"Unter den Schwerpunkt treten? Beim Pferd?

4 Antworten

um dir das so beantworten zu können, dass du es verstehst, müsste ich deinen reiterlichen stand und dein reiterliches grundwissen kennen.

so kann ich nur sagen: das pferd richtet sich vermehrt auf. es wird optisch vorn höher, die hinterhand senkt sich  und durch das "runden" im rücken wirkt das pferd optisch kürzer. die hinterhand tritt weit unter den körper.

der schwerpunkt des pferdes liegt natürlicherweise auf der vorhand. mit reitergewicht muss die hinterhand vermehrt last aufnehmen, um rücken und vorderbeine des pferdes zu schonen.

wie man das macht? lass dir von deinem bodenpersonal beibringen, wie man das pferd "von hinten nach vorn" an die hilfen reitet.

rückwärtsrichten ohne zuhilfenahme der zügel ist da eine der ganz guten übungen.

Ganz grob gesagt, liegt der Schwerpunkt des Pferdes etwa unter seinem Sattelgurt und da hin sollte das Hinterbein fußen. Dafür muss es in der Dehnungshaltung sehr weit vor und je mehr sich das Pferd "setzt", also hinten tiefer, vorne höher wird vereinfacht gesprochen, desto weniger weit ist es nach vorne für das Hinterbein.

Wenn Du Dir diesen Sachverhalt skizzieren willst, zeichne eine Linie von ca. 5 cm Länge, die die Rückenlinie des Pferdes darstellt, waagerecht. Davon teilst Du 1 cm ab, weil Du Dir vorstellst, dass da die Gurtlage ist. Läuft das Pferd in Dehnung, muss sein Hinterbein eben die 4 cm von hinten bis zur Gurtlage vor treten.

Zeichnest Du nun eine 4+1 cm Linie im 45 Grad Winkel nach oben (ist jetzt übertrieben, aber geht eben um Veranschaulichung), dann wirst Du unten "am Boden" entlang nur noch 2,8 cm messen von da, wo Du das "Hinterbein" markiert hast bis da, wo die "Gurtlage" ist.

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Stell Dir das Pferd als Rechteck vor - Hinterbeine, Kruppe, Schulter, Vorderbeine. Das Ziel von korrektem Reiten ist nun, das Ganze zu einem ungleichmäßigen Trapez werden zu lassen - die hintere, senkrechte Linie soll diagonal werden und sich nach vorne verschieben. Dieses Bild macht auch deutlich wo man als Reiter ansetzen muss: an der Hinterhand. Das "vorne" ist mit minimaler Unterstützung ein Selbstgänger, wenn Du das Bildchen mal aufmalst siehst Du das super. Das "warum" hat Ponyfliege schon erklärt, das "wie" ist die große Kunst der korrekten Hilfengebung :o)

jepp. da ist die fähigkeit des bodenpersonals gefragt.

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Aus der Kombi von vermehrten, impulsiven Gewichts-, Schenkel- und der durchhaltenen Zügelhilfe (denen immer eine nachgebundene Zügelhilfe folgt). Der Reiter treibt sein Pferd gleichzeitig vorwärts an und hält es zurück. Dadurch "schiebt" er sein Pferd zusammen. Nimmt das Pferd das vermehrt unter den Schwerpunkt schwingenden Hinterbeinen an, fühlt man dies. Es "kommt zurück", sagt meine Reitlehrerin da.

Das Pferd schiebt sich zusammen, arbeitet mehr, ist bei der Sache -> durch halbe Paraden! 


Und ja... Wenn der Reiter sein Pferd richtig reitet und unter Kontrolle (durch halbe Paraden) hat, tritt das Pferd richtig unter.

Übertreten: Seitengänge (Viereck vergrößern, verkleinern,) Sind Übungen dazu das Pferd zu lösen oder eben noch mer Last auf die Hinterbeine aufzunehmen.

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@mxxnlxght

das zuppeln vorn (auch liebevoll halbe parade genant) bringt null nix, wenn vom reiterbein nix kommt. je mehr zuppel, desto mehr ungehalten das pferd.

untertreten macht das pferd ja nicht mit dem kopf. sondern mit den beinen.

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@ponyfliege

Manche verstehen die halben Paraden nicht richtig. Es ist das Zusammenspiel aller Hilfen, nicht allein die Zügelhilfe, das ist klar. Es erfordert Feingefühl. 

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