Unterhalt für meinen Sohn 18

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9 Antworten

Das sagt Dir das Jugendamt. Und das Einkommen Deiner Ex-Frau spielt überhaupt keine Rolle. Dem Grunde nach hast Du bis zum Abschluss der ersten Ausbildung zu zahlen.

Selbstverständlich spielt das Einkommen der Mutter eine Rolle.

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Ab dem 18. Geburtstag des Kindes sind - falls es überhaupt noch einen Unterhaltsanspruch nachweisen kann - beide Eltern barunterhaltspflichtig - also ggf. auch die Mutter entsprechend ihres Einkommens.

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Ab dem 18 Lebensjahr sind beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet !

Der Unterhaltsanspruch des Sohnes,muss also neu berechnet werden,dazu muss das bereinigte Nettoeinkommen beider Elternteile addiert werden und der Unterhaltsanspruch in der Düsseldorfer Tabelle abgelesen werden.

Von diesem sind dann das Nettoeinkommen ( abzüglich evtl.90 € Mehrbedarf für Arbeitsaufwendungen ) + das volle Kindergeld abzuziehen. Nur wenn sich dann noch ein Zahlbetrag ergeben würde,müsste dieser prozentual,je nach Einkommen des jeweiligen Elternteils berechnet werden.

Sind die 650 € Bruttoeinkommen,müsste er ca.515 € Netto bekommen + 184 € Kindergeld,sind dann ca.700 € Einkommen.

Wenn er also noch zu Hause bei der Mutter wohnt,dürfte sich der Unterhaltsanspruch mit diesem Einkommen erledigt haben.

Denn laut Düsseldorfer Tabelle,würde einem Azubi max.760 € Unterhalt zustehen,wenn dieser schon in einer eigenen Wohnung / WG - leben würde.

Aber um ganz sicher zu gehen,würde ich mir einen Beratungstermin bei einem fachkundigen Anwalt besorgen und mir den evtl.Unterhalt ausrechnen lassen.

Das würde ich aber erst machen,wenn du das genaue Nettoeinkommen des Sohnes hast,dazu ist er verpflichtet,das an dich weiter zu geben,wenn du das von ihm verlangst.

Auch das genaue Nettoeinkommen der EX - ist wichtig,aber wenn sie tatsächlich nicht mehr als 1200 € Netto hat,wird sie wahrscheinlich nicht leistungsfähig sein.

Ab dem 18. Geburtstag hat der Sohn nur noch einen Unterhaltsanspruch

  • wenn er diesen selbst nachweist und
  • wenn er diesen selbst bei den nun beiden barunterhaltspflichtigen Eltern einfordert.

Würde er das nicht selbst tun, müsste ihm kein Elternteil Unterhalt leisten, selbst wenn er eigentlich einen Anspruch hätte....


Als Azubi könnte er noch einen Unterhaltsanspruch nachweisen, wenn sein eigenes Einkommen + Kindergeld seinen "unterhaltsrechtlichen Bedarf" nicht vollständig abdecken.

Der Bedarf des Sohnes ist abhängig davon, ob er noch im elterlichen Haushalt lebt oder nicht....
Ggf. (abhängig vom Bundesland) könnte sich sein "Bedarf" um einen "ausbildungsbedingten Freibetrag" von 90 Euro (für Fahrtkosten, Schulbücher..) erhöhen....

  • Mit eigenem "Hausstand" (Wohnung, WG, Wohnheim etc....) läge sein Bedarf bei 670.
    Bei einem Einkommen von 650 Euro + 184 Euro Kindergeld stünden ihm 164 Euro (ggf. "nur" 74 Euro) über seinem Bedarf zur Verfügung , er hätte keinen Unterhaltsanspruch mehr.

  • Würde der Sohn noch bei einem Elternteil leben, so würde sich sein "Bedarf" an der "Düsseldorfer Tabelle" orientieren....
    Er hätte dann ggf. nur noch einen Unterhaltsanspruch, wenn die Eltern zusammen mehr als 5101 Euro "bereinigtes Netto" verdienen würden....

Mit eigenem "Hausstand" (Wohnung, WG, Wohnheim etc....) läge sein Bedarf bei 670. Bei einem Einkommen von 650 Euro + 184 Euro Kindergeld stünden ihm 164 Euro (ggf. "nur" 74 Euro) über seinem Bedarf zur Verfügung , er hätte keinen Unterhaltsanspruch mehr.

Diese Berechnung stellt eine Durchschnittsberechnung dar und ist kein Maßstab denn der Bedarf ist von der örtlichen Situation als Beispiel abhängig. Z.B. in München ist von diesem Geld ein Leben selbst in einem günstigen Wohnheim kaum möglich. - Gerne lasse ich mir das Gegenteil beweisen. Fest steht bis dahin: Menschen sind keine Schablonen und Leben lässt sich nicht standardisieren.

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@hertajess

"..... Der angemessene Bedarf eines volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand beträgt in der Regel monatlich 670 € (darin sind enthalten Kosten für Unterkunft und Heizung bis zu 280 €)......"

Quelle: Punkt 13.1.2 , Unterhaltsrechtliche Leitlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL), Oberlandesgerichte Bamberg, Karlsruhe, München, Nürnberg, Stuttgart und Zweibrücken (Stand 1.1.2013)

http://www.justiz.bayern.de/imperia/md/content/stmj_internet/gerichte/oberlandesgerichte/muenchen/s_dl2013.pdf

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Du solltest entweder zumJugendamt oder zu einem Familienanwalt gehen und die Unterhaltsansprüche neu berechnen lassen. Soweit ich weiß bist du auch während der Ausbildung unterhaltspflichtig, aber in welcher Höhe und wie das Einkommen deines Sohnes anrechenbar ist, solltest du von Profis klären lassen.

Es kommt wohl darauf an welchen Eindruck Du Deinem Kind von Dir vermitteln willst:

Möchtest Du als eines dieser verantwortungsscheuen und an Leben an sich desinteressierten Wesen in Erinnerung bleiben dem tote Gegenstände vor den Interessen des eigenen Kindes stehen oder als ein Vater den diesen Namen verdient?

Im letzteren Fall forderst Du Dein Kind auf sich ein eigenes Konto einzurichten, falls schon vorhanden die Kontonummer inklusive BIC und IBAN zu nennen

und eine Aufstellung der aktuellen Lebenshaltungskosten inklusive aller Ausgaben für die Erstausbildung.

Und dann verhandelt Ihr wie zwei ebenbürtige Menschen die sich gegenseitig respektieren über die benötigte Unterhaltshöhe.

Nun gut. Im letzteren Fall ist natürlich viel mehr gefragt als nach einer Schablone zu fragen die durchaus von manchem Rechtsanwalt dann auf Deine Kosten vor Gericht ad absurdum geführt werden kann. Beispiele dafür findest Du online suchst Du nach

kindsunterhalt über 18

Ab dem 18. LJ bis zum Abschluss einer Erstausbildung sind beide Eltern barunterhaltspflichtig. Auch dann, wenn das Kind noch bei der Mutter wohnt. Der Unterhaltsanspruch wird aus der Summe der beiden unterhaltsrelevanten Einkommen berechnet. Davon wird das eigene Einkommen des Kindes abgezogen. Allerdings kann das Kind von seinem eigenen Einkommen auch seine Kosten absetzen. Hätte dein Sohn also bspw. einen grundsätzlichen Anspruch von 600€ und 300€ Fahrtkosten, wäre ein ergänzender Unterhalt fällig, der im Verhältnis der Einkünfte der Eltern aufzuteilen wäre. D. h., man kann die Frage nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich bleibst du weiterhin unterhaltspflichtig. Eine genaue Berechnung sollte sinnvollerweise von einer entsprechend fachkundigen Person (Jugendamt, Anwalt für Familienrecht) vorgenommen werden.

Dann hat sich ja einiges Geändert seit meiner Zeit wieder was gelernt;) Kompliment super Antwort L.G

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Hi ne Unterhalt nach der Volljährigkeit nicht mehr er bekommt dann trotzdem weiterhin Kindergeld glaub Hoechstgrenze War bei 21 Jahren so War das noch bei mir L.G

Du kannst den Unterhalt neu berechnen lassen - aber du wirst zahlen müssen (vielleicht weniger) bis zum Ende der ersten Ausbildung.

Der Verdienst der Exfrau spielt keine Rolle.

Ab dem 18. Geburtstag des Kindes sind - falls es überhaupt noch einen Unterhaltsanspruch nachweisen kann - beide Eltern barunterhaltspflichtig - also ggf. auch die Mutter entsprechend ihres Einkommens.

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Ja, du musst bis zum 25. Lebensjahr zahlen.

Diese ominöse Altersgrenze steht in keinem Gesetz. Wenn das Kind bis 33. studiert, hätte es lt. BGB auch bis 33 Anspruch auf Unterhalt.

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Damit meine ich dass er bis zum 25 Lebensjahr "Anspruch" auf Unterhalt hat.

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Nein.

Unterhaltsanspruch nach dem 18. Geburtstag bestünde ggf. nur (abhängig vom Einkommen des "Kindes"), wenn das Kind entweder noch eine reguläre Schule besucht (Real, Gymnasium) oder sich in der ersten Berufsausbildung/ Studium befindet - sonst nicht...
Denn ansonsten wäre das "Kind" erwerbsfähig und selbst für seinen Lebensunterhalt verantwortlich - unabhängig vom Alter......

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