Unter welchen Voraussetzungen darf man bei einem Suizidversuch...?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Das ist von Fall zu Fall verschieden.

Eine Einweisung gegen den Patientenwillen erfolgt dann, wenn eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung geben ist - so zumindest mal der allgemeine Grundsatz. Wird also ein Patient ins Krankenhaus eingewiesen, der offensichtlich versuchte sich das Leben zu nehmen, besteht eine solche akute Selbstgefährdung und es folgt, je nach Art des Versuchs, auch eine Einweisung auf eine psychiatrische Station. 

Dort muss nun abgeklärt werden, wie es um die Selbstgefährdung steht und ob eine Entlassung zu verantworten ist oder nicht. Durchaus ein gewichtiger Faktor ist, in welches Umfeld man den Patienten wieder entlässt - wohnt dieser beispielsweise noch in einem intaktem Elternhaus, dann wirkt sich dies positiv auf die Bewertung der Lage aus. 

Ohne die Prüfung dieser Selbstgefährdung geht es aber generell nicht und für diese bedarf es therapeutisches Personal - dies findet man meist auf einer psychiatrischen Station. 

Allerdings kann es auch sein, dass nur ein Gespräch erfolgt und bei drängendem Wunsch, eine direkte Entlassung folgt - allerdings liegt das auch in der Hand des Krankenhauspersonals, ob dies passiert oder nicht. Dies kenne ich allerdings auch nur, nachdem schon eine Überweisung auf eine psychiatrische Station erfolgte - der Aufenthalt dort war nur entsprechend kurz. Manche Krankenhäuser sind relativ schnell mit Entlassungen.

Um eine Begutachtung kommt man jedoch nicht herum, zumindest ist mir kein Fall bekannt, wo dies nicht der Fall gewesen wäre. 

Schwere Frage. Die Variablen sind zahlreich aber darauf spekulieren, dass eine rasche oder gar direkte Entlassung folgt, würde ich nicht.

Liebe Grüße.

Das kommt ganz auf die individuelle Einschätzung der Psychiater an, die beurteilen müssen, ob du akut gefährdet bist oder nicht.

Ich habe kurz vor Weihnachten Tabletten geschluckt, war dann eine Nacht auf der intensiv Station und musste von da aus noch einmal zur Psychiatrie. Vor dort aus durfte ich dann allerdings nach Hause.

FelinasDemons 20.01.2017, 15:51

Musstest du in der Klinik eine Nacht verbringen?

0
depressivekunst 20.01.2017, 16:39

Ich war nicht in der Psychiatrie für eine Nacht, aber auf der intensiv Station. Ich war nur abends in der Psychiatrie und am morgen darauf. Von den Ärzten in der Psychiatrie hätte ich auch am Abend nach Hause gehen können.

0

Also ich kannte mal eine Person (noch sehr jung)die sich mit dem zirkel in den arm gestochen hatte und dachte sie könnte sich so umbringen. Sie ist in die geschlossene Psychiatrie gekommen aufgrund dessen das sie selbstmordabsichten hatte. Es ist mehr der zustand einer person der bestimmt ob man in eine Psychiatrie kommt oder nicht.

Hallo FelinasDemons,

wir kennen uns ja schon :)

Brauchst Du Hilfe?

Jaja, ich weiß, immer alles theoretische Fragen...

LG

Buddhishi

FelinasDemons 18.01.2017, 19:07

Alles gut:) Aber danke für dein Angebot.

1
Buddhishi 18.01.2017, 19:24
@FelinasDemons

Nunja, nach 'alles gut' hört sich Deine Frage nicht an, sondern eher danach, ich sage es mal brutal ehrlich: Wie sende ich einen Hilfeschrei ohne größere Konsequenzen in Kauf nehmen zu müssen? Das wäre so das Prinzip: 'Wasch' mich, aber mach' mich nicht nass!'

Bist Du noch in Therapie? Bitte lasse Dir helfen und riskiere nicht so einen Weg, der mächtig schiefgehen kann! Viele, die einen Suizidversuch überlebt haben, tragen gesundheitliche Schäden davon, die den Rest ihres Lebens bleiben und die sie vorher nicht bedacht haben oder schlicht nicht kannten. Sie wünschten sich, sie hätten sich stattdessen lieber rechtzeitig helfen lassen, um diesen furchtbaren Schritt nicht unternommen zu haben!

3
FelinasDemons 18.01.2017, 22:48

Ja, alles gut war wohl zu übertrieben😅Und ich bin noch in Therapie. Bis jetzt hatte ich zweimal Glück. Und ob das wieder ein Hilfeschrei werden soll, bezweifle ich.

0
Youareme 19.01.2017, 11:54

Also ich würde sagen, dass was ich als selbst das nennen würde, dass sie ein Suizidversuch gehabt, aber genauer kann man das nicht erklären. Das ist meine Meinung dazu.

0
FelinasDemons 20.01.2017, 15:55

Ich weiß selbst nicht genau, was ich mir mit mit diesem "suizidalen Verhalten" erhoffe. Das erste Mal war es ein Hilfeschrei, das zweite Mal, so blöd es klingt, aus Neugier ob ich es denn überhaupt schaffen würde und was das dritte Mal werden soll, weiß ich nicht. (Und ob ich es noch mal so weit kommen lasse, ist auch die Frage.) Das hab ich gemeint.

0
Buddhishi 20.01.2017, 16:05
@FelinasDemons

Schön, dass Du Dich wieder gemeldet hast. Bitte lasse es nicht zu einem weiteren Selbstmordversuch kommen. Wie Du selbst schreibst: zwei Mal hast Du Glück gehabt! Es kann aber auch mal  mit schlimmen Folgen für Dein weiteres Leben ausgehen!

Überhaupt mal eine Frage: Warum denkst Du, wie übrigens so viele andere auch, dass mit einem Selbstmord plötzlich alles besser wäre? Kein Toter ist je zurückgekehrt und hat uns berichten können, wie es 'dort' wirklich ist! Aber immer gehen alle davon aus, dass es besser sein muss und alle Probleme gelöst wären. Das ist eine Annahme, die auch völlig falsch sein könnte.

Wie läuft's mit der Therapie?

LG

2
FelinasDemons 20.01.2017, 16:40
@Buddhishi

Das ich Glück hatte ist mir klar. Es liegt wohl daran, dass ich es nie zu 100% ernst meine. Und das liegt an meiner Religion. Wie du schon geschrieben hast, weiß niemand was danach passiert. Bei uns heißt es, dass man bei Suizid in die Hölle  kommt. Nicht für jeden nachvollziehbar, aber als Gläubiger glaubt man nunmal daran. Da ist mein erbärmliches Leben erträglicher. Denke ich. Und deswegen werde ich nie zu 100% hinter meinem Suizid stehen. Die Wahrscheinlichkeit ist gleich null.

Die Therapie läuft. Dauert halt bis sich was zeigt.

Und Danke für dein Interesse, das weiß ich wirklich zu schätzen:)Ich mache den Leuten immer unnötig Sorgen. Tut mir Leid.

2
Buddhishi 20.01.2017, 16:56
@FelinasDemons

Nein, FelinasDemons, Du machst mir keine unnötigen Sorgen und es braucht Dir nicht leidzutun. Ich denke sogar, dass diese Empfindung, Du würdest anderen Sorgen bereiten, mit zu der Problematik gehört. Es ist nämlich eigentlich etwas völlig Normales, sich um jemanden zu sorgen. Wir sind es in unserer Welt leider nur nicht mehr gewohnt, und es ist bedauerlich, dass so oft so wenig Mitgefühl unter den Menschen ist. Lasse Dir nicht einreden, Du wärest ein 'Sorgenkind'! Du bist DU und Du bist gut wie Du bist. Du bist wertvoll und es fehlt Dir lediglich an etwas in Deinem Leben.

Weißt Du, ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen im Grunde ihres Herzens eigentlich nicht sterben wollen, sondern dieses Leben, in dem sie gerade sind, nicht wollen. Ein anderes Leben fänden sie durchaus lebenswert.

Und das ist ein guter Ansatz: zu schauen, was müßte in meinem Leben anders sein, damit ich glücklich leben kann und was kann ich dazu jetzt oder/und später selbst beitragen. Vielleicht denkst Du mal darüber nach, und liebe Felinas, ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir dann wieder hier schreibst.

Ich umarme Dich und denke an Dich :)

Buddhishi

2

Kann man nicht pauschal sagen, das kommt ganz auf die Person und dessen Umstände an.

FelinasDemons 18.01.2017, 18:44

Kannst du mir dann ein kurzes Beispiel nennen, wo es gehen würde?

0
Utraris 18.01.2017, 18:45
@FelinasDemons

Kenne da jetzt kein konkretes Beispiel, aber ein Suizidversuch ist immer ein Hilfeschrei, der beachtet werden muss.

0
Youareme 18.01.2017, 18:54

Wen man als Kurzschlussreaktion wegen verschmähter Liebe und man einsieht das es dumm war.

0
Utraris 18.01.2017, 18:56
@Youareme

Ich nehme mal an, dass es um dich geht, sei offen und mach dir keine Gedanken, du wirst schon wieder raus kommen, meistens innerhalb von drei Tagen, eher am nächsten Tag

0
Youareme 18.01.2017, 21:35

Kürzester Psychiatrieaufenthalt 10h genau von mir

0
Buddhishi 18.01.2017, 23:08
@Youareme

Ich hoffe, Du bist nicht stolz darauf, dass Du Dir nicht hast helfen lassen!

1
Youareme 19.01.2017, 12:21

Ich war verdamnt stolz darauf genaueres habe ich dir persönlich geschrieben 

0
Buddhishi 19.01.2017, 14:06
@Youareme

Ja, aber die anderen kennen die Hintergründe nicht, und könnten es so auffassen, wie ich es Dir erklärt hatte. Solche 'Ratschläge' sind aus dem Zusammenhang gerissen kontraproduktiv und gehören hier nicht hin! Du hast die Verantwortung für das, was Du schreibst und wenn andere sich, ohne Deine Gründe zu kennen, einer Therapie entziehen, kann das verheerende Folgen haben. Bitte bedenke das künftig.

2

Was möchtest Du wissen?