Unsere Vorfahren....wer ist auch auf der Spur nach seiner Familie?

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Also - bei meiner "Namenslinie" (also bei dem Nachnamen) bin ich derzeit bei Blasius Häuser (toller Name, was? ^^) gelandet, der ca. 1535 geboren ist. Bei anderen Vorfahren bin ich teils weiter. Wolf Rosensprung ist 1495 oder früher (vermutlich aber eher so 1480 oder so) geboren, und dann gibts noch den hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Kachelofen (ca. 1450 geboren).

Okay, Du willst Tips von nem Experten... da biste bei mir richtig ;-)

Mein erster Tip ist, dass Du Deine älteren Verwandten fragst. Frag sie nach Eltern und Großeltern, nach deren Geburtsdatum, Hochzeitsdatum (da hat man aber meist Pech, wer weiß schon das Hochzeitsdatum der Eltern ? ^^) und (gaaaaanz wiiiiichtig!) den zugehörigen Orten. Wenn Du deutsch bist, frag auch, obs von der Oma oder Uroma (ganz nach Deiner Generation ^^) noch einen "Ahnenpass" gibt. Ahnenpässe waren ne schlimme Sache. So konnten Leute im dritten Reich nachweisen, nicht von jüdischen Leuten abzustammen. Aber Ahnenforscher profitieren von der schlimmen Sache heute extrem !!! Wobei ich auch dazu erwähnen muss, diese Ahnenpässe haben oft ganz extreme Datenfehler (bei meinem Opa etwa haben sie statt dem 1773 geborenen Florian Walter den 1775 im selben Ort geborenen Florian Walter - von anderen Eltern! - reingeschrieben), man sollte sie also eher so als "Tip" nehmen und nicht als "unbedingte Wahrheit". Aber falls es so was bei DIr in der Familie gibt - sie sind ne gute "Starthilfe" (Ich hatte Ahnenpässe von 2 Großeltern und von den anderen 2 Kopien alter Urkunden).

Ansonsten kann ich Dir forum.ahnenforschung.net empfehlen. Oder wenn Du jemand "beauftragen willst" können wir uns gern mal unterhalten ;-) (bin nicht teuer ^^ mache aber nur Sachen, wo die Dokument-Scans online zu finden sind - die alte Schrift kann ich super lesen, selbst Sachen ausm 16ten Jahrhundert).

Wenn man mal erfasst hat, was man in der Familie an Daten so erfährt - dann macht man so weiter. Falls man noch nicht im 19ten Jahrhundert "angekommen ist", muss man an Standesämter schreiben. Man schreibt denen, was man weiß, und ob sie die nächste Generation raussuchen. Kostet bissl was aber nicht viel. So in der Region 20-50 EUR normal. Sobald man im 19ten Jahrhundert ankommt, gehts dann an die Kirchenbücher. Die sind bissl schwer lesbar (gibt aber auch kostenlose Online-Kurse in der alten Schrift) aber von vielen Orten sind die Bücher online (kostenlos!) einsehbar. Kommt aber sehr drauf an, um welche Orte es geht. Bei anderen Orten is es nicht kostenlos.

Man kann natürlich etwas wie MyHeritage/Ancestry nutzen (ich rate eher zu MyHeritage, die haben im deutschen Sprachraum meiner Erfahrung nach mehr Daten), aber man muss gewarnt sein - da steht auch viel Quatsch drin. Katastrophal falsche Daten und so. Und so richtig profitiert man erst davon, wenn man "im 19ten Jh. angekommen ist". Davor ist das sinnlos.

DNA-Tests - ja, die gibts auch - aber bevor man nicht zumindest einen Mini-Stammbaum hat, ist das mehr oder weniger Geldverschwendung. Da bezahlste lieber Geld an nen guten Ahnenforscher ^^

Lieber Magic.....was für eine wunderbare und fundierte Antwort....das sind alles ganz neue Dinge,die ich durch Dich in Erfahrung bringe....ich danke Dir ganz ganz herzlich.....wenn ich nicht weiterkomme......ich werde Dich kontaktieren....

Blasius....finde ich wirklich nicht schrecklich....seltsam,aber kein 0815 Name eben...Du bist ja wirklich ein richtiger Fachmann ,was Ahnenforschung betrifft....so was fasziniert mich sehr.....also hab tausend Dank...ich bin überwältigt.....herzlichst Angel

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@Angel1112

Kein Problem - und ich vermute im 16ten Jahrhundert war Blasius sogar ein 0815 Name ;-) Ja, wie gesagt, solltest Du mal an den Punkt kommen wo Du einen Fachmann brauchst - einfach melden!

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@MagicSN

Das mache ich....danke dir nochmals....klar....wenn man zurück blickt auf das 16te Jahrhundert,war dein Name wohl mit Sicherheit ganz oft vertreten.....

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Liebe Abendgrüße an Dich von COSMIA.

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Bei deinen Recherchen vor dem Dreißigjährigen Krieg hast du dann wirklich Glück gehabt, die Kirchenbücher noch zu finden! Das war bei uns der Knackpunkt.

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@Spielwiesen

Ich hatte das Glück, dass Vorfahren von mir aus Abertham und St. Joachimsthal kamen. Abertham hat KB bis 1560 (außer Sterbebücher, die gehen nur bis 1660), und St. Joachimsthal hat zumindest Hochzeitsbücher bis 1531. Aber ich weiß natürlich, daß das total die Ausnahme ist (bei der Linie meiner Mutter sinds meist 100 Jahre weniger ^^).

BTW: Ein Tip: Wenn die Kirchenbücher versagen - probier mal die Grundbücher - zumindest wenn sie verfügbar sind. Bei den Linien wo sie bei mir verfügbar waren, gingen da oft noch 1-2 Generationen mehr (manchmal bis ins 15te Jahrhundert!) Oft war das so etwa: "xxx verkauft sein Haus an seinen Sohn yyy" und bei den Zahlungen waren dann oft seine ganzen Geschwister und oft auch die Ehemänner seiner Schwestern erwähnt ;-)

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Was die Ahnenforschung angeht? Ja, wobei mir vor 20 Jahren Oma und Mutter die Grundzüge der alten Schrift zeigten (inzwischen kann ichs besser lesen als meine Mutter). Bin aber nur Hobby-Ahnenforscher, beruflich mach ich was ganz anderes (Software-Entwicklung als Ingenieur:)). Das mit dem 30jaehrigen Krieg, das ist je nach Ort ganz verschieden. Grad in Böhmen wo viele meiner Vorfahren herkommen sind auch aus dieser Zeit die KB noch da oder allerhöchstens ein „paar Jahre Lücken“. Aber ja, Glück spielt auch ne Rolle (grad bei Joachimsthal gabs auch etliche offene Fragen weil vom ältesten Buch ab 1531 nur die Hochzeiten erhalten sind).

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Guten Morgen Angel, Guten Morgen allen anderen!

Es würde mich schon interessieren, aber es ist sehr viel Aufwand das zurückzuverfolgen, deswegen tue ich es im Moment nur auf einer einzigen Seite und das aus einem anderen Grund. Zu weit zurückgehen würde ich dabei aber nicht wollen - denn im Endeffekt sind es irgendwann nur noch Namen ohne Bild, ohne Charakter. Tatsächlich sind auch auf zwei Seiten bei meinen Großeltern die Geburtsumstände relativ prekär... 3 meiner Großeltern sind tot.

Bei meiner verstorbenen Oma wäre es relativ einfach was herauszufinden. Ich weiß ihren Geburtsnamen und ich weiß den Ort in Ostpreußen wo sie geboren ist - da müsste sich in Kirchenbüchern viel finden lassen, denke ich. Bei ihrem ebenfalls verstorbenen Mann war es schwieriger etwas herauszufinden. Denn der ist nicht freiwillig entstanden, sage ich mal, die Mutter war zu dem Zeitpunkt noch keine 13. Ob ich über den leiblichen Erzeuger, also überhaupt was wissen will..., nun ich weiß ein paar Sachen und ich weiß, das meine Mutter den Namen weiß (war ein "Freund" der Familie). Mein Opa ist bei Adoptiveltern großgeworden - über die weiß ich ehrlich gesagt so gut wie nichts, außer das die recht alt und streng waren - mein Opa hat nicht viel geredet. Die leibliche Mutter hatte aber Jahre später Kontakt zu ihrem Sohn und vor allem auch zu meiner Mutter - auch da weiß sie den Namen, ich nicht - könnte ich fragen, ich weiß nur, dass es keine ganz arme, unbekannte Familie aus Hamburg war - die Familie müsste sich sicherlich in Archiven finden lassen, ebenso wie die des "Freundes der Familie", der soweit ich weiß aus Westfalen war, irgendwann geadelt worden war (also nicht er selber, aber die Familie) - also auch da, gäbe es ganz sicher Aufzeichnungen. Nunja, aber vielleicht versteht ihr ein bisschen, warum mir da auch der Antrieb fehlt, da genauer nachzuforschen - Wer freut sich schon über einen Vorfahren, der ein Vergewaltiger kleiner Kinder ist.

Mein zweiter, ebenfalls verstorbener, Opa dürfte recht einfach sein. Wiederum aber auch nicht. Seine Schwester lebt noch, aber sie wird immer nur als "Emma-Hex'" bezeichnet - es besteht also zu dem Teil der Familie kein gutes Verhältnis. Mein Vater zum Beispiel hat seit 30 Jahren nicht mehr mit den Cousins geredet - obwohl die eine Straße von meiner Oma entfernt wohnen und ich würde mit denen gerne mal reden, kenne sie aber nicht. Aber auch da, katholisches Dorf - ganz sicher gibt es lange Aufzeichnungen in Kirchenbüchern. Aber dieser Familienstreit verhindert ein bisschen den direkten Kontakt. ICH FINDE ES SO ÄRGERLICH! Weil es nämlich eigentlich in meinen Augen keine solche Streits geben sollte. Meine Familie ist mir unglaublich wichtig, auch wenn sie recht klein ist (ich zähle 9 Leute zu dem engeren Kreis). Ich könnte mir nie vorstellen, dass es einen Riss bei uns geben würde. Es ist so albern!

Noch schwieriger allerdings ist es auf Seiten meiner, noch lebenden, Oma, da interessiert es mich sehr, allerdings muss ich da sehr sehr behutsam vorgehen, denn sonst bricht meine Oma deswegen in Tränen aus. Ich sagte schon zu Anfang, prekäre Verhältnisse. Meine Oma wurde in einem katholischen Dorf geboren, ihre Mutter war zu dem Zeitpunkt "ledig" (und hat meiner Oma immer wieder die Schuld an ihrer Geburt gegeben), der Erzeuger war verheiratet. Ich denke, jeder der sich mit katholischen Dörfern auskennt, weiß, wie schwer es ein solches Kind heute noch haben kann - vor 80 Jahren... - nun es bringt meine Oma immer noch zum Weinen. Sie hatte nie Kontakt mit ihrem Erzeuger und ich weiß, dass der einmalige Versuch dessen absolut nicht gut gelaufen ist.

Ich weiß den Namen und ich weiß, dass sie noch lebende Schwestern hat und die wiederum Kinder. Ich weiß den Ort, in dem die Schwestern leben. Ich weiß den Geburtsnamen der Schwestern. Was ich nicht weiß, und da ist der Punkt, wo ich mit mir seit langem ringe, ist, ob die Schwestern überhaupt wissen, dass sie eine Halbschwester haben.

Ich habe einen Halbbruder, das ist mir auch unglaublich wichtig (also seine Existenz, nicht das "halb" - das lasse ich außer in solchen Erklärungen immer weg), er ist einer der vier wichtigsten Menschen meines Lebens - ich finde, jeder sollte seine Geschwister kennen.

Aber das empfinde ich so, andere vielleicht nicht und man kann nicht zu einer 80+ Frau hingehen, als völlig unbekannte Person, und sagen: übrigens ich bin die Enkeltochter deiner Halbschwester, hast du nicht mal Lust, die kennen zu lernen. Also zum Einen würde ich da sofort selber ein Enkeltrickbetrug wähnen - zum Zweiten, vielleicht reißt das alte Wunden auf - vielleicht sorgt das dafür, dass man das Bild des Vaters oder so.

Allerdings habe ich über dieses Thema mit meinem Vater gesprochen. Der völlig überrascht war - weil ihn das zwar immer interessierte, aber er seine Mutter nie danach gefragt hat (eben weil es für sie so belastend ist) - er meint, er kennt zwei Leute, die demnach seine Cousins sein müssten und war völlig verblüfft, als ich den Namen der Familie sagte und er meinte: ich habe früher mit den Jungs gespielt und hab mich denen irgendwie immer verbunden gefühlt. Also er will da mal weiter vorgehen. Was ich gut finde, denn ich kenne mich in der Gegend so gut wie nicht aus - und ich bin noch Mal eine Generation weiter weg und kenne da eigentlich niemanden (Ich bin 1000 km von dem Dorf entfernt aufgewachsen).

Die Familie meiner Uroma (die ich noch persönlich kannte - zu mir und meinem Vater war sie toll, nur zum meiner Oma leider halt gar nicht) - findet sich aber bestimmt leicht. Ich weiß den Namen (der Geburtsname ist identisch, denn sie blieb ihr leben lang eine "ledige Mutter" und ich kenne den Geburtsort (der selbe, wie der vom Erzeuger meiner Oma) - also in Kirchenbüchern sicherlich kein Problem. Aber da fangen halt auch die Generationen an, die nur noch Namen sind.

So, genug aus dem Nähkästchen meiner Familie geplaudert. Wie gesagt, bei den meisten ist mir der Aufwand zu hoch (ich wohne auch von allen Orten, die relevant wäre, mind. 250 km weg), bei einigen will ich es nicht wissen und bei meiner Oma bin ich dran, bzw. habe meinen Vater engagiert - weil ich weiß, das meine Oma gerne mal mit ihren Schwestern reden wollen würde - sofern die nicht abweisend reagieren - aber ich da halt auch die Gefühle der Schwestern im Sinn behalte - deswegen so vorsichtig und behutsam - man will ja niemanden bedrängen oder verletzen.

LG wünsche ich allen an diesem sonnigen Samstag.

Ich danke Dir für diesen sehr authentischen und emotionalen Beitrag.....man zieht ja selbst immer gewisse Schlüsse daraus....für sein eigenes Leben...ich denke,Du hast für Dich da eine gute Balance gefunden,indem Du mit Menschen gut kommunizierst,die Dir wichtig sind.....das sehe ich genauso....

Aber es war sehr interessant, das zu lesen...hab ein schönes Wochenende mit Menschen,die Dir am Herzen liegen....

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Es ist wirklich ein mühsamer Weg, man glaubt gar nicht wo man da überall nachschauen muss. Ich habe das nicht gemacht, aber ein Onkel von mir schon.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Samstag und grüßt dich aus Wien herzlich.

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das ist ja wirklich hochinteressant, was du da schreibst. alle achtung. danke, dass du das hier so offen mit uns teilst.

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Guten Morgen, liebes Engelchen und alle GuGuMo Freunde!

Das Thema Vorfahren ist sehr interessant. Bei mir selbst ist es sehr einfach: Die Familie meiner Mutter kommt seit Urgenerationen aus München, die Familie meines Vaters stammt aus Berlin und Zoppot/Polen. Mein Mann hat da schon interessanteres zu bieten: Väterlicherseits französischer Landadel und die Oma der Mutter stammt aus Armenien. Gerade deshalb wollen wir nächstes Jahr in dieses fantastische Land reisen um etwas mehr zu erfahren. Mein älterster Sohn interessiert sich auch sehr für Ahnenforschung und hat aus dem Netz schon viele wertvolle Informationen bekommen. Er ist wirklich sehr eifrig dabei und ich bin gespannt, was wir in Armenien noch alles erfahren.

Jetzt wünsche ich allen einen sonnigen Samstag, lasst es euch gut gehen! ^^ Liebe Grüße von Evi.

Liebste Evi...das klingt aber sehr interessant....dann weist Du ja einiges über Deine Wurzeln.....ich danke Dir für die wunderbare Schilderung...dein Engelchen....ein schönes Wochenende mit vielSonne...

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@Angel1112

Hallo mein lieber Engel! ^^ Ich wünsche Dir auch ein wundervolles Frühlingswochenede mit Viel Sonne und Vogelzwitschern!!! Ganz liebe Grüße von Evi!

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@Evissima76

Danke meine liebe Evi...hier Sonne pur.....morgen machen wir einen Tagesausflug in den nahe gelegenen Schwarzwald.....herzlichst Engelchen

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@Angel1112

Ooooh, viel Spaß im Schwarzwald! Ich liebe es dort, die Gegend ist so schön. ^^LG!

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@Evissima76

Es ist immer wieder herrlich....vor allen Dingen die wunderschönen Schwarzwald Häuser haben ihren eigenen Charakter....

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Na dann drücke ich euch mal die Daumen und wünsche euch einen schönen Aufenthalt in Armenien! Das klingt interessant.

LG und schönen Samstag!

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@guitschee

Das finde ich übrigens auch...manchmal fühlt man sich angekommen an Orten,die man zuvor nie sah....zumindest ist es uns in diesem Leben nicht bewusst....

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@guitschee

Liebe Grüße zurück und einen sonnigen Frühlingstag wünscht Dir Evi :-)

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Hat da jemand bei euch eine Brauerei besessen? Wäre interessant ob da Rechtsansprüche sind. Ich würde da sofort nachforschen!

Fred wünscht dir, liebe Evi, einen sehr schönen Samstag und grüßt dich aus Wien herzlich.

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@Fredlowsky

Hallo, lieber Fred! Eine Brauerei haben wir nie besessen, aber ein Gasthaus in Schwabing und einen Bauernhof in Maxhof-Fürstenried. Erbentechnisch ist da alles geklärt... Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen München von Evi :-)

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Meine ersten Freunde in Paris waren Armenier (verheiratet mit Französinnen) - durch sie erfuhr ich die ganze Geschichte (die ich - weder aus Schule noch aus Büchern - nicht kannte). Die Mutter eines Freundes habe ich noch kennengelernt, aber was sie aus ihrer Erinnerung erzählte (wurde übersetzt), kann ich dir höchstens privat weitergeben. Es ist wichtig, das zu wissen!

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@Spielwiesen

Ja, das stimmt, liebe Anne. Erst durch die Petition im Bundestag wurde die Geschichte der vertriebenen Armenier einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Viele sind nach Frankreich gegangen, so wie Deine Freunde oder die Urgroßmutter meines Mannes. - Ganz liebe Grüße und einen schönen Samstagabend wünscht Dir Evi :-)

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@Evissima76

Ja, liebe Evi, so ist es. 'Vertrieben' als schwer erträglicher Euphemismus für etwas, das als 'Todesmarsch' durch die syrische Wüste bekannt ist - darüber hat Aznavour 1989 das wunderbare Chanson 'Ils sont tombés' geschrieben.. Mich hat diese Wahrheit schon 1972 kalt erwischt, während in D niemand davon wusste. Herzlichst!

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Guten Tag, liebe Evi

ich finde es sehr gut, das IHR so gründlich schon Nachforschungen angestellt habt.

Aber egal, ob es bei Dir recht einfach ist und war oder nicht, man muss ja trotzdem ganz genau überprüfen, und lieber zwei - oder dreimal nachfragen, ob es auch seine Richtigkeit hat.

Brei Euch ist ja vieles ganz schön weit verzweigt, aber sicher macht es auch recht viel Freude auch immer neues zu entdecken und alles zu vervollständigen.

Ich wünsche Euch auch recht viel Erfolg in Armenien und kommt dann auch bitte mit vielen neuen frohen Ergebnissen zurück.

Liebe Grüße an Dich noch und einen schönen Abend, wünscht Dir das Plawöpfchen

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@iQPlawopf

Hallo liebstes Plawöpfchen! :-) Ja, aus Armenien werde ich hoffentlich mit vielen beantworteten Fragen zurück kommen. 2020 wollen wir dort Urlaub machen um einiges zu erfahren... Wünsche Dir noch einen gemütlichen Abend, herzlichste Grüße von Evi!

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Liebe Abendgrüße an Dich von COSMIA.

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@COSMIA

Auch an Dich herzlichste Grüße zurück, liebe Cosima! Einen angenehmen Abend wünsche ich Dir :-)

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Guten Morgen! Was habt ihr von "Älteren" lernen dürfen?

Guten Morgen!

Am Freitag hatte ich mich länger mit einem 83-Jährigen unterhalten, der auf ein interessantes Berufsleben zurückblickt und was Menschenkenntnis und Lebenserfahrung angeht, absolut ganz weit vorn ist - und er bringt sein Wissen angenehm rüber.

Ich wuchs beim Opa auf und wurde von dieser Generation (Jahrgänge ca.1920 bis 1940) besonders geprägt, weil ich was Erwachsenenkontakte anging eben mehrheitlich unter ihr aufgewachsen bin - und durfte unter anderem Dinge über korrekte Umgangsformen, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit (was man verspricht, muss man auch halten) sowie jede Menge alte Hausrezepte bezüglich kleinerer Reparaturen lernen, die man ohne Handwerker selber machen kann, wenn man kurz nachdenkt. Auch lernte ich durch diese Menschen, dass man sich Dinge erstmal erarbeiten muss und dann auf sie aufzupassen hat, weil es nichts geschenkt gibt - und auch der Kugelschreiber für einen Euro hat seinen Wert und ist ein Gegenstand, auf den man aufpassen muss.

Auch als eine Beziehung auseinander ging, war derjenigen, der mir am meisten half, Jahrgang 1935: Sein Wissen über Gefühle, Gedanken und auch Abschiede war in der Situation besser und hilfreicher als jeder gut gemeinte Kommentar von Gleichaltrigen oder jüngeren - und den Mann und mich trennen über 50 Jahre, wir verstehen uns trotzdem sehr gut.

Ich finde an mir teilweise auch die Eigenschaften dieser Generation wieder und fand es vor einiger Zeit fast erschreckend, als ich ein Buch über typische Eigenschaften von "Kriegskindern" gelesen habe, weil ich die an mir auch alle fand oder es Leute gibt, die mir das nachsagen und mich gut kennen.

Wie ist das bei euch, was habt ihr von den "Älteren" gelernt? Was war gut, und war war vielleicht nicht so gut? Bei mir war fast alles gut - außer, dass ich sehr auf korrekte Anredeformen wie das "Sie" getrimmt wurde und zu Beginn der Berufsschulzeit etwa Gleichaltrige von 17/18 zunächst per Sie ansprach (Erwachsene - man kennt sich nicht?), was anfangs für etwas "Verwunderung" sorgte, sich aber schnell legte.

Viele Grüße, und ich wünsche euch eine schöne neue Woche - musikalisch habe ich heute einen Mann dieser Generation: Roger Whittaker singt "Old Durham Town".

https://www.youtube.com/watch?v=dgjMPhN6DrM

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