unterhalt für einen monat ausgesetzt?

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9 Antworten

Wie übertrieben ist das denn, wegen 250,-- Euro zum Anwalt zu rennen und das gerichtlich einzufordern.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich wegen 250,-- Euro ein Gericht mit dieser Sache befaßt, aber ich weiß es nicht.

Nur gut, dass Du noch alle Belege hast - ist halt blöd, dass Ihr das nur mündlich abgesprochen habt. Du hast doch bestimmt auch noch den Beleg, dass Du die Kita bezahlt hast, evtl. wird das damit verrechnet und die Klage wird einfach abgewiesen.

Deine Ex-Frau muss zuviel Geld haben, auch ein Anwalt will schließlich sein Honorar - völlig überzogene Reaktion. Alles Gute für Dich. lg Lilo

Verjährungsfristen (trifft hier nicht zu):

Unterhalt verjährt grundsätzlich drei Jahre nach Fälligkeit, wobei allerdings die Verjährungsfrist erst am Ende des Jahres zu laufen beginnt, in dem der Unterhalt fällig geworden ist.

Ein Beispiel:
der Ehemann hat für Juni 2007 keinen Unterhalt gezahlt. Die Forderung der Ehefrau auf Zahlung des Unterhalts verjährt in drei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt aber erst am 1.1.2008 um 0:00 Uhr zu laufen. Sie endet damit am 31.12.2010 um 24 Uhr

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Kommentar von cheerpoint
06.01.2016, 09:00

überweisungsbeleg habe ich und sie ist zum anwalt gegangen, weil ich im rückstand war, den aber ausgegelichen habe. meinen ratenvorschlag für die rückzahlung, den ich mit dem jugendamt ausgemacht hatte, passte ihr nicht und so ging sie zum anwalt. und jetzt sind noch diese 250 euro übrig, aber die mündliche (leider) absprache war, ich übernehme kita, daher für den monat kein unterhalt.

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Wenn es über den Unterhalt einen "Titel" gibt, so könnte die Kindsmutter den ausstehenden Betrag tatsächlich noch bei dir einfordern - wenn du ihn nachweislich nicht als "Unterhalt" gezahlt hast... Denn Unterhalt kann nicht mit anderen Zahlungen "verrechnet" werden.

Sollten allerdings alle Zahlungen - auch der Unterhalt - auf mündlichen Absprachen bestehen, könnte überhaupt nichts von dir eingeklagt werde - das wäre generell nur mit einem "Titel" möglich.

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Wenn es einen Unterhaltstitel (Urteil) gibt, kannst du nicht einfach das Geld anderswo hin leiten. Den Unterhalt schuldest du dann trotzdem

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Die Kindesmutterfordert Unterhalt für einen Zeitraum in der Vergangenheit. Für die Vergangenheit kann man aber nur unter zwei Bedingungen Unterhalt nachfordern:

Entweder, wenn ein Titel über den Unterhalt vorliegt. Das wurde hier bereits angesprochen, Du hast Dich dazu aber nicht geäußert.

Oder, wenn Du damals - also spätestens bis Ende des Monats, um den es geht - nachweislich aufgefordert bzw. gemahnt wurdest, den fälligen Monatsbetrag zu zahlen. Erfolgte eine solche Aufforderung nur mündlich, kann die KM das wohl nicht nachweisen, und Du bist fein raus.

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Wenn die Absprache mit dem Kindergeld gänzlich mündlich getroffen wurde kannst du beruhigt sein.

Sollte eine schriftliche Forderung bestehen von einer gewissen Summe pro Monat, die auch rechtswirksam ist, dann wirst du das wohl oder übel nachzahlen müssen.

In jedem Fall sollte man solcherlei Absprachen immer "quittieren" oder unterzeichnen lassen vom "Vertragspartner".

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Wenn Du die 250 € zahlen kannst, dann mach das. Der Betrag ist den Aufwand und das Risiko nicht wert.

Und lerne: in Zukunft mit der KM nur noch schriftlich. 

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Mit einer Ex-Frau niemals mündliche Absprachen machen. Frauen fühlen sich ganz gerne mal im Recht, besonders wenn es um das Geld des Mannes geht und Anwaltskosten haben sie auch nicht wirklich zu befürchten.

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in  der  KITA  muss  ein  doppel  der Quittung vorhanden  sein....  Oder die  Buchung  steht   auf  Deinem  Kontoauszug.  Irgendein schriftliches  Beweisstück  ist  mit  Sicherheit  vorhanden

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Kommentar von brennspiritus
06.01.2016, 08:44

Und? Das entbindet ihn nicht vom Unterhalt

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Kommentar von cheerpoint
06.01.2016, 08:48

die quittung hab ich ja bzw. den überweisungsbeleg. aber bei wort gegen wort ziehe ich den kürzeren?

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Bezahl lieber, deine Chancen sind schlecht, wenn du nicht einen Haufen Zeugen bringen kannst, die deine Absprache mit der KM bezeugen können.

Lerne für die Zukunft, nur noch alles schriftlich.

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