Unsere Putzfrau in der Firma putzt mit Burka usw./Unfallgefahr?

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8 Antworten

Ich würde mal bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anrufen. Diese gibt ja in vielen Firmen vor, was an Sicherheitsvorschriften zu beachten ist und wo z.B. Sicherheitsschuhe zwingend vorgeschrieben sind.

Einfach kündigen wird man der Frau sowieso nicht können. Zuerst muss es ja Anweisungen geben nach denen sie sich zu richten hat. Dann folgt eine Abmahnung. Wenn also die BG eine andere Kleidung verlangt, könnt Ihr das weitergeben. Dann richtet sie sich danach oder eben nicht.

Das habe ich ihr ja auch gesagt, dass es mit der BG Schwierigkeiten gibt, wenn sie einen Unfall hat. Aber sie ist störrisch. Kündigen ist ja immer so eine Sache. Wer weiß, wie die reagiert.

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@amyamy11

Rede noch einmal in Ruhe mit ihr. Sag ihr, dass sie ja ihr Kopftuch aufbehalten kann.

Die BG kann Dir doch sicher etwa schicken, das die Dame nachlesen kann. Sie sieht dann, dass das keine Schikane und nicht gegen ihren Glauben gerichtet sondern eine Vorschrift auch zu ihrer eigenen Sicherheit ist. Vielleicht wird sie dann etwas einsichtiger.

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Hallo,

nach dem mit dem "Müffeln" weiter unten nehme ich ja stark an, dass diese Frage ein Fake ist, aber...

Eine "Burka" wird es wohl kaum sein. Kaum eine verschleierte Frau trägt eine Burqa. Ich nehme an, hier ist Niqab o.ä. gemeint. Oder sogar nur Carsaf, Cador oder Khimar, also ohne Bedeckung des Gesichts und ggf. der Hände.

Sie kann auf Arbeitskleidung bestehen, die ihren religiösen Pflichten entspricht (also weit geschnitten ist und den ganzen Körper bedeckt) und dennoch bei der Arbeit den Arbeitsschutzbestimmungen entspricht (hierzu frage man bei der BG nach). Der Hidschab und der Niqab selbst dürften bei der Arbeit kein Problem darstellen bzw. gibt es Ausführungen, die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten.

Eine Problem wäre eine Reinigung bei Kontakt mit infektiösen oder toxischen Stoffen. Hier gibt es zum Teil Einwegkleidung. Ggf. könnte sie anstelle eines Niqab auch einen Einwegmundschutz tragen.

Grüße

Michael Molthagen

Diese Frage ist kein Fake. Komm zu uns um 08.30 ins Büro, dann kannst du es selbst sehen. Ähm, . . . . bzw. riechen.

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Bei uns hatte eine Reinigungskraft nur Schlaapen bei der Arbeit an. Da es eine Externe Firma war, konnten wir nichts sagen. Es wurde ein Hinweis an die Fachkraft für Arbeitssicherheit innerbetrieblich gegeben. Danach hatte auch Sie "festes Schuhwerk" an. Ist evtl. auch bei Euch mal zu überlegen.

Bei zukünftigen Neueinstellungen solltet ihr in den Arbeitsvertrag einen Passus aufnehmen, daß einheitliche und vom Arbeitgeber gestellte Arbeitskleidung getragen werden muß. Ein Kopftuch darf natürlich getragen werden. Wer sich dann nicht daran hält, kann abgemahnt und im Wiederholungsfall gekündigt werden. Das ist dann keine Diskriminierung.

So ähnlich hatte es unserer damaliger Geschäftsführer im Fall einer muslimischen Auszubildenen geregelt.

Er hatte mit ihr (und mit Ihrer Familie) vereinbart, dass sie bei uns im Büro kein (!) Kopftuch trägt. Sie hat es dann um 17:00 Uhr nach Feierabend angelegt, wenn sie das Gebäude verließ und zu ihrem Abholer ins Auto stieg.

Mit dieser Regelung konnten alle Beteiligten leben. Aus meiner Sicht eine absolut richtige Vorgehensweise... 

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@amyamy11

Natürlich will sie es nicht kapieren, weil sie ihre eigenen Ansichten bzw. kulturellen Gepflogenheiten durchsetzen will, wobei es letztendlich fraglich ist, ob diese hierher passen.

Überzeugen wirst Du sie niemals - her müssen Regelungen des Arbeitgebers her! Ich würde einen Vorstoß in diese Richtung machen. Dieser hat die Pflicht, den Betriebsfrieden zu sichern!

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Wenns im Arbeitsvetrag nicht anders steht, wird man sie nicht kündigen können.

Außerdem: Was ist daran schlimm? Das wichtige ist doch, dass sie ihre Arbeit macht. Wenn du sie nur wegen ihrer Kleidung kündigst, welchen Grund willst du angeben? "Sie ist Muslimin"? Wenn man sie deswegen kündigt, ist das Diskriminierung. Und das sage ich, obwohl ioch gegen diese Art von Kleidung bin.

Für wen sollte denn eine Unfallgefahr bestehen?

Dass adäquate Kleidung zur Arbeit getragen werden muss, versteht sich von selbst. Das muss nicht mal im Arbeitsvertrag stehen, da das die Vernunft ja schon gebietet.

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Solange Dein Chef mit ihrer Arbeit zufrieden ist, hat er dazu keinen Grund :))

Ich weiß ja nicht wie es bei Putzfrauen ist mit Arbeitsverträgen, aber wenn es drin steht, dass sie Arbeitsklamotten tragen muss und es trotzdem nicht tut, ist das ein Kündigungsgrund.

Was für eine Arbeitskleidung sollte sie denn anziehen?

Eine Burka hindert sie ja nicht an ihre Tätigkeit.

Macht sie ihre Arbeit zufriedenstellend? Wenn ja dann lasst sie doch.

Dann putz du mal in der Burka. Die muss bis auf 2.40 m hoch die Regale abstauben und auf die Staffelei rauf. Und es geht hier ja auch um Arbeitsrecht.

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@amyamy11

Das beantwortet meine Frage nicht. Dann solltet ihr euch erkundigen ob sie das darf oder nicht. Da ist die Berufsgenossenschaft der richtige Ansprechpartner.

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