Unsicherheit in der Kindererziehung, was kann ich dagegen tun?

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6 Antworten

Ich zeige meinen kindern, dass es für sie eine konsequenz hat, wenn sie mir nicht zuhören. Erst werden sie lieb angsprochen, wenns nicht hilft, etwas forscher und dann sage ich ihnen klipp und klar, was sonst droht, wenn sie nicht zuhören... und ziehe das denn auch durch. Allerdings sollte man dies natürlich nur auf dinge beschränken, die einem wichtig ist. Mache dir also vorher gedanken, welche punkte bei dir im vordergrund stehen (z.B. zimmer aufräumen). Denn für jede kleinigkeit würde ich es auch nicht anwenden. Ich habe damit positive erfahrungen gemacht.

Selbstvertrauen gegenüber seinen eigenen Entscheidungen zu lernen ist schwierig aber durchaus machbar und erstrebenswert. Deine eigene Unsicherheit durch festes Vertrauen in Dich selber aufbauen. Es gibt eine menge Bücher zu diesem Thema, guck Dich mal im Internet um, oder geh in eine gut sortierte Bücherrei.

Wie du schon selber geschrieben hast: Werde eindeutig in deinen Anweisungen. Ein "Bitte" setzt voraus, dass die Mädels selber entscheiden können, ob sie deiner Bitte nachkommen oder nicht. Eine Kritik sollte sich immer auf die momentane Situation stützen und nicht in einem verallgemeinerndem Vorwurf ausufern: "Du bist immer so schlampig" ist kontraproduktiv, ein "Ich möchte, dass du jetzt dein Zimmer aufräumst" wesentlich klarer. Bei kleineren Kindern würde ich noch eindeutiger werden und dann sagen "Stell die Bücher in das Regal" "Räum deine Barbies in die Kiste" usw. Diskussionen über die Anweisung werden nicht zugelassen, wenn du dir über die Richtigkeit deiner Forderung klar bist. Im Nachhinein, z.B. abends, oder wenn deiner Anweisung Folge geleistet wurde, kann man immer noch erklären und über den Sinn oder Unsinn diskutieren.

Bei meinem Großen Sohn hatten wir mit sechs, sieben Jahren einen Familienrat eingeführt, den jeder jederzeit anrufen konnte. Das sah dann so aus, dass sich dann bei Bedarf abends alle an einen Tisch (fester Ort, ohne Fernsehen oder anderen Ablenkungen) setzten und dann derjenige, der den Familienrat einberufen hat, sein Problem auf den Tisch brachte. Dann wurde mit allen darüber diskutiert und eine Lösung gefunden.

Ich muss allerdings sagen, dass mir oft auch Fachliteratur weitergeholfen hat, allein schon das Gefühl, mit den Problemen alleine zu sein, versagt zu haben, verschwindet sehr schnell, und viele Tipps sind oft sehr wertvoll. Ich halte mich allerdings nicht akribisch an einen Ratgeber. Wir haben vor Ort eine sehr gute Stadtbücherei, in der ich mir mehrere Bücher ausleihe und dann das, was ich von meinem Bauchgefühl her nachvollziehen kann, auch umsetze.

Mit deiner Intuition hast du - finde ich - nämlich im Prinzip recht. Wenn du dir Fachliteratur reinziehst und an den Ratschlägen und Konzepten zweifelst, wird deine Unsicherheit eher steigen - und deine Kids haben noch mehr "Angriffsfläche"..... Also lese ruhig, aber verwerfe das, was du nicht nachvollziehen kannst. Denn jedes Kind ist anders und jede Lebenssituation ist anders. Also ist Erziehung auch keine Pauschallösung, sonst würdest du bei der Geburt von der Hebamme eine Gebrauchsanweisung für dein Kind bekommen und das wars ;-)

....hallo "Wieselchen", Dein Kommentar ist zwar schon lange abgegeben, aber ich finde ihn, nachdem ich noch nicht allzulange dabei bin und hin und wieder reinschaue ins Geschehen, ausgesprochen hilfreich. Hinzufügen möchte ich, dass jedes Kind seinen eigenen Charakter schon mit in die Wiege gelegt bekam und deshalb jedes Kind anders ist. Deshalb auch keine "Gebrauchsanleitung" von der Hebamme.
Da die Gruppe sozusagen "stark" macht und das ganz natürlich ist, sobald sie herausgefunden haben, dass es bei Mama sozusagen eine "Schwachstelle" gibt, nutzen sie sie. Deshalb sich selbst fragen, wie wichtig mir die Sache ist und weshalb. Kann ich das meinen Kindern mit Nachdruck verdeutlichen und darauf bestehen, ohne wenn und aber, wird es funktionieren.

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Überlege Dir als erstes WAS Du eigentlich willst - wenn Du Dir darin sicher bist wirst Du es auch so rüber bringen können. Kinder merken leider sofort jede Unsicherheit und nutzen dies schamlos aus.grins

Ich denke, amn sollte sich selbst klar machen, welche Ziele man mit der Erziehung verfolgen möchte. Dann kann man versuchen, sie Maßnahmen ud Vorgehensweisen überlege, die daraufhin abzielen und auch dem Nachwuchs einen "roten Faden" erkennen lassen.

Die Tipps, die hier schon stehen sind gut, aber mir haben nur 2 Bücher, die ich mir gekauft habe auch sehr geholfen. Geh mal in die Bibliothek und schmökere da. Gerade als Mama pupertierender Kinder war das für mich sehr hilfreich.

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