Unter welchen Umständen steht einem Kind kein Pflichtteil mehr zu, wenn es enterbt wurde?

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3 Antworten

Nein so einfach ist es nicht. Den Erblasser Schaden zugefügt zu haben reicht bei Weitem nicht aus.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_2333.html

Der genau Grund muß beim Pflichtteilsenzug angegeben werden.

Der typsiche erfolgreiche Pflichtteilsenzug wird sich daher auf §2333 Abs 1 Nr. 4. stützen. Das liegt daran, das die Beweislast bei den liegt, der sich auf den Enzug beruft. Und bei §2333 Abs 1 Nr 4 gibt es ein rechtskräftiges Strafurteil, welches die Beweislast abnimmt.

Der §2333 Abs 1 Nr 2. Also ein "eine Verbrechens oder eine schweren vorsätzlichen Vergehen" gegen den Erblasser oder eine nahestehende Person ist in der neuen Fassung eher eine Ergänzung zu Nr 4. Er greift vor allem zetilich eher, d.h. der Enzug ist unmittelbar nach der der Tat selbst möglich. Das Strafurteil kann somit auch nach der Testmentserrichtung oder gar nach den Tod des Erblasser erfolgen. Das Strafurteil ist zwar formal nicht nötig, ohne wäre es aber schwierig.

§2333 Abs 1 Nr 1 also den Erblasser oder einer nahestehenden Person nach den Leben trachten dürfte in der Praxis oft kaum zu beweisen sein.







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Das geht nur in den in §2333 BGB genannten Fällen

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