Unterhalt an wenn geht es?

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5 Antworten

Ja, das nennt sich Beistandschaft. Du zahlst an das Jugendamt und die leiten es an die Mutter weiter. Das Jugendamt wird auch regelmäßig (alle 2 Jahre) eine neue Einkommensauskunft bei dir einholen und den Unterhalt entsprechend neu berechnen.

Toddi1408 15.04.2016, 21:25

super, ich Dank dir. erstmal abwarten was der Test ergibt.

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Wenn Du der Vater sein solltest, wird anhand deiner Lohnabrechnungen geschaut, ob du überhaupt Zahlungsfähig bist. Solltest du es nicht sein, tritt erst mal das Jugendamt in Kraft und übernimmt die Leitungen bis zu einem bestimmten Alter.

Bei deinem Lohn wird aber noch der Weg zur Arbeit berücksichtigt, also was du zum Beispiel an Benzin Kosten hast und dergleichen.

Bist du Zahlungsfähig geht´s an die Mutter.

Toddi1408 15.04.2016, 07:06

Zahlungsfähig bin ich. Werde aber demnächst den Job wechseln und dort erstmal, weniger haben. Da ich im sales tätig bin uns bleibe, habe ich ein Festgehalt sowie Provision. Das letztere kann ich nicht als Maßstab nehmen, da diese variabel, beim jetzigen und beim neuen Job sein wird. ergo, ich müsste den Unterhalt nach dem Einkommen in dem jeweiligen Monat berechnen. bekomme ich viel, kann ich viel geben, bekomme ich wenig, kann ich leider nur wenig geben. Ich denke aber,dass ich das mit der Mutter dann ausmachen muss und das ganze monatlich belegen werde z.b. Durch Fotokopie der Abrechnungen oder irgendwie so.

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Susanne464 15.04.2016, 07:09
@Toddi1408

Es wird leider der Durchschnitt berechnet was du die letzten 12 Monate verdient hast und dann eben irgend wann wieder neu berechnet. Unterhaltszahlungen sind jedenfalls nicht wenig, umso älter das Kind wird umso teurer wird die Sache.

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Toddi1408 15.04.2016, 07:15

Glaub ich. Also muss ich mehr provi machen um mein Lebensstil beizuhalten. hab ich den wenigstens steuerliche Vorteile oder Ernte ich finanziell alles schlechte? wie sieht es aus, wenn ich mit ihr dieses Wechselmodell mache? sprich dass wir beide gleich viel das Kids sehen und es eine Woche bei mir und eine bei ihrer Mutter ist? ( geht natürlich nicht am Anfang)

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Susanne464 15.04.2016, 07:18
@Toddi1408

So hatte ich es damals mit meinem Ex allerdings war die Tochter 7 Jahre alt. Da hat niemand unterhalt gezahlt, aber weil es nicht eingeklagt wurde . So wie ich weis, kann man nicht darauf verzichten weil es zum Wohle des Kindes gilt.

Aber so genau weis ich es jetzt leider auch nicht.

Ich muss nur sagen, dass ich manche Unterhaltssummen überzogen finde.

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Toddi1408 15.04.2016, 07:29

objektiv gesehen, hat man ja dann geteilte Kindeskosten. Klar um Anschaffung zu leisten wie anziehsachen, schulsachen usw. Muss man es dann fair teilen. versteh mich nicht falsch, wenn es meine Tochter ist,will ich das Beste für sie. Ich glaube aber nicht dass die Mutter das beste ist. Sie hat noch nie gearbeitet und keine Ausbildung abgeschlossen, sowie keine vernünftige schulische Ausbildung. Also wird sie früher oder später, wie es Familientradition ist, auf Kosten anderer Leben mit dem Bewusstsein, dass das vollkommen inordnung ist. Deswegen werde ich zumindest, dafür sorgen, dass dieses teilzeitmodell funktioniert oder sogar versuchen das Kind komplett zu mir zu holen.

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Wesentlich ist noch zu wissen für Dich dass der hauptsächlich fürsorgetätigen Person - der Mutter in der Regel - bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes ebenfalls Unterhalt zusteht. Danach ist sie tatsächlich verpflichtet eine Vollzeitarbeitsstelle anzunehmen. 

Du kannst Dich diesbezüglich auch online reichlich belesen. Ich würde als Suchabfrage nehmen

unterhaltspflicht baby

Einfach noch mal um vor allen Dingen menuetts heute kurz gehaltene Antwort zu verdeutlichen. 

Das Recht unterscheidet also:

Gegenüber dem unterhaltsberechtigten Kind hast Du einen Selbstbehalt von 1080,-, gegenüber der unterhaltsberechtigten Mutter 1.300,- . Solltest Du also rein theoretisch 1.500,- verdienen würdest Du erst den in der Düsseldorfer Tabelle genannten Unterhaltsanspruch des Kindes an das Jugendamt abführen. Der Betrag der dann noch bis 1.300,- übrig bleibt ist an die Mutter zu zahlen. Vorausgesetzt sie hat entsprechend Anspruch .

Einen Tipp möchte ich Dir noch geben:

Führe ein Tagebuch über dieses Thema. Dazu mag zu Beginn - bis zur Klärung der tatsächlichen Vaterschaft - ein billiger Ordner reichen. Hier kannst Du dann Deine eigenen Gedanken und Gefühle festhalten im Hier und Jetzt aber auch Dokumente und Schriftverkehr abheften 

Sollte es nicht Dein Kind sein so hast Du dank dieses Ordners eine ständige Erinnerung die womöglich vor Wiederholung schützen kann. Weiter kann es durchaus sein dass das Kind so in zwei Jahrzehnten gerne mal auch Dich befragen würde. Es kann ja Nichts für seine Mutter. Unter Umständen lernst Du dann einen wertvollen jungen Menschen kennen der Fehler der Eltern auf keinen Fall wiederholen möchte. So dient Deine jetzige Erfahrung einem sinnvollen Zweck - wenn Du mich fragst.

Ist es Dein Kind hat kein Mensch eine Ahnung wie sich das Dir zustehende Besuchsrecht gestalten wird. Oft werden Machtkämpfe auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Seltenst von den unterhaltspflichtigen Vätern ausgehen. Kinder werden aber älter und sind nicht dumm. Dank eines solchen Tagebuches kannst Du ihnen helfen sich eine eigene Meinung zu bilden. 

Toddi1408 16.04.2016, 18:24

definiere Anspruch der Mutter? Sie macht eine schulische Ausbildung und ihre Eltern sind somit auch noch unterhaltspflichtig für sie. Wohnen tut sie mit ihrer Tochter bei der Mutter,also zahlt sie keine Miete und hatte vorher auch keinen Job in dem sie Geld verdient hat. soviel ich weiß, will sie ihre Ausbildung zusende machen und das schnellstmöglich. Sobald sie wieder der Ausbildung nachgeht, kann ich doch nicht mehr für sie Unterhaltspflichtig sein. Ich kann doch nichts dafür, dass sie da kein Geld bekommt.

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autmsen 17.04.2016, 00:41
@Toddi1408

Ich will mich jetzt nicht festlegen aber so weit ich erinnere hat die Mutter einen Mutterschafts-Unterhaltsanspruch der vor ihrem Anspruch auf Unterhalt gegenüber den Eltern definiert ist. 

Was sie plant und vorhat steht in den Sternen. Denn solche Themen beziehen sich auf ein ungeborenes Morgen. 

Was zählt ist das Heute. 

Anders ausgedrückt: Ab dem Tag an dem sie wieder eigenes Geld verdient verfällt selbstverständlich dieser ihr Anspruch Dir gegenüber auch wenn das Kind das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. 

Frage mich jetzt bitte nicht nach dem Mutterschutz. Ich müsste selbst erst nachlesen. 

Und auch wenn mir fast die Augen zufallen, also mein Gehirn Richtung Sparflamme runterfährt, bin ich ziemlich sicher dass ihr Anspruch Dir gegenüber unabhängig von ihrem bisherigen Einkommen bzw. Nichteinkommen ist. 

Wenn ich recht erinnere geht mindestens eine Anwaltsseite auf einen vergleichbaren Fall detailliert ein. 

Die väterliche Unterhaltspflicht gegenüber der Mutter wird mit dem Wohl des Kindes begründet. Anders ausgedrückt: Mit seinem kleinkindlichen und existentiellen Bedürfnis nach mehr Fürsorge als "neben" einem Berufsalltag geleistet werden kann. 

Im Umkehrschluss geht es hier also nicht um eine geschlechtliche Bevorzugung. Denn sollte der Vater des Kindes die regelmäßige Sorge übernehmen ist die Mutter dem Vater gegenüber im gleichen Rahmen unterhaltspflichtig. Immer so weit fähig. 

Sinnvoll erscheint also - um eigene Gedankengänge noch festzuhalten - sie bestmöglich bei der Verwirklichung ihrer Wünsche zu unterstützen. 

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Wenn die Mutter UVG beantragt hat, dann mußt du ans Jugendamt zahlen.

Dafür bekommst Du aber einen Brief mit den Daten vom Jugendamt.

Der Unterhalt steht der Mutter direkt zu, es ist an sie zu zahlen, abgesehen von obiger Ausnahme.

Wenn die Mutter des Kindes Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragt hat (oder auch anderweitig Leistungen vom Amt wie H4 bezieht), MUSST du das Geld ans Jugendamt überweisen. (Bei H4 wird der Unterhalt  ja mit zur Deckung des Bedarfs verrechnet.) Unterhaltsvorschuss kann die Mutter höchstens für 6 Jahre beziehen. Wie es dann weiter geht, hängt eben auch davon ab, ob sie noch weiter staatliche Unterstützung bekommt. Wenn sie ihren Lebensunterhalt aus eigener Arbeit bestreitet und ohne staatliche Unterstützung auskäme, müsste der UH an die KM gehen. 

Mit den Lohnabrechnungen prüft das Amt deine Zahlungsfähigkeit. Der Freibetrag für Arbeitende liegt bei monatlich 1080€. Alles darüber hinaus kann für  UH  verwendet werden. LG 

Toddi1408 15.04.2016, 07:11

Danke für die Antwort. Für dich als Info, der Freibetrag liegt bei 1300 Euro laut der Liste von Jugendamt. Allerdings werde ich bestimmt keine 1500 Euro an Sie zahlen müssen.

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Menuett 16.04.2016, 12:48
@Toddi1408

Nein, der Freibetrag liegt bei 1080€.

Du bist der Mutter ebenfalls Unterhalt bis zum dritten Geburstag des Kindes schuldig.

Das sind mindestens die Kosten von Hartz 4, höchstens aber dem Gehalt, dass sie vor der Geburt bezogen hat.

Für die Mutter liegt Dein Selbstbehalt bei 1300€.

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Toddi1408 16.04.2016, 18:14

Und wenn sie vorher kein Geld verdient hat und auch kein hartz IV bekommen hat? verstehe nicht warum ich auch noch sie bezahlen soll, sie wohnt bei ihrer Mutter und hatte vorher,wegen der schulischen Ausbildung auch kein Lohn bekommen.

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Menuett 16.04.2016, 18:28
@Toddi1408

Dann bekommt sie Unterhalt in Höhe von ALG2.

Weil der Vater eines unehelichen Kindes der Mutter zu Unterhalt in den ersten drei Jahren verpflichtet ist. Das ist die gesetzliche Regelung.

Warum sollte nur sie die Nachteile allein tragen?

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