Unter Leuten fühle ich mich immer angegriffen und möchte provozieren - woran liegt`s?

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3 Antworten

Ich denke die Antwort für dieses Verhalten hast Du Dir schon selbst gegeben:"... Depressionen, Minderwertigkeitskomplexen und einer Borderline Persönlichkeitsstörung leide". Ich denke, Du fühlst Dich vielleicht oft nicht oder zu wenig wahrgenommen, aufgrund deiner Minderwertigkeitskomplexe. Ich denke, deine Reaktion- also dass du so provozieren willst- ist einfach ein "Schrei" nach Aufmerksamkeit. Vielleicht hast Du dich öfters im Leben vernachlässigt gefühlt und willst so zu deiner Aufmerksamkeit gelangen.Den ersten Schritt hast Du schon getan- Du hast es erkannt und dein Problem objektiv bertrachtet geschildert. Das ist ein guter Anfang. Ich denke Du musst Vieles aus deiner Vergangenheit aufarbeiten und tiefer nach den Wurzeln suchen, evtl. auch mit einer Therapie. Du musst Dir vorstellen, dass sich deine ganzen Lasten (also Depressionen, Minderwertigkeitskomlexe,...) wie eine Schicht um dein wirkliches Ich, deine Persönlichkeit legen. Und für andere Menschen ist dieser Mantel zu sehen, evtl. findest Du deshalb keine Freunde. Denn stell Dir vor, Du kennst einen Menschen nicht, damit auch nicht seine Stärken und das, was ihn liebenswürdig macht, sondern nur die missgünstigere, pesssimistischere Version von ihm. Dann würdest Du bestimmt nicht ohne Weiteres mit ihm befreundet sein wollen. Denn man muss ja erst einmal zu Dir durchdringen. Dass Du Aufmerksamkeit (und damit auch Liebe) willst, ist völlig normal. Nur musst Du erkennen, Dich selbst lieben zu lernen, nur dann kannst Du liebevoll mit anderen Menschen umgehen. Das tust Du im Moment nicht und deshalb wirst Du auch aggressiv und missgünstig gegenüber deinem Partner bzw. seinen Freunden. Ich glaube in solchen Momenten ist es gut, wenn Du Dir klar machst, dass dein Verhalten einen Grund hat, betrachte dein Verhalten und das der Anderen "von oben". Frage Dich selbst, was dich genau so sauer macht, reflektiere dein Denken. Und wichtig: verurteile Dich für deine Denkweise nicht, sondern betrachte dich verständnisvoll: Denn genau da beginnt es, Selbstbewusstsein und eigene Wertschätzung aufzubauen. Du musst liebevoll und nachsichtig von Dir selbst denken. Führe ein Buch, indem Du aufschreibst, was Du jeden Tag gut gemacht hast...und das können kleine Banalitäten sein: Du hast gut gekocht, hast deinem Partner ein Lächeln ins Gesicht gezaubert....notiere DIr deine Stärken. Und wenn Dir keine einfallen, bleib dran und über lege trotzdem weiter. Denn JEDER Mensch hat Stärken, Du musst es nur erkennen. Du kannst auch deinen Partner oder Familie fragen. Und dieses Buch liest Du dir immer und immer wieder durch, bis Du es verinnerlichst. Das wird Dir andere Sichtweisen eröffnen. Und wenn Du dich selbst liebst- was ein langer Weg sein wird- werden sich auch all (oder Viele) deiner anderen Probleme lösen. alles Gute!

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Yayax 14.12.2015, 19:32

Wow, danke für deine ausgiebige Antwort. Sehr hilfreich, ich versuche deine Tipps zu beherzigen. Therapie mache ich momentan auch schon :-)

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Vielleicht versuchst du dir Mut zu machen nach dem Motto, Angriff ist die beste Verteidigung. Ist man offensiv aggressiv verschwindet meist das nagende Gefühl der Unsicherheit und Angst.

Es würde sicher helfen, wenn du dir klar machst, dass eine unsichere Situation nichts schlimmes ist.

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Du ruhst nicht in dir selbst. Versuche deine innere Mitte zu finden.

Den Anfang hast du ja schon gemacht, indem du festgestellt hast was dich an dir selbst stört.

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