unsicheres Gefühl bei Feuerwehreinsätzen. Was kann ich tun?

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7 Antworten

Ich bin in ner Feuerwehr mit gut 10 Einsätzen im jahr und man sitzt halt im Fahrzeug und rückt meist unterbesetzt aus da kommt ein schon die Frage ob man das jetztbhin bekommt oder ob es zu viel wird und dasbgeht bei uns jedem so einfach weil die Erfahrung fehlt und man wirklich selten ein Einsatz hat...

Mein Meldeempfänger hat jetzt schon 6 Monate (bis auf ne Alarmübung) nichts zu melden gehabt.

Ich denke mit 180 Einsätzen im Jahr wirst du schnell etwas "routine" rein bekommen und so blöd es klingt. Hab keine Angst vor dem was da ist du hast im Trupp immer einen Kameraden der im Optimalfall schon ein paar jahre erfahrung habt. Es geht ja um Teamwork wo man sich gegenseitig hilft und ergänzt.

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Hallo,erstmal finde ich es gut, dass du dich überhaupt in der Feuerwehr engagierst.

Ehrlich gesagt, finde ich es gut, dass du ein bisschen an dir selbst zweifelst. Das bewahrt dich davor, etwas unüberlegtes zu tun.

Ich habe als Führungskraft auch schon einige Jungkameraden bei ihren ersten Einsätzen begleitet. Aufgeregt waren alle. Das ist normal, war bei mir auch so.
Deine Zweifel, die dich quälen sind auch nicht schlimm, sondern normal. Auch das du einen Unterschied zwischen San-Absicherung und Feuerwehreinsatz siehst ist normal. Eine Wunde ist meistens nichts, was Dich verletzen könnte, bei einem Feuer sieht das schon anders aus.

Mein Tip wäre: wandel deine Selbstzweifel in Lernen um, lerne und übe. Je sicherer du bei deinen Handlungen bist, desto eher wirst du auch das Bewusstsein erlangen, das schaffe ich!
Und bei uns gibt es für die aufgeregten Neulinge immer den Spruch: Nach dem 150. Einsatz wirst du ruhiger. Und das hat sich inzwischen bei jedem gezeigt.

Dann wünsche ich dir allzeit Gut Wehr und du schaffst das, so wie die anderen 1 Mio Feuerwehrleute in Deutschland.

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Selbstzweifel sind immer gut und angebracht, wenn diese mit dem Selbstwertgefühl harmonieren. Was Du allerdings beschreibst, sind nicht Selbstzweifel, sondern Angst. Auch mit Angst muss man umgehen, aber hier gibt es klare Grenzen.

Ich glaube, das ist nicht der richtige (freiwillige) Job für Dich... Bitte nicht falsch verstehen! Es gibt unzählige "Ersthelfer", aber man(n) darf auch dazu stehen, wenn man(n) das nicht kann. Mich eingeschlossen.

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MauriceDa 06.10.2016, 23:30

Das komische ist, dass ich im Sanitätsdienst und Rettungsdienst- Praktikum überhaupt gar keine Probleme habe. Ich denke es könnte daran liegen, dass die Handgriffe bei der Fw noch nicht so routiniert in der Birne sind wie im San-Dienst, da ich beim San-Dienst schon viel mehr Einsatzerfahrung habe.

Danke für die hilfreiche Antwort! :)

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julius1963 06.10.2016, 23:32
@MauriceDa

Gern! Achte trotzdem immer auf Deine persönlichen Empfindungen (vor allem auch nach solch einem Einsatz). Manche "zerbrechen" daran und das ist nur verständlich.

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Ich denke Dir fehlt es an Routine und Erfahrung. Ausserdem vielleicht Angst davor einen Fehler zu machen. Alles ist vollkommen normal. Man braucht einfach Zeit um sich Routine anzueignen. Gerade in der freiw. FW. Da ist man ja nicht täglich mit neim Einsatz oder Übung beschäftigt. Gib Dir selber Zeit, das wird schon!!

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Tu dir und den Menschen, denen du helfen musst, bitte den Gefallen und höre auf diese Eingebung!

Es gibt vieles bei der Feuerwehr, auch ohne gleich in der Leitstelle zu landen ausschließlich, bei dem du nicht in vorderster Front agieren musst.

Dieser Job ist einer derer, die kompromisslose selbstkritik fordern.

Und dass du es hier postest, zeigt dass du ein ebensolcher verantwortungsvoller Mensch bist und dich nicht selbst überschätzt.

Sprich mit Vorgesetztem, Betriebsrat  oder sonstiger Vertrauensperson.

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kimonina2015 06.10.2016, 23:30

Und jedenfalls bleibt noch der Betriebsarzt und die Sicherheitsfachkraft, und die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastungen vor allem in deinem ganz eigenen Fall.

(Diese Beurteilung ist sowieso verpflichtend für jeden Arbeitgeber und jeden Arbeitsplatz, und macht dich nicht krank, sondern ermittelt ob der psychische druck durch die zu erfüllende Aufgabe  für den jeweiligen Arbeitnehmer zu bewältigen ist. Die Chance liegt darin, handeln zu können, BEVOR etwas ungutes passiert)

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Velodogs 06.10.2016, 23:39
@kimonina2015

Ähem...... : es geht da warscheinlich um eine freiwillige Feuerwehr....

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kimonina2015 20.10.2016, 22:00
@Velodogs

Ja, mag sein freiwillig, aber das ist mir sowas von wurscht, ob der, der mit mir über der Schulter aus einem brennenden Gebäude stolpert, BerufsBrandbekämpfer oder freiwilliger ist. Er trägt nicht nur kg, sondern Verantwortng und hat sich dann genauso das o.g. zu fragen wie die Profis. Nur aus prestigegründen die Stahlstange mal runterzusacken, womöglich mit Plauze und untrainiert, hilft niemandem. Oder?

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MauriceDa 06.10.2016, 23:39

ich glaube, dass ich mich eher unterschätze... :D 

Danke für die Antwort. :)

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vielleicht ist es das neue Umfeld, neue Kollegen, neue Aufgaben, die dich unsicher fühlen lassen. Vielleicht legt es sich mit der Zeit? 

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MauriceDa 06.10.2016, 23:31

ja ich denke du hast recht. 

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Mach dich nicht verrückt.......


Ich hab nach über 25 Jahren Feuerwehr immer noch mal den ein oder anderen Einsatz, bei dem ich vorher Zweifel habe ob ich´s vernünftig hinbekomme.

Als Neuling frisch von der Jugendfeuerwehr ist sowas erst mal bei fast jedem Einsatz völlig normal.

Niemandem wird der Kopf abgerissen, wenn man den Job den man aufgetragen bekommt nicht buchstabengetreu nach der FwDV 1 abarbeitet.

Wenn deine Gruppenführer ansatzweise ihren Job verstehen, werden sie dich in der ersten Zeit sowieso nicht mit schwierigen Aufgaben betrauen....., oder sie stellen dich einfach einem erfahrenen Kameraden an die Seite ( machen wir so ).

Versuche, dich nicht nach vorn zu drängen sondern dich vorzugsweise auf den Platz im Fahrzeug zu setzen, dessen Aufgaben du beherrscht.

Sag was, wenn du bei der Aufgabe die du bekommst unsicher bist.

Wir haben alle mal angefangen und den meisten von uns ist es zu Anfang so gegangen.

Immerhin bist du offensichtlich in einer Wehr, in der du die nötige Routine anhand der Einsatzzahlen wohl in relativ kurzer Zeit bekommen wirst.

Das ist schon mal ein erheblicher Vorteil gegenüber einer Wehr, die vielleicht bloß 20 Einsätze pro Jahr hat.

Wir hatten vor ein paar Monaten einen Einsatz, da hatte ich auch zwei Neulinge die ihren ersten Einsatz hatten auf unserem Staffel-TLF. 

Hat aber richtig gut funktioniert.......( wir waren erstes Fahrzeug...).

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