Unter welcher psychischen Krankheit leidet jemand, der "krank" bleiben will?

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12 Antworten

Mhm, vielleicht redest du dir das nur ein. Gerade wenn man depressiv ist, dann will man bestimmte Dinge nicht einsehen/wahrhaben.

Ich kenne dein Problem etwas, hatte es aber nie in dem Ausmaß. Bei mir war es so, dass ich mich manchmal in die Depression geflüchtet habe. Wenn ich depressiv war, dann wollte ich manchmal depressiv sein und habe mir erst recht dann depressive Lieder angehört etc.. In diesem Moment wollte ich nichts daran ändern - dachte ich. Wenn ich dann nicht depressiv war, dann hing es mir bisschen zum Hals raus, die Depression.

Auch nehme ich die Depression gerne als Ausrede dafür, dass ich etwas nicht machen kann etc.

Vielleicht willst du auch diese "Ausrede" und diesen "Schutz" haben. Vielleicht hast du nur Angst davor, dieses Problem anzupacken und hast Angst davor, wie es ist, wenn du dann gesund bist. Vielleicht wünscht du dir innerlich auch einfach in eine Klinik / Psychiatrie zu kommen und dort zu bleiben. Ich wollte i-wo aufgehoben sein und hatte Angst davor ein eigenständiges Leben zu führen.

Es kann gut sein, dass du doch Angst hast. Der Verstand und die Psyche sind so komplex, dass man manchmal gar nicht sagen kann, ob man jetzt Angst hat oder nicht oder ob man sich etwas einredet.

Ich bin der Überzeugung, dass niemand wirklich unglücklich sein will!

Ich hoffe, ich konnte helfen :)

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Das ist eine Frage, auf welche es keine einfache Antwort gibt.

Man muss unterscheiden, ob jemand unbewusst oder bewusst krank bleiben will. Bei vielen psychischen Erkrankungen leidet der Patient enorm und will unbedingt gesund werden. Andererseits hat er (oft bei längerer Krankheitsdauer) unbewusst das Verlangen krank zu bleiben bzw. angst davor gesund zu werden.

Dies ist ein Abwehr- und Schutzmeachansismus des Unterbewusstseins. Es hat Angst in der Welt draussen zu versagen und nicht zu genügen. Es ist somit eine präventive Reaktion um nicht entäuscht zu werden. Von dieser Überzeugung ist vor allem Freud ausgegangen und die Psychoanalyse geht noch heute davon aus.

Wenn jemand hingegen bewusst krank bleiben will hat dies mehr mit Selbsthass und Masochismus zu tun.

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Ich gehe jetzt nur mal auf den Begriff ein: Da du eben eine sehr introvertierte Lebensweise und andere Gedankengänge wie "normal" darstellst, trifft das schlicht und einfach auf einen Soziopathen zu. 

Aber du müsstest dich schon wirklich viel genauer analysieren lassen, um eine zu 100% richtige Bezeichnung zu "erhalten".

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Kommentar von Eiterkruste
14.09.2016, 23:28

Übrigens: Die meisten Menschen mit so einer Denkweise werden sich erst nach einer Ewigkeit bewusst, wie traurig ihr Leben ist, da die Meisten wirklich alles an diesen Lebensstil anpassen (Filme, Musik, 'Hobbys', etc.). Dann wechseln Sie all diese Dinge durch fröhliche, stimmige Dinge aus und verändern sich meist komplett in ein positives Individuum mit mehr Inhalt und Sinn in ihrem Leben.

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Warst du denn schon immer so? Bzw wie warst du früher?

Je nachdem könnte es erklären,dass du glücklich bist,wenn du unglücklich bist. Da du ja nichts anderes kennst. Bei mir ist es ähnlich,nur das ich Besserung will,sie aber nie bekomme. Und die Vorstellung normal zu werden,schon ziemlich absurd wirkt.
Also,was könnte die Vorstellung von Verbesserung auf dich positiv wirken lassen. Was müsste passieren,dass du glücklich bist,wenn du glücklich bist? Oder kannst du dir das auch gar nicht mehr vorstellen?

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Kommentar von dkjbfdkjbfkjeu
14.09.2016, 22:30

Ich war schon immer so, dass ich das abnormale mochte. Zumindest mehr als gesund ist.

Ich kann mir mich gesund vorstellen, es wirkt aber bedrohlich für mich, ich will irgendwie einfach krank bleiben, hm...

Interessiert mich ob es dafür einen Begriff gibt, dass man gerne unglücklich und unnormal sein will

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Kommentar von FelinasDemons
14.09.2016, 22:34

Okay, das ist verständlich. Wenn du noch nie wirklich glücklich warst,kannst du auch nicht das Bedürfnis danach haben. Immerhin ist es unbekannt und wirkt evtl bedrohlich. Leider weiß ich weder wie das heißt noch wie man es los wird:/

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Das ist vermutlich einfach Hospitalisierung.

Das ist keine Krankheit im herkömmlichen Sinne, sondern ein Effekt, der sich grade bei jungen Menschen einstellt, die lange in einem Krankenhaus waren.

Das liegt dann nicht daran, dass sie gerne krank sein wollen. Ich meine in einer depressiven Episode geht es niemandem gut! Es geht eher um die Pflege und Zuwendung, die die Patienten erhalten.

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Hallo lieber Fragesteller!

Lass mal bitte alle Diagnosen und Lebenstipps hier unten weg... Ich habe eine unglaubliche Erkenntnis für Dich: Seine Krankheit lieben und daran hängen tun alle. Und ich meine wirklich alle. Hätte sie keinen Nutzen, wäre sie extrem einfach zu ändern. Dann könnten sich Klienten sofort davon lösen und neue Drehpunkte annehmen.

Einer der Psychologie-Urgesteine Ernst Boesch (1916 geboren, leider 2014 gestorben) leitete in einem seiner Werke her, dass "leiden" immer zwei Seiten hat: Es ist etwas, worunter man leidet und was dadurch probleme Schafft. Es ist jedoch auch etwas, was man "gut leiden" kann, weil es andere Probleme in den Griff bekommt bzw. an mancher Stelle einen Nutzen birgt. In der Therapie geht es darum, diesen sekundären Krankheitsgewinn zu erarbeiten und Alternativen dafür zu finden. Das klingt leichter gesagt als getan, denn in den meisten Fällen muss der eigentliche Nutzen der Krankheit erst sehr lang erarbeitet werden. Hast Du es mal mit einer psychoanalytischen oder tiefenpsychologischen Therapieform versucht? Das, denke ich, wäre Deine Adresse

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Kommentar von Tigerkater
15.09.2016, 17:22

Es ist schon ganz harter " Tobak " zu behaupten, alle würden ihre Erkrankungen lieben und daran hängen. Ich habe viele Jahre in der Medizin gearbeitet und dabei viele tausend kranke Menschen kennen gelernt. Keiner von diesen liebte seine Krankheit und nahezu alle waren ganz verzweifelt daran interessiert, ihre Krankheit wieder los zu werden !!

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So wie du lebst, kannst du das mit deinem Alltag (Schule, Beruf) gut handhaben? Wie alt bist du? 

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Kommentar von dkjbfdkjbfkjeu
14.09.2016, 22:24

Nein, kann ich nicht. Ich gehe wegen Sozialer Phobie und Depression derzeit nicht zur Schule geschweige denn aus dem Haus.

16 Jahre alt. Schon 4 mal in Kliniken, immer mit Polizei, immer abgehauen. Bald Wohngruppe oder Obhut.

Perfekt.

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Um auf Deine Überschrift zu antworten: man nennt es schlicht Krankheitsgewinn.

So lange der Betroffene einen Gewinn aus der Krankheit erzielt, hat er keinen Grund, gesund sein zu wollen.

Krankheitsgewinn wäre z.B. Aufmerksamkeit, Vertrautes nicht ändern zu müssen usw.

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Möglicherweise ist es das Ergebnis von Vernachlässigung.

Vielleicht ist es Mangel von Zuwendung der Eltern, das Gefühl auch etwas Besonderes zu sein hast du womöglich nicht ausreichend gespürt. Es ist ein Schrei um gehört zu werden und auch besonders und auffällig zu sein, jemand der auch Acht und Anerkennung zugeschrieben bekommt. 

Wie ein Kind das nach einer Abweisung der Eltern alleine spielen geht und dabei sagt: "Ist ja egal wenn ich mich schwer verletze.", um von den Eltern gehört zu werden in der Absicht den Eltern ein schlechtes Gewissen zu machen. Das Kind will somit auch Wahrgenommen werden und hofft darauf sich dabei zu verletzen um Zuneigung von seinen Eltern zu bekommen.

Übertragen auf deine Situation: Du würdest eine psychische Erkrankung hinnehmen um dafür die Aufmerksamkeit und Zuwendung nahe stehender Personen zu bekommen. Du wirst vielleicht sagen, dass es nicht so ist, aber was würde dein Unterbewusstsein sagen?

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Kommentar von dkjbfdkjbfkjeu
14.09.2016, 22:37

Nun mache ich das Erwartete und verneine. Ich bin eher das gegenteil, ich habe kontakt immer abgeblockt zu den eltern und komme gut den ganzen tag alleine aus, habe sogar schon whatsapp und alles deinstalliert, weil ich nicht kommunizieren will

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Ich denke das liegt daran dass du eine andere Art von Leben und Wahrnehmung nicjt mehr kennst und man immer Veränderungen scheut

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Hypochondrie trifft es nicht genau.Mich interessiert die Aussage:Ich mag es depressiv zu sein.Und-wie sieht dein Zusammenbruch aus?

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