Unser Lehrer ratet uns Spd zu wählen

...komplette Frage anzeigen

38 Antworten

Natürlich ist es nicht in Ordnung seinen Schülern zu sagen was sie wählen sollen und zu versuchen sie womöglich auf den persönlichen Kurs einzuschwören. Aber einen objektiven und konstruktiven Austausch zwischen Lehren und Schülern zum Thema Wahlen finde ich durchaus sinnvoll. Insbesondere wenn man bedenkt das sich diese Schüler zum ersten Mal an den Wahlen beteiligen. Auch wenn einige das womöglich anders sehen, bin ich der Meinung das es auch die Aufgabe der Schule ist den Schülern ein gewisses politisches Bewusstsein zu vemitteln. Natürlich darf dabei keine "Werbung" für einzelne Parteien und deren Standpunkte gemacht werden. Aber Schüler sollten sich ein objektives Bild machen können von der Parteienlandschaft in Deutschland und von der Politik die einzelne Parteien verfolgen. Um dann im besten Fall selbst zu entscheiden wessen Interessen und Ansichten sie teilen.

Angesichts der allgemeinen Politikverdrossenheit und des Vertrauensverlustes ist es umso wichtiger das sich junge Menschen mit diesen Themen auseinandersetzen und verstehen lernen wie Politik und Gesellschaft funktionieren. Schließlich müssen sie sich später in dieser immer komplexer werdenden Welt zurecht finden. Und das gelingt nur schwer wenn sie keine Vorstellung davon haben wie diese funktioniert. Stichwort Informationsgesellschaft!

Hallo,
ein Lehrer sollte es tunlichst vermeiden, Parteien zu empfehlen, oder sogar für diese zu werben.

Da könnte der Verdacht aufkommen, dass er seinen Beruf missbraucht.
Ich denke, dass er dies unterlassen sollte, denn so etwas könnte seine beruflichen Chancen zerstören.

Es gibt immernoch die freie Meinungsäusserung !
Der Lehrer darf durchaus seine eigene Meinung auch im Unterricht kundtun, allerdings muß er dabei deutlich klarstellen, dass dies nur seine eigene Meinung ist. Wenn er zB sagt, er währe Partei XY, weil diese seine Interessen am besten vertritt. Er darf jedoch nicht in die politische Meinungsbildung einggreifen.

Hier kannst du einen ausführlicher Text zu der Frage von Pete76 aus einem Jura-Forum lesen:
http://www.juraforum.de/forum/schulrecht-und-hochschulrecht/lehrer-parteiisch-162433

Lehrkräfte an öffentlichen Schulen nach § 2 Abs. 1 dürfen in der Schule keine politischen, religiösen, weltanschaulichen oder ähnliche äußeren Bekundungen abgeben, die geeignet sind, die Neutralität des Landes gegenüber Schülern und Eltern oder den politischen, religiösen oder weltanschaulichen Schulfrieden zu gefährden oder zu stören.

so oder so, es kommt immer auf das wie an. Er kann sagen er waehlt in 2 Jahren Partei X weil er findet das ......, aber er sollte euch nicht raten Partei X zu waehlen. Es ist aber unabhaenigig von irgendwelchen Paragraphen, halt "politisch nicht korrekt" ;)

Nö.

Wir hatten Wahlkampf. Kamen morgens zur Schule. An der Eingangstür klebte ein kleines CDU - Schildchen, gut lesbar auf unserer Augenhöhe.

Am nächsten Tag kamen viele mit Plakaten und Aufklebern anderer Parteien. Die Klassenzimmer und der Aushang der SMV im Eingangsbereich wurden damit geschmückt. Es gab eine Diskussion in der Schule. Wir hatten unserer Direktorin unterstellt für dieses kleine Schildchen verantwortlich zu sein. Am Ende der Diskussion hatten wir über alle Parteien gesprochen, über Meinungsfreiheit, Sinn und Zweck von Schule, Aufgabe von Lehrer und Schülern, Beziehung der Schule zur Gesellschaft. In meiner Erinnerung war der Spuk nach vier Wochen vorbei.

Ich kann mich nicht erinnern dass sowas noch mal vorkam an dieser Schule.

Ihr seid nur diese Klasse? Und der Lehrer unterrichtet nur da?

Nun gut. Ihr habt den Klassenraum und den Flur. Nutzt es. Die unterschiedlichen Parteien geben Euch bestimmt gerne Plakate und Aufkleber.

Natürlich könnt Ihr auch ohne eine Diskussion starten. Mir scheint aber, die Wirkung ist um Einiges größer mit meinem Vorschlag. Denn andere Lehrer sehen sie auch, werden fragen und Ihr gebt ruhig Antwort.

Ja. Die Sachen haben wir dann selbst wieder runter gemacht und in den Müll getan.

Hallo Seide !

Solanger er kenntlich macht, das es sich um seine private Meinung handelt, ist das nicht zu beanstanden. Was ihn nicht gerade als souverän auszeichnet ist, wenn er es offiziell empfhielt, denn dafür ist in einer Schule als öfftlicher Raum, der Menschen zur Selbständigkeit erziehen soll, nicht geeignet.

Generell gilt das für Wahlempfehlungen jeglicher Art, weil die leistung des Wählers darin liegt, sich selbt eine passende politische Meinung zu bilden.

Grüße: Tobias

Nein,darf er nicht.Du hast das Recht auf eine eigene politische Meinung.Selbst wenn du bei deiner ersten Wahl aus den Bauch herraus wählst,ist es ok.Wichtig ist doch nur das du es mehr oder weniger vertretten kannst.Hoffe hab dich etwas geholfen.Peenejunge

Als lehrkraft vertritt er die duetsche demokratie das heist so viel das jeder die freiheit hat ob der wählen will wen er wählen will es ist verboten dir bzw. euch zu sagen wenn ihr wählen solltet bzw. müsst!!

Im Unterricht sollte ein Lehrer unparteiisch bleiben. Das beschränkt nicht sein Recht, im Privatleben seine politische Meinung zu äußern.

Wenn ihr in zwei Jahren 18 seid, werdet ihr euch mit Sicherheit eure eigene Meinung gebildet haben. Und nach dieser sollt ihr euch richten.

Ich stehe zwar dieser Partei nahe, doch sollte sich ein Lehrer mit dererlei Wahlempfehlungen sehr zurückhalten.

Darf er, wenn du schlau bist weißt du selbst was du wählst.

Lehrer dürfen sich diesbezüglich nicht äußern, sie haben sich in Fragen der Parteipolitik oder der Religion neutral zu verhalten. Das steht auch irgendwo im Schulgesetz, bzw. man unterschreibt das bei seiner Einstellung.

Bist Du sicher, dass Du deinen Lehrer richtig verstanden hast?

Ja warum sollte ich es nicht?

0
@seide

Weil ich das aus eigener Erfahrung kenne. Ich habe mal zu einem Schüler gesagt, er solle doch nicht immer so tun, als sei er für alles zu dumm. Daraus wurde dann, ich hätte gesagt, alle in der Klasse wären zu dumm für alles. :-/

Du hast geschrieben, dass Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Es gibt da so feine Nuancen in der Sprache, zum Beispiel den Konjunktiv, der nur die Möglichkeit benennt, aber nicht die Tatsache. Oder er hat etwas ironisch oder sarkastisch formuliert, was Du anders aufgefasst hast. Das ist nicht bös gemeint, ginge mir als Nicht-Muttersprachler in einem anderen Land genauso.

0

Natürlich darf er das. In Deutschland gibt es Meinungsfreiheit und deshalb darf er seine Meinung sagen. Und wenn Du nicht seiner Meinung bist, darfst Du das auch sagen. Und wenn Du dazu noch keine Meinung hast, hast Du ja noch 1-2 Jahre Zeit, Dir eine zu bilden, z.B. in dem Du noch viele andere Leute nach ihrer Meinung fragst und Dir die Parteienprogramme durchliest.

Sicherlich darf jeder seine Meinung kund tun, aber dann hat ein lehrer noch nicht zu sagen, dass man eine bestimmte Partei wählen soll.

Er darf sagen, dass man die Hausaufgaben machen soll, aber nicht, wen man wählen soll.

0
@RuedigerKaarst

Ich stimme Dir zu, dass der Lehrer sich nicht pädagogisch verhalten hat und ich erwarte von einem Lehrer, dass er mit solchen Äußerungen zurückhaltend ist, aber das "soll" bezieht sich auf etwas in 1-2 Jahren, was sicher nicht mehr in seinem Einflussbereich liegt. Insofern hinkt Dein Vergleich.

0

Du er erzählst totalen Quatsch, er darf es nicht, das hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun!

0
@findesciecle

Hallo findesciecle,

ist dein Kommentar nur deine eigene freie Meinungsäußerung oder kannst du deine Behauptung mit einer Richtlinie oder einem Gesetz o.ä. belegen?

0

Wenn eure Klasse ihm eins auswischen will und etliche Schüler deine Aussage bestätigen, kriegt er richtig Ärger!

Mindestens eine heftige Abmahnung durch den Rektor oder Ministerium! Ein zweites Mal dürfte er sich sowas nicht erlauben - dann dürfte er sich nach einem anderen BEruf umsehen!

Vielleicht ist es ein Mißverständnis und er wollte nur ausdrücken, daß er auf SPD steht? Er sollte es aber besser unparteiisch rüberbringen.

Er dürfte selbst nicht sagen: "dass er auf SPD steht"

0

Ruf beim CDU-Abgeordneten in deinem Wahlkreis an und frag den ob man sich an die Ratschläge aus der Schule halten soll, der wird wohl ja sagen und DANN erzählst du ihm von deinem Lehrer.

er darf schon, freie meinung halt. er sagt ja nicht das ihr müsst oder sollt, sondern ratet euch das ja nur. was ihr daraus macht ist euer ding.

unser Politiklehrer meint, dass wir nach 1-2 Jahren wenn wir 18 werden die Spd wählen sollen

Nach der Frage her, hat der Lehrer nicht dazu geraten, denn in der Frage war von sollen die Rede.

Aber Empfehlungen zu Wahlen haben an Schulen nichts zu suchen.

0

Das ist Quatsch - an einer Schule darf er sowas nicht sagen - das hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun.

0

Nein, das darf er eigentlich nicht. Lehrer dürfen keine Ratschläge zum Wählen geben, sie sollten möglichst objektiv, bzw. besonders objektiv im Politikunterricht sein.

Er darf Euch sicherlich die Vor- und Nachteile der Partei aufzählen, Euch aber sicher nicht dazu bringen, seine Meinung zu übernehmen. Ihr müsst aus freien Stücken das wählen, was Ihr für richtig haltet.

MfG

Darf er eigentlich nicht...
Die Wahl soll ja jedem Bürger selbst überlassen werden, da er ja für seine eigenen Interessen wählen geht

Was möchtest Du wissen?