Unsere Tochter verhält sich trotzig?

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16 Antworten

Mit 3 Jahren fängt diese Zeit bei allen Kindern an - sie merken dass sie nicht Teil der Eltern sind. Sie merken langsam dass sie eigene Personen sind und einen eigenen Kopf haben. Es ist durchaus gesund dass Kinder diese Trotzphase durchmachen und auch wichtig für die Entwicklung. Die Phase dauert im Schnitt bis zum 5. oder 6. Lebensjahr.
Grenzen setzen "so redest du nicht mit mir". Gutes Zureden hilft oft nichts mehr - wenn die Kids mal "drin" sind kommt man nicht mehr an sie ran. Auszeiten verschaffen. Da sein sobald das Kind sich beruhigt hat. Keine Vorhaltungen machen danach. Das Kind DARF ausrasten und böse sein und schimpfen - wenn es auch keift weil du einen Stift verkehrt auf den Tisch legst.
Es findet einfach heraus dass nicht alles wie gewünscht ist. Du darfst aber auch sagen so willst du nicht behandelt werden und gehen - in ein anderes Zimmer oder so. Du darfst auch mal sagen das dich das verletzt oder du grade nicht mit ihm kannst. Bleib ehrlich dann geht es am Schnellsten. Genau das ist jetzt die Zeit wo ihr beide lernt ob ihr euch aufeinander verlassen könnt. Nicht nachtragend sein. Dein Kind liebt dich egal was es sagt. Akzeptieren dass es schlecht drauf ist. Dich selbst dann entfernen wenn du das willst. Oder versuchen an das Kind ranzukommen wenn es um ein größeres Problem geht. Wenn alles nichts hilft - es gibt sehr gute Hilfestellungen von öffentlicher Seite. Ich war da auch 3 Mal als ich gar nicht mehr weiter wusste. Wichtig ist nur dass du nie vergisst dass dein Kind dich gern hat aber du nicht dein Kind bist. Verschiedene Menschen verschiedene Vorstellungen, Wünsche, Ideen, Vorlieben, Zeit, Geschwindigkeit, Dinge halt.

Und vor allem trotzdem zuhören - wenn du Punkte aus dem Schimpfen heraushörst die ein Vorwurf in deine Richtung sind - drüber nachdenken ob berechtigt und wenn ja versuchen mit dem Kind drüber zu reden - gleich oder später. ABER - man muss sich auch nicht um alles sofort kümmern. Alles braucht seine Zeit. Allerdings sehr deutlich zeigen was nicht geht - hauen ect. Entweder du entziehst dich dann der Situation wenn du das kannst oder du zwingst das Kind sich zu entfernen. Ich muss zugeben mein kleinerer Sohn ist in Summe 2 mal vor verschlossener Haustür gestanden. Mit dem Satz "wenn du dich beruhigt hast meldest dich". Danach war er irgendwann nach noch einem Ausraster ruhig und man konnte mit ihm reden. Ich würde das niemals zum Standardverfahren machen weil es gemein ist - aber in dieser Situation hat er mir (mMn) keine Wahl gelassen. Er war damals 5.

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Kommentar von ReMaFraMa2014
07.03.2016, 08:59

Ich kenne meine Freundin schon 4 Jahre. Wir waren bis vor fast 2 Jahren nur gute Freunde. Sie war mit ihrem damaligen Freund oft zu Besuch und der große jetzt 6 also damals 3 war nicht so 

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Trotzalter gibt es nicht!

Es ist die Autonomiephase des Kindes, mit der besonders die Eltern nicht zurecht kommen, die vorher ein eher "braves" Kind hatten.

Gut finde ich, dass ihr nach einer Lösung bzgl. eures Verhaltens eurer Tochter gegenüber  sucht.

Vorneweg: bitte Antworten wie "müsst mehr Grenzen setzen / konsequenter sein" ignorieren.
All diese Dinge verschlimmern die Situation nur anstatt sie zu verbessern.

Schreibt doch mal auf, was euch in welchem Fall an die Decke bringt und wie ihr euch dabei fühlt.
Mir haben Strategien wie "leise für mich zählen, um nicht loszuschimpfen", "innerliches Stoppschild hochhalten und mich fragen, ob es einen Machtkampf wert ist", "herausfinden, dass die Welt nicht untergeht, wenn das Kind seinen Willen bekommen kann und ich mal zurücktrete, "nach Möglichkeiten suchen, wie alle etwas davon haben können".

Sprich: Flexibler werden, mehr Kreativität an den Tag legen, um die Ecke denken, Schimpfwörter gelassener sehen - jedes Aufbrausen deswegen machen sie nur noch interessanter. Sagen, was gewünscht ist - statt zu fordern.

Am besten mal in ein "unerzogen-Magazin" hinein schauen und diverse Bücher über Antipädagogik lesen.

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Nur gut geführte Gespräche und mit den Willen zur Verbesserung von beiden Seiten können da helfen. Nicht so sehr auf die Bevormundung bestehen. Ein freundliches Eingehen auf die Probleme helfen besser. Man ihr allerdings auch sagen das der Ton die Musik mit macht.

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Kommentar von ReMaFraMa2014
07.03.2016, 08:34

Versuchen wir auch schon nur sie stellt dann komplett auf stur

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Kommentar von Kitharea
07.03.2016, 12:29

In diesem "Moment" wo sie ein Problem haben denke ich kannst mit den Kleinen ohnehin nicht reden. Mit 3 ist sie auch noch etwas jung dafür. Vielleicht einfach nachher kurz durchsprechen und sagen was euch gestört hat. Es wird nicht sofort besser werden aber Kinder versuchen sich wie jeder andere auch anzupassen. Die Zeit wird's richten.

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Da sie erst 3 Jahre ist, wäre es auch keine gute Idee aus der Haut zu fahren oder überhaupt anzufangen rumzuschreien.
Aber woher hat sie in dem Alter überhaupt solche Worte?

Immer wenn sie wieder trotzig wird, gibt es halt keine Aufmerksamkeit. Macht sie was kaputt, gibt es kein neues Spielzeug etc. Will sie es nicht wegräumen, wird es weggeschlossen.
Wichtig ist das Ihr ihr zeigt, WER das sagen hat. Noch kann man sie gut erziehen, bevor sie mit 14/15 Jahren noch schlimmer wird.
Zeigt ihr das sie mit ihrem Verhalten absolut gar nichts erreicht, außer sich selber alles zu verbocken.

Mein Onkel und seine Frau haben einen 5 jährigen Sohn. Wenn er seinen Willen nicht bekommt, macht er alles kaputt. Er wollte meinem Opa letztes mal einen Knüppel an den Kopf werfen, dann wollte er mit einem großen Stein die Scheibe einschmeißen. Nur weil er seinen Willen nicht bekam.
Die Eltern sind auch immer gerannt sobald das Kind geweint hat, haben ihm alles erlaubt und egal was er gemacht hat hieß es immer nur : ist ja gut Mausebärchen, so schlimm ist das nicht. Und er schlägt die Erwachsenen auch ins Gesicht. Schmeißt er was um (Glas mit Inhalt) wischen die es weg und er sitzt auf der Couch und guckt Fernsehen. Anstatt das er das wegwischen muss, wird noch gesagt; "Wir machen das schon für dich".

Das passiert wenn man sich nicht durchsetzt!

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Kommentar von Kitharea
07.03.2016, 12:14

Alte Schule - nein danke
Auch Einstellung macht Erziehung - Einstellung zum Kind und zu dem was ein Kind ist.

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Kommentar von XLeseratteX
07.03.2016, 13:10

Nun, bei uns hat es immer funktioniert. Wer was will, muss eben lieb sein. Aber Strafe muss nunmal sein. Wenn sie machen können was sie wollen und bei jedem bisschen gleich Aufmerksamkeit bekommen, werden sie so wie die heutige Jugend eben ist. Ein Kind macht Blödsinn usw. gehört sich auch so aber Schimpfwörter in diesem Alter und Widerworte haben nichts mit Kind sein zu tun. die Trotzphase hat jedes Kind. Da kann man nichts gegen tun. Gehört zur Entwicklung dazu. Aber eben keine Beleidigung und respektloses Verhalten gegenüber der Eltern. Ich habe von meinem Pa damals welche gescheuert bekommen und er damals auch von seinem Vater, sobald man respektlos wurde. Obwohl es ziemlich erbärmlich ist, ein Kind zu schlagen. Natürlich macht auch die Einstellung die Erziehung. Aber ohne Konsequenz und strenge hätte ich meinen Pa damals nie ernst genommen. Ich hätte dann ja gewusst, ach da passiert eh nichts. Lass sie labern. Mit 3 / 4 Jahren bekommt man ne Menge mit.

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Die Trotzphase ist so lustig, wie in ein paar Jahren die Pubertät. Was bedeutet, Eltern sollten wissen, was sie wollen. Liebevoll und respektvoll miteinander umgehen wird vorausgesetzt. Aber ich persönlich halte es schon immer so, dass ich auch von Kindern ein gewisses Maß an ordentlichem Verhalten erwarte. Grenzen testen hat auch Grenzen, egal, welches Alter.

Eure Tochter ist 3 Jahre. Wenn sie also etwas möchte, muss sie lernen, dass in einer Art und Weise zu sagen, dass ihr als Eltern auch gern darauf eingeht. Sie muss außerdem lernen, dass sie nicht alles bekommen kann, auch wenn sie lieb darum bittet.

Liebevolle Konsequenz also. Und ihr als Eltern nicht gegen sie, sondern gemeinsam für sie. Seid euch einig, was geht und was nicht. Lobt sie, wenn sie etwas gut macht, sprecht mit ihr, wenn sie es übertreibt. Eure Tochter muss merken und sehen, dass ihr diejenigen seid, die sie führen, nicht umgedreht sie euch.

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Trotzphase ist in diesem Alter normal. Man kann aber dem Verhalten lässig gegenübertreten, indem man die Kinder einfach machen lässt und wartet, bis der "Anfall" vorbei ist, man kann auch diese Ausbrüche verhindern.

Bevor es zu einem Ausbruch kommt, wird meistens das Kind in seiner momentanen Aktivität durch Erwachsene oder durch andere Kinder gestört. Z.B. es spielt und soll jetzt sofort zum Essen kommen, oder zum Anziehen oder..... weil es in den Kindergarten muss oder die Mutter zum Einkaufen geht.Würde man das Kind spielen lassen, würde es friedlich bleiben.

Da es aber ein Recht des Kindes ist, dass es spielen (lernen) darf oder soll, verhalten sich eigentlich die Erwachsenen falsch.

Z.B.: das Kind spielt und sollte aufhören, sich anziehen und in den Kindergarten gehen. Mach mit ihm vor dem Spiel was aus, erlaube ihm nur kurze Zeit zu spielen (Sanduhr aufstellen) und danach den Gang zum Kindergarten anzutreten. Warne es vor, sage  ihm, dass es sich nicht mehr rentiert jetzt mit einem Spiel anzufangen, weil es gleich mit darf um Einkaufen.

Lasse das Kind mitentscheiden, ob es gleich mitgeht zum Einkaufen oder ob es nach 5 Min. das Spiel abbrechen muss.

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Hallo ReMa,

Ich erinnere mich gerade, wie verzweifelt ich war, als es bei unserer Tochter in einem ähnlichen Alter los ging mit der "Autonomiephase" und den "Autonomieanfällen" (die Ausdrücke sind mir lieber).

Uns hat dann ein Buch sehr gut geholfen: "Das glücklichste Kleinkind der Welt". Darin sind Erklärungen warum Kinder sich so verhalten, eine Gesprächstechnik die bei uns wie ein Wunder funktioniert hat und noch ein paar Tips und Tricks.

Danach lief es bei uns wieder ein paar Monate rund bis zum nächsten Entwicklungsschub ;) Dann hat sich das Verhalten gewandelt und wir mussten wieder neue Strategien finden. Beziehungen sind lebendig und entwickeln sich und wir als Eltern müssen mit der Entwicklung unserer Kinder Schritt halten ;)

Das finde ich auch oft schwer!

LG und alles Gute!

Hourriyah

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Da gibt es kein Patentrezept ausser passenden Konsequenzen. Denn bedenke, dass deine Tochter in einem Abhängigkeitsverhältnis zu dir steht und das musst du ihr verdeutlichen wenn sie frech zu dir ist. Spiegele ihr das Verhalten.

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Kommentar von ReMaFraMa2014
07.03.2016, 08:30

Sie ist ja nicht nur zu mir so. Aber wir können sie ja nicht mit dem gleichen beschimpfen wie sie uns. (Arschl... ist noch das harmlose dabei)

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Kommentar von Flimmervielfalt
07.03.2016, 08:38

Nee, da kannst du nicht machen, aber du kannst ihr zeigen, dass es Konsequenzen nach sich zieht, wenn sie nicht nett zu dir oder zu anderen ist.

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Kommentar von Flimmervielfalt
07.03.2016, 08:41

Ich lese gerade, dass sie drei ist...Also in dem Alter ist es ja noch leichter zu handlen. Ich würde die beleidigte Leberwurst spielen. Wenn das Kind bei der nächsten Gelegenheit was von dir möchte, solltest du ihr sagen "Nein, ich bin immer noch sauer auf Dich. Und traurig. Weil Du zu mir Wıchser gesagt hast. Das tat mir richtig weh."

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Ruhig und gelassen bleiben. Kinder brauchen sichere Erzieher.

Erkundige dich nach Kursen zum Kooperativen Erziehungsstil ( tit for tat)

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Versuchen sie sich ihre Tochter behutsam bei Seite zu nehmen und sagen Sie freundlich was sie denken.Und wenn ihre Tochter patzig wird dann kommen sie einfach mit gegen argumente zum beispiel. "Beleidigungen bringen nix als ärger das zeigt nur das du schwach bist denn die starken wissen sich zu benehmen. " ein kleiner Tipp : so sind die meisten Jugendliche von heute mit ein paar Ausnahmen ich kenn mich damit aus bin selber 14;)

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Kommentar von Kleckerfrau
07.03.2016, 08:35

Das Kind ist 3 Jahre alt. Es ist ein Kleinkind !

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Ich würde mal überlegen warum und seit wann sie sich so verhält...

Evtl. durch neue Freunde? Schule? Würde sonst auch mal mit den Lehrern sprechen oder sowas, ob die in der Schule auch so ist

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Kommentar von ReMaFraMa2014
07.03.2016, 09:05

Wir haben immer noch die selben Freunde die sie auch kennt

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wie alt ist sie denn?

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wo ist jetzt das Problem? Wahrscheinlich ist sie so zwischen 12 und 16, also in der Pubertät - Nur Humor hilft da weiter.. gib ihr das Gefühl und sag ihr, daß du sie magst und verstehst und auch mal (so) jung warst, dann klappt das schon (hoffentlich..)..

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Konsequent sein. Ruhig aber bestimmt.

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Wie alt ist eure Tochter und wann verhält sie sich so ?

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Kommentar von ReMaFraMa2014
07.03.2016, 08:31

Sie ist 3 und es geht schon einige Monate so. 

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Wie alt ist sie, wie habt ihr sie bisher behandelt?

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Kommentar von ReMaFraMa2014
07.03.2016, 08:55

Sie hat noch einen älteren Bruder (6) und wir behandeln beide gleich. Wenn beide nicht hören gibt es auch nix beim einkaufen (z.B. Ü Ei)

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