Unterhalt für 12-jähriges Kind

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11 Antworten

Die Kosten für den Umgang mit dem Kind sind bei der Berechnung des Unterhaltes bereits berücksichtigt in Form der Anrechnung des hälftigen Kindergeldes.

Das Kindergeld steht beiden Eltern für die Versorgung des Kindes zu.
Es wird deshalb an den betreuenden Elternteil in voller Höhe (184 Euro) ausgezahlt und dem unterhaltspflichtigen (und umgangsberechtigten) Elternteil angerechnet:

  • Die Höhe des Unterhaltes ist abhängig vom Alter des Kindes und vom bereinigten Nettoeinkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils und orientiert sich an der "Düsseldorfer Tabelle".
    Vom ausgewiesenen "Tabellenbetrag" wird das halbe Kindergeld (184/2 = 92 Euro) abgezogen, so ergibt sich der "Zahlbetrag", den der Unterhaltspflichtige für das Kind zu entrichten hat.

Dem Unterhaltspflichtigen stehen somit 1104 Euro pro Jahr (12 x 92) zur Verfügung (bzw. werden ihm angerechnet), u.a. um davon die Umgangskosten (Fahrtkosten, Verpflegung, Reise...) zu bestreiten.
Deshalb muss der Unterhalt auch in voller Höhe gezahlt werden, wenn das Kind regelmäßig Wochenenden sowie die Hälfte der Ferien/ Feiertage... mit dem Unterhaltspflichtigen verbringt.

Sie bekommt auch das gesamte Kindergeld.

Das Kindergeld ist zur Hälfte auf den Bedarf anzurechnen. Und reduziert somit den Unterhalt. In der Düsseldorfer Tabelle http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_tabelle/Tabelle-2013/index.php stehen ganz oben die Beträge ohne Anrechung und ein paar Seiten weiter unten die Beträge mit Anrechnung.

364 € ist eigenlich der Betrag für unter 12 jährige ohne Anrechnung. Bei 12-17 wäre der Mindestunterhalt 337€.

Wird es gesetzlich anerkannt, dass wir auch Kosten haben und somit nicht das volle Unterhaltsgeld an die Frau zahlen müssen?

Normale Besuche und Ferienaufenthalte sind in den Sätzen bereits eingerechnet, das heißt Sie reduzieren den Bedarf nicht.

Kindesunterhalt ist laut Duesseldorfer Tabelle zu zahlen, bei diesem Betrag ist das haelftige Kindergeld bereits beruecksichtigt und abgezogen, das dem Vater zusteht. Nur wenn der Vater unter einen Selbstbehalt von 1000 Euro faellt, kommt es zur Mangelberechnung.

364 Euro ist der unterste Mindestunterhalt fuer 6 - 11 Jaehrige Kinder, ab 12 Jahren muesste er eigentlich bereits 426 Euro zahlen. Die Kosten fuer die Besuchszeit (Nahrung und Ausfluege) hat der Elternteil zu tragen, bei dem das Kind zu Besuch ist, die Mutter muss sich daran nicht beteiligen (obwohl sie das in eurem Fall ja bereits indirekt tut, da ja der Mindestunterhalt nicht mal geleistet wird). Die Mutter hat aber fuer die Besuchszeit Kleidung mitzugeben. Im Gegenzug muss der Vater sich in der Regel nicht an Sonderaufwendungen beteiligen, wie Schulfahrten oder Betreuungskosten, das ist mit dem Unterhalt abgegolten.

Nur wenn es eine haelftige Betreuung gibt (2 Wochen hier, 2 Wochen dort), dann kann der Unterhalt gekuerzt oder halbiert werden. Meistens sind sich die Eltern da aber auch sehr einig und einigen sich auch auf einen Unterhaltsbetrag.

Ich will das jetzt nicht werten, so sieht es derzeit die Rechtsprechung.

364 Euro ist der unterste Mindestunterhalt fuer 6 - 11 Jaehrige Kinder, ab 12 Jahren muesste er eigentlich bereits 426 Euro zahlen. 

Dies ist der "Tabellenbetrag" laut Düsseldorfer Tabelle.
Davon ist das hälftige Kindergeld abzuziehen, so dass sich für ein 12-jähriges Kind ein "Zahlbetrag" von mindestens 334 Euro ergibt....

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Sorry, das mit dem Mindestunterhalt nehme ich zurueck, bin in die falsche DuesseldorferTabelle gerutscht, wo das Kindergeld noch nicht abgezogen war, der Mindestunterhalt fuer 12 jaehrige waere daher 334 Euro.

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In dieser Situation muss er den vollen Unterhalt zahlen. Das halbe Kindergeld wird auf den Unterhalt angerechnet. Wenn jeder das Kind die halbe Zeit im Jahr betreut (Wechselmodell), ist i.d.R. kein Unterhalt für das Kind zu zahlen.

Natürlich wird das nicht zum Unterhalt dazu gerechnet!! Ich finde es schrecklich wie die Menschen sich versuchen um die Unterhaltskosten für ihre eigenen Kinder zu drücken. Das ihr in Urlaub mit dem Kind fahrt ist eure Sache, das Kind lebt ja scheinbar bei der Mutter, demnach kannst du froh sein das sie dem Urlaub zustimmt. Wir reden hier über ein paar Euro die ihr sparen würdet und das auf kosten seines Kindes...

Die Unterhaltsverpflichtung ergibt sich aus dem Einkommen deines Freundes.Schau doch bitte mal in die Düsseldorfer Tabelle und du wirst erkennen,dass 364 € nicht sehr viel ist um ein zwölfjähriges Kind groß zu ziehen.Das ihr keine Unterstützung bekommt ist wohl selbstverständlich da der Unterhalt nur der Person zusteht wo das Kind auch lebt.

Und fahren auch auf unsere Kosten 1 Woche mit ihr in den Urlaub. Auch für die Ausflüge, die wir mit ihr machen bekommen wir keine Unterstützung von ihrer Mutter.

Unterstützt ihr denn die Mutter in der restlichen Zeit wenn diese Ausflüge und Unternehmungen mit dem Kind macht ?

Vorstellungen haben manche^^

Ja, das tun wir.

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nein , dein Freund muß trotzdem den kompletten Unterhalt zahlen..........alles was ihr mit dem Mädchen unternehmt ist euer Privatvergnügen , da muß die Mutter sich nicht dran beteiligen...

dein Freund hat ein Kind und somit auch die Verantwortung. Möchtest du das Geld lieber für dich haben? Das klingt so, als ob du dem Kind das Geld nicht gönnst. Ist doch normal, daß der Vater für die Kosten eines gemeinsamen Urlaubs aufkommt. Wenn dir das nicht passt, mußt du dir einen Freund ohne Kind suchen

Ich weiss ja nicht, woher du dir das Recht nimmst zu urteilen!? Das war lediglich eine Frage über Recht.

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Ihr könnt doch von der zu zahlenden Summe das halbe Kindergeld abziehen, es sei denn, das wurde bereits berücksichtigt. Ansonsten bleiben Kosten für Ausflüge und Urlaub an euch hängen, da führt kein Weg dran vorbei.

Aus welchem Märchenbuch hast Du denn diese Version?

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Wer zahlt denn das Kindergeld? Nicht der Vater sondern das Arbeitsamt und das Kindergeld bekommt die Mutter als Erziehungsberechtigte. Was der Vater bezahlkt ist der Unterhalt,d as ist etwas ganz anderes.

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@YK1972

Ja, das ist im Prinzip so richtig, dem Vater steht das halbe Kindergeld zu. Allerdings ist das in den Summen, die Duesseldorfer Tabelle nennt, bereits in Abzug gebracht, die Duesseldorfer Tabelle weist die bereinigten Summen aus, das haelftige Kindergeld ist dabei schon abgezogen und kann daher natuerlich spaeter nicht nochmals vom Unterhalt abgezogen werden.

Bzw. es gibt eine Tabelle mit und eine Tabelle ohne Beruecksichtigung des haeltigen Kindergeldes aber die festgelegte Zahlsumme ist dann immer mit Beruecksichtigung.

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@BerndStephanny

Die Kindergeldkasse zahlt das Kindergeld in voller Höhe an den betreuenden Elternteil aus.
Dem Umgangsberechtigten wird es bei der Unterhaltsberechnung zur Hälfte angerechnet, so dass er 92 Euro weniger zahlt als den Betrag, der dem "Bedarf" des Kindes entspricht.....

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Nein, aber die Regelung darüber, dass der Kindsvater das Kind jedes 2. Wochenende sehen darf, wurde vom Familiengericht festgelegt. Wenn Du natürlich nichts mit einem fremden Kind anfangen möchtest, oder es nur haben möchgtest, wenn er weniger an seine Ex bezahlen muss, dann bleib halt zuhause und mach gar nix. Die 364 € bezahlt er ja aus seiner Tasche und vermutlich beteiligst Du Dich nicht daran. Der Betrag wird ihm beim Jahresausgleich angerechnet. Im Übrigen verliert er dadurch nicht die persönliche Bindung an sein Kind, also ist der Kontakt wichtig.

Das Familiengericht hat gar nichts beschlossen. Hab ich auch nicht geschrieben! Er besucht die Kleine zusätzlich noch 1-2 Mal die Woche. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich die Kleine nicht mag, wir unternehmen auch was ohne den Vater zusammen. Immer diese Beschuldigungen... Schrecklich!!!

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@Legobaustein

Das brauchst Du auch nicht zu schreiben, weil Familiengerichte das in der Regel beschließen, bzw der Unterhalt vom Gericht festgelegt wird. Du hast auch nicht gesagt, dass Du die Kleine nicht magst. Hat sich aber durchaus so gelesen. Nach dem Motto: Ausgaben für das Kind, Kürzung des Unterhalts und auf wessen koste? Auf des Kindes Kosten. Niemand hat jemand beschuldigt

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Der Betrag wird ihm beim Jahresausgleich angerechnet.

... da war wohl der Wunsch Vater des Gedanken!

Unterhaltsleistungen werden nicht angerechnet, solange (noch) eine Unterhaltspflicht nach geltendem Unterhaltsrecht besteht....

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