Unterhalt / Bafög für Zweitausbildung

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1 Antwort

Dein vater verdient zuviel, um baföG beantragen zu können. Also bekommst du auch kein BaföG! Dein vater wiederum muss mit hoher Wahrscheinlichkeit deine zweitausbildung nicht finanziell unterstützen. Eventuell kannst du Geld von der berufsgenossenschaft wg. Berunfsunfähigkeit bekommen. Aber wie die auf einen Studienwunsch reagieren, weiß ich auch nicht.

Mein Vater ist zwar verpflichtet mir nur eine Ausbildung zu finanzieren, aber wenn ich nicht in diesem Bereich arbeiten kann ist er doch verpflichtet weiterhin zu zahlen? Bin da diesbezüglich auf Ausnahmen gestoßen:

,,Jedoch gibt es in der Rechtsprechung auch anerkannte Fallgruppen, die eine Ausnahme von der Grundregel zulassen.

So besteht der Ausbildungsanspruch nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dann weiter, wenn:

1.** der Beruf aus gesundheitlichen oder sonstigen bei Ausbildungsbeginn nicht vorhersehbaren Gründen nicht ausgeübt werden kann, ** 2. das Kind von den Eltern in die falsche Ausbildung gedrängt wurde oder die Ausbildung nur auf Bitten der Eltern abgeschlossen worden ist,

  1. die erste Ausbildung auf einer deutlichen Fehleinschätzung der Begabung des Kindes beruhte,

  2. die weitere Ausbildung zweifelsfrei als eine bloße in engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang stehende Weiterbildung zu dem bisherigen Ausbildungsweg anzusehen ist.''

Also habe ich doch Anspruch?Sonst wäre ja meine Ausbildung gefährdet.Wenn er zuviel verdient, muss er mir ja Unterhalt zahlen, bzw. das Bafög Amt holt sich das von ihm zurück.Ich habe Anspruch auf Ausbildungsförderung / Unterhalt für mind. 3 Jahre Ausbildung.. da ich aber nur 2 Jahre gelernt habe, ist mein Anspruch ja nicht erloschen?! Außerdem war es so, dass meine Großeltern damals die Schulkosten tragen mussten, weil mein Vater diese nicht finanzieren wollte. Ansonsten weiß ich auch nicht weiter...

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@Elfenseele

Vorab grundsätzlich: Diskutier das auch ruhig mit dem BaföG-Amt! Ich habe in der Hinsicht eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht. In der regel helfen die einem doch gerne weiter!

An BaföG mag ich wiederum bei dir nicht so ganz glauben, weil eben erstmla Daddy dir gegenüber unterhaltsverpflichtet ist.

Nach dem BGH-Urteil, das du gefunden hast, wäre Daddy vermutlich doch noch unterhaltsverpflichtet. Aber zum einen musst du dann deine Berufsunfähigkeit nicht nur behaupten, sondern gutachterlich auch belastbar beweisen. Und dann käme eben auch noch die Berufsgenossenschaft als Kostenträger für Umschulungen/Studium in betracht...Dafür zahlen die Arbeitgeber da ja Beiträge!

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