich mir noch einmal rechtliche Auskunft holen über einen Rechtsanwalt und für dich über Prozesskostenbeihilfe holen. Das ist dann kostenlos für dich.

Das was du schreibst stimmt einfach von vorne bis hinten nicht. Es sind immer beide Elternteile zum Unterhalt verpflichtet.

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@onomant

Solange das Kind unter 18 ist leistet immer ein Elternteil Barunterhalt und der andere statt dessen den Betreuungsunterhalt. 16-jährige dürfen sowieso entscheiden, bei welchem Elternteil sie leben wollen. Daraus ergibt sich automatisch der zahlungspflichtige Elternteil. Der betreuende Elternteil hat dann natürlich grundsätzlich das Recht auf Barunterhaltsleistungen vom anderen Elternteil; denn das Geld ist ja für das Kind gedacht.

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@iveningboring

ab 18 is immer noch der betreuuende elternteil naturalunterhaltspflichtig und der andere zahlt cash.

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@timbatol

Ab 18 kann das Kind aber verlangen dass beide Elternteile Barunterhalt zahlen.

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Der betreuende Elternteil, das ist jetzt der Vater, leistet seinen Anteil an der Unterhaltspflicht durch die Betreuung des Kindes. Der andere Elternteil unterliegt der Barunterhaltspflicht.

Das war vorher ja auch nicht anders, nur das jetzt eben die jeweiligen Pflichten getauscht wurden.

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also dein eigenbehalt würde bei 950 euro liegen, da du aber viel weniger verdienst, denke ich mal hat sich das thema erledigt. die vom amt, können das einkommen deines jetztigen mannes mit einberechnen, aber da ihr noch 2 kinder habt, wird das auch wieder schwer.

also ich nehme stark an das du für deinen sohn keinen unterhalt zahlen musst da euer oder dein einkommen zu niedrig ist. und einfach so kann er eh keinen unterhalt verlangen. und wenn er gut verdiener ist, meine ich sogar, ist er auf den unterhalt nciht angewiesen aber das würde ich mal genauer abklären

viel glück

Er kann grundsätzlich mal den gesetzlichen Mindestunterhalt nach 1612a BGB fordern!

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@Eifelmensch

Fordern kann der Mann viel. Ob er diese Summe tatsächlich bekommt, liegt aber an vielen verschiedenen Faktoren, die man alle berücksichtigen muss. Das gilt immer auch für beide Seiten. Der Vater hat selber auch weniger als den gesetzlichen Mindestunterhalt gezahlt.

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@iveningboring

Fordern kann der Mann viel. Ob er diese Summe tatsächlich bekommt, liegt aber an vielen verschiedenen Faktoren, die man alle berücksichtigen muss.

Das ist richtig, habe ich ja auch nicht bestritten.

Der Vater hat selber auch weniger als den gesetzlichen Mindestunterhalt gezahlt.

Das hat nun aber gar nichts mit der momentanen Situation zu tun! Es hätte seinerzeit in der Obliegenheit gelegen den gesetzlichen Midnestunterhalt zu fordern.

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deine kinder sind alt genug, dass du vollzeit arbeiten kannst. er hätte einen mindestanspruch von ca. 400 euro an dich. also wirst du wohl in die puschen kommen müssen um endlich den unterhalt leisten zu können den du schuldest.

Von deinen 350 Euro brauchst du nichts zu zahlen und dein Mann hat mit deinem Sohn nichts zu tun (finanziell)

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