Unsicher ist die Katze schwanger oder nicht?

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6 Antworten

Geh mit der Katze zum Tierarzt, und zwar so schnell wie möglich, es könnte sein, dass sie "nur" ne Wurmkur braucht und falls sie wirklich trächtig wäre, könnte eine Kastra dagegen helfen, aber das solltest Du unbedingt mit dem Tierarzt besprechen, denn leider schreibst Du nicht, wie alt die Katze ist.

Natürlich ist es erfreulich, dass du dich ihrer angenommen hast und sie aufpäppelst. - Dennoch: Wieso lässt du diese Frage nicht von einem Tierarzt beantworten, und weshalb warst du in all dieser Zeit noch kein einziges Mal da oder hast ihn zu dir nach Hause bestellt, wenn ihre Verfassung derart zu wünschen übrig lässt?! Dann hättest du bereits eine Antwort auf diese Frage, sogar eine verbindliche.

Ferner ist eine Trächtigkeit selbst bei guter Verfassung nicht zu wünschen, denn unkastrierte Katzen bedeuten am Ende Tierquälerei - sowohl für das unkastrierte Tier (der Deckakt ist Schmerz pur, und Tragezeit sowie Aufzucht sind körperlicher + psychischer Stress) als auch für die Katzen in den Tierheimen, denn deren Überfüllung ist die Antwort auf Kastrationsmüdigkeit. Nicht zuletzt deshalb führen immer mehr deutsche Städte eine Kastrationspflicht ein. Wer sich als Katzenbesitzer weigert, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5000 € rechnen, siehe auch http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article12722740/Kastrationspflicht-soll-Katzenplage-eindaemmen.html

In Österreich gibt es mittlerweile sogar eine gesetzliche Kastrationspflicht für Katzen, deren Geldstrafen bei Zuwiderhandlung zwischen 70 und 3750 € liegen, siehe auch http://www.gemeinde-preding.at/data/File/amtstafel/2013/kastrationspflicht.pdf. Dort dürfen Katzen nur dann Junge bekommen, wenn sie aus registrierten Zuchten stammen.

Versetz dich mal in eine Katze, die Käfighaltung im Tierheim über sich ergehen lassen muss: kaum Zuwendung, kein Tageslicht, keine Bewegungsmöglichkeit und ein Alltag, der vor Langeweile nur so strotzt - oft sogar monatelang! Eine(!) Katze ist da schon zuviel. Durch eine Kastration kann man dem gezielt entgegenwirken, da sie ja auch verhindert, dass potentielle Nachkommen bzw. die Nachkommen der Nachkommen sich weiter vermehren. Man bedenke: Eine einzige Katze kann in ihrem Leben ca. 200(!) Junge gebären. In den USA ist es noch schlimmer: Dort werden jährlich 10 Millionen(!) Tierheim-Katzen getötet, darunter auch gesunde Jungtiere! Trauriger Grund: Selbst sie finden kein Zuhause! Indirekt kommt eine Kastration sogar Katzen zugute, die im Tierheim bereits existieren, d. h. wenn sich die Gesamtauswahl durch Kastration verkleinert, suchen Interessenten eher örtliche Tierheime auf. Positiver Effekt: kürzere Tierheim-Aufenthalte! Kastration leistet somit in mehrfacher Hinsicht einen nachhaltigen Beitrag zum Tierschutz.

Auch aus folgenden Gründen ist eine Kastration wichtig:

  • Kastrierte Tiere haben ein kleineres Revier, weshalb sie seltener Kämpfe austragen. Bissverletzungen, bei denen tödlich verlaufende Krankheiten übertragen werden können (z. B. FIV = Katzenaids), sind dann seltener indiziert (es gibt noch keinen Impfstoff).
  • Je kleiner das Revier desto geringer das Verletzungsrisiko im Straßenverkehr und desto geringer das Risiko, dass sie entlaufen.
  • Ebenso verhindert eine Kastration typisches Stressverhalten, das mit Paarungsbereitschaft einhergeht, z. B. ständiges Maunzen, Schreien oder gar Markieren von Wohnungsmobiliar. Wichtig: Zeigt eine Katze bereits dieses Verhalten, stellt es sich nicht gleich nach der Kastration ein, sondern kann aufgrund der Hormonumstellung noch ein paar Wochen anhalten.
  • Kastrierte Tiere sind vielfach anhänglicher und verschmuster, da die Paarungsbereitschaft nicht mehr im Fokus steht.
  • Kastration trägt dazu bei, dass weibliche Katzen keinen Gesäugekrebs und keine lebensgefährlichen Gebärmuttervereiterungen entwickeln. Beide entstehen durch Dauerrolligkeit, d. h. wenn trotz wiederkehrender Paarungsbereitschaft keine Deckung stattfindet. Beim Kater verhindert eine Kastration Hodenkrebs, Hodenhochstand (Kryptorchismus) sowie Prostataerkrankungen.
  • Kastrierte Tiere werden doppelt so alt wie unkastrierte Artgenossen (im Schnitt 9 Jahre älter).

Außerdem hoffe ich, dass du ihr aufgrund dieses Unsicherheitsfaktors noch keinen Freigang gewährt hast und für eine mögliche Trächtigkeit mitverantwortlich sein könntest. Bitte fahr mit ihr zum Tierarzt oder lass ihn kommen, vereinbare gegebenenfalls einen Kastrationstermin und lass sie bis dahin unter keinen Umständen (mehr) raus! Nicht, dass sie trächtig zurückkehrt. Nur das wäre im Sinne des Tierschutzes!

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@Kathy34

Hallo Kathy 34, natürlich war ich mit ihr bei unserem Tierarzt, der hat sich ein Bild von ihr gemacht, hat sie geschoren da sie total verfilzt war, aber von einer Schwangerschaft war keine Rede, wie schon beschrieben sind auch keine weiteren Anzeichen da bis auf den runden Bauch der mir erst seit ein paar Tagen aufgefallen ist, und da ich die Kleine nicht stressen wollte, habe ich sie nur beobachtet und nicht angefasst, da sie das nicht gerne zulässt. Kastration steht natürlich an, sollte aber erst gemacht werden wenn sie sich vom AZ her stabilisiert hat, und sie ist eine Wohnungskatze kein Freigänger

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@Sindy888

Dann hoffe ich mal, dass sich ihr runder Bauch in der Hinsicht als falscher Verdachtsmoment herausstellt ;-)

Stichwort runder Bauch: Kann es sein, dass sie infolge der Aufpäppelung schlichtweg zugenommen hat oder gar einen Blähbauch bekam? Das kann von falscher Futtergabe kommen. Darf ich mal fragen, was du fütterst?

Stichwort Wohnungskatze: Wird sie einzeln gehalten? Dann würde ich ihr einen Artgenossen dazuholen. Begründung: Nur allzu oft mündet Wohnungseinzelhaltung leider irgendwann in Verhaltensstörungen (Tapetekratzen, übermäßige Fellpflege mit kahl geleckten Stellen oder gar Urinieren in der Wohnung usw.) - alles rein kummerbedingt! Eine Zweitkatze, die ihr das Leben versüßt, ist für diesen Fall ein Muss! Nicht raus zu dürfen und einsam in der Wohnung auszuharren, ist schlichtweg grausam. Ein Mensch kann da gar nicht genug entgegenwirken, zeitlich am wenigsten - selbst die spannendste Umgebung und das interessanteste Spielzeug ersetzen keinen Artgenossen! Die Anwesenheit der anderen Katze ist eine Bereicherung, die nicht unterschätzt werden sollte. Dass es womöglich eine zeitlang gut geht, bleibt aussagelos: Manchmal bedarf es einfach Zeit, ehe Missstände unerträglich werden.

Welches Tier als Zweitkatze? Ich würde mich für eine Kätzin entscheiden, denn die Spielsprache, die gleichgeschlechtliche Katzen sprechen, ähnelt einander einfach mehr. Wichtig auch zu wissen: Kätzinnen sind stärker objektorientiert (d. h. mehr interessiert am jeweiligen Spielzeug) als Kater, die ihre Kräfte lieber an Artgenossen messen (weshalb Raufereien wohl immer etwas an der Tagesordnung sind). Hol dir am besten eine, die auch das gleiche Temperament hat wie sie, denn dass Gegensätze sich anziehen, ist ein Irrglaube. Bei Katzen gilt am ehesten "Gleich und Gleich gesellt sich gern.". Welches Alter? Da man Charakterzüge, die zu deiner passen, am ehesten im Erwachsenenalter erkennt, würde ich mich für ein etwa gleichaltriges Tier entscheiden - ein Welpe wäre da buchstäblich die berühmte "Katze im Sack" …!

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Hallo Sindy888,

schön, dass ihr die Katze aufgenommen habt!

Wer weiß, was die Arme hat, wenn sie aus schlechter Haltung kommt. Sie muss ja nicht unbedingt trächtig sein, vielleicht hat sie auch Wasser im Bauch. Das solltet ihr unbedingt beim Tierarzt abklären lassen! Einen anderen Ratschlag kann man dir nicht geben.

Gute Besserung für die Mieze! Finja

stell sie einem tierarzt vor (solltest du sowieso machen) und lass eine evtl. traechtigkeit mit einem ultraschall abklaeren

Gehe am besten zum Tierarzt mit ihr. Gerade auch weil sie aus schlechter Haltung kommt.

Vielen Dank für eure Antworten, leider ist die Katze noch total scheu, das sie sich kaum anfassen lässt, deswegen weiß ich nicht ob ich sie zum Tierarzt bekomme ohne Stress.

Du solltest trotz Stress mit der Katze zum Tierarzt gehen. Evtl. hat die Katze nur zugenommen, oder sie hat Würmer und hier kann nur der Doktor helfen.

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