Unser Hund ist sehr ängstlich und macht alles kaputt?

5 Antworten

Wenn ein Hund beim alleine bleiben etwas kaputt macht, dann liegt das darin begründet, dass der Hund Trennungsstress zeigt. Ein schimpfen in diesem Fall führt dazu, dass der Hund noch zusätzlich Angst bekommt er versteht auch nicht warum ihr schimpft, denn er hat nur versucht seinen empfundenen Stress abzubauen. 

Für den Hund sind Dinge wie Kabel, Schuhe etc. nichts wichtiges und er weiß auch nicht, dass es Euch nicht gefällt er versteht nur nicht warum ihr mit ihm schimpft. Der Hund macht das nicht um Euch zu ärgern oder gar um Protestverhalten zu zeigen sondern weil er panische Angst hat sein Leben zu verlieren. Alleine bleiben bedeutet in der freien Natur den sicheren Tod. 

Ich finde ihr solltest erst einmal anfangen ein wenig mehr Verständnis für das Verhalten Eurer Hündin aufzubringen. Erstmal fängt es damit an, das Hunde schon ein 1. Trauma erleben indem sie von Mutter und Wurfgeschwistern zumeist viel zu früh getrennt werden, dann soll Eure Hündin schon einmal abgegeben worden sein, somit hat sie direkt noch ein 2. Trauma in dieser recht kurzen Lebenszeit (4 Monate) erlebt. Das zu verarbeiten braucht Zeit. 

Alleine bleiben und das immer wieder an einem fremden Ort und ohne die Sicherheit das ihre Menschen wiederkommen braucht Zeit, das muß ein Hund lernen. Diese Zeit hat man ihr bis jetzt ja noch nicht einmal gegeben. Selbst die normale Zeit sich überhaupt erst einmal richtig einzuleben fehlt schon und dann wird sie genommen und kommt direkt zu den nächsten Menschen die sie nun noch ausschimpfen und sie gar nicht weiß wofür. 

Wenn ihr nach Hause kommt und sie sich weg duckt, sie blinzelt, die Ohren anlegt, sich die Schnauze leckt oder gar pfötelt, dann heißt das nicht das sie weiß was sie gemacht hat, sondern weiß sie nur, dass es heißt jetzt gibt es wieder Ärger. Das durfte sie in der recht kurzen Zeit die sie nun bei Euch ist schon lernen, aber nicht das alleine bleiben nichts schlimmes ist und ihr immer wieder nach Hause kommt. 

Sie ist bei Euch ja noch gar nicht richtig angekommen und muß schon immer wieder mit Ärger rechnen für Dinge die jeder Hund tut, der unter genau solchen Trennungsängsten leidet. Ergo das ist komplett natürliches hündisches Verhalten. 

Baut das alleine bleiben gaaanz behutsam auf. Sie bekommt einen Platz an dem sie entspannen kann, z.B. Hundekorb, dort wird sie aktiv entspannt. D.h. langes etwas festeres abstreicheln, dort bekommt sie nun ihr fressen, dort bekommt sie auch Leckereien am besten etwas was wo sie länger drauf rum kauen kann wie Schweineohren/Kauknochen und ähnliches. 

Dann könnt ihr zusätzlich noch einen Duft antrainieren der sie entspannen lässt. Das ist ein hormoneller Vorgang und dagegen kann der Hund bewußt nichts tun. Z.B. verdünntes ätherisches Öl (Zitrone, Kamille) auf ein Tuch und dieses wird immer Nachts wenn sie ruhig bei ihrer Familie schläft daneben gelegt. 

Das sind Sachen, die stellen nicht innert einer Nacht eine Assoziation her, also sie wirken nicht nach einer Nacht sondern sollte man sowas mindestens 3 Nächte am besten 7 Nächte praktizieren. Tagsüber kommt dieses Tuch weg und wird allenfalls fürs Training bei der aktiven Entspannung dabei gelegt. 

Aktive Entspannung beschreibt einen Vorgang der den Hund entspannen lässt. Streicheln sezerniert im Hundekörper ein Hormon namens Oxytocin, dieses beruhigt und entspannt und wird auch nicht umsonst als Kuschelhormon bezeichnet. Die aktive Entspannung heißt aktive Entspannung weil man dem Hund dazu verhilft zu entspannen, ergo man streichelt ihn runter. Im weiteren Verlauf kann man dann eine passive Entspannung herbeiführen, nämlich wenn der Hund aktiv entspannt worden ist, bleibt man zwar noch daneben sitzen aber man lässt dann z.B. eine Melodie laufen, am besten keine all zu lange. Das ganze trainiert man auch eine Zeit lang um eine Verbindung zwischen Entspannung und Melodie herzustellen. 

Das was wir Menschen lernen, z.B. laufen lernen muß geübt werden, so sieht es auch bei einem Hund aus. Er muß auch erst lernen das diese Melodie ihn entspannt bzw. muß erst im Gehirn eine Verknüpfung, eine Bahn (vereinfacht ausgedrückt) angelegt werden, eigens für diese Entspannung. Ist solch eine "Bahn" angelegt, dann entspannt der Hund ohne etwas bewußt dagegen unternehmen zu können, denn das ist ein Vorgang der autark (selbständig) stattfindet, unabhängig vom bewußt gesteuerten Verhalten des Hundes. 

Am wichtigsten aber bei ALLEM an Verhalten was man abtrainieren möchte ist, dass das Verhalten am besten gar nicht mehr auftritt. D.h. im Klartext, dass der Hund während der Trainingszeiten also bis dahin wo er gelernt hat das alleine bleiben nichts schlimmes ist, auch nicht alleine bleibt. 
Auch dafür gibt es eine Erklärung. Denn für diesen Stress den der Hund beim alleine bleiben erlebt, wurde auch im Gehirn eine "Bahn" angelegt, diese Bahn möchte man nun extingieren (löschen). Eine Löschung (Extinction) beschreibt kein einfaches vergessen sondern beschreibt sie ein umlernen. Genauer gesagt heißt das, dass die "Bahn" die bisher für den Stress zuständig war, der beim alleine bleiben empfunden wird, immer mehr verkümmert und statt dessen die "Bahn" die für Entspannung zuständig ist genutzt wird. 

Lässt man den Hund nun während der Zeit in der er noch nicht gelernt hat, dass alleine bleiben nichts schlimmes ist alleine, so erhält man weiterhin die "Bahn" die für den Stress zuständig ist und baut sich selbst somit Fallen ins Training ein. Fängt man aber erst an den Hund für kurze Momente alleine zu lassen wenn schon die neuen "Bahnen" vorhanden sind und sorgt durch die Kürze der Zeit die man den Hund alleine lässt dafür, dass er erst gar nicht ins alte Muster zurückfallen kann, dann nutzt man bewußt die zuvor angelegten Bahnen und die hergestellten Assoziationen um dafür zu sorgen, dass der Hund während ihr weg seid, die "Bahnen" nutzt die man angelegt hat. 

Auch das ist erklärbar, denn solche Entspannungstechniken wirken ca. 3 Sekunden nach, d.h. die Melodie ist zu Ende und danach wirkt die Entspannung noch 3 Sekunden nach und genau da setzt man an. 

Man hat den Hund nun aktiv entspannt, die "Bahnen" mit dem Duft, der Melodie und dem Platz sind nun korrekt aufgebaut worden und man lässt den Hund durch ein Tür schließen für maximal 3 Sekunden alleine. Das ganze weitet man aus auf einen immer längeren Zeitraum. 

Aber das ist kein Pauschalrezept d.h. heißt nicht jeder Hund lernt gleich schnell. Gleich lernen tun Hunde alle aber nicht gleich schnell. Ergo kann es sein, das der eine Hund schon nach recht kurzer Zeit Zusammenhänge herstellt und der andere aber eine längere Zeit braucht um eben die gewollten Zusammenhänge herzustellen. Ist ja auch beim Menschen nichts anderes, der eine lernt schneller und begreift schneller, der andere braucht eben ein wenig länger. 

Bei Verhaltensweisen wie dem Trennungsstress ist es oftmals schwierig ungesehen geeignete Zeiträume zu nennen bzw. zu sagen ab jetzt könnt ihr in 5 Minuten alleine lassen und ab jetzt ne Stunde. Somit würde ich Euch auch empfehlen Euch einen Trainer zur Seite zu nehmen, der sich das ganze vor Ort ansieht, denn dieser gut ausgebildete und definitiv gewaltfrei arbeitende Trainer wird auch sehen ob der Hund nun entspannt ist oder gestresst. 

Ein gut ausgebildeter Trainer weiß um diese Trainingstechniken, er weiß sie anzuwenden und er arbeitet nicht mit schimpfen, mit Boxen die verschlossen werden oder mit Anti-Bell-Halsungen oder ähnlichen "Techniken" die nur zu weiterem unerwünschten Verhalten führen. 

Deshalb bitte erst einmal am Verständnis für den Hund arbeiten, wenn man schimpft und der Hund schon pieselt, dann bedeutet das pure Angst, ich denke nicht, dass man solch ein Verhältnis zu seinem eigenen Hund haben möchte, oder? Der Hund soll einem doch vertrauen lernen, er soll in seinem Herrchen/Frauchen seine Ersatzmama/papa sehen, eine Person zu der er immer gehen kann, wenn ihm etwas Angst einjagt und nichts anderes möchten wir Menschen doch auch. Ich möchte keine Mama die mich in der Nacht wenn ich Angst habe ausschimpft, sondern eine die verständnisvoll die "Geister" verjagt, die ich meine gesehen zu haben. ;-) 

das ist für die Hunde oft das große Unglück, von einer unwissenden Familie in die Nächste zu kommen. Leider habt auch ihr kein Grundwissen, was Hundehaltung, Hundeerziehung, Hundeverhalten angeht. 

Ihr lasst den Hund alleine, obwohl dieser es noch gar nicht gelernt hat alleine zu bleiben. dies muss man in ganz langsamen Schritten einem Hund erst einmal beibringen. 10 Minuten sind auch hier schon viel zu viel. 

Euer Hund hat während des Alleine bleibens großen Stress, kompensiert ihn mit dem zerstören von Gegenständen. Dann kommt ihr und bestraft ihn auch noch dafür. 

Auf dem Bauernhof wird das arme Ding  als Welpe nichts kennengelernt haben, was natürlich eine Katastrophe ist. Ein Welpe braucht eine optimale Prägung und Sozialisierung, um mit Mensch, Tier , Umwelt klarzukommen und keine Angst zu entwickeln. Es kann auch sein, das er viele Strafmaßnahmen erleiden musste und so dieses Angstverhalten gegenüber Menschen entwickelt hat.

Eure Kommunikation mit ihm scheint eine bedrohliche Form ihm gegenüber zu zeigen. Es ist wichtig, souverän, konsequent , geduldig und ruhig mit ihm umzugehen, keine bedrohliche Körperhaltung und Sprache anzuwenden. ebenso schlecht wäre es, körperlich auf ihn einzuwirken. Also kein runterheben von der Couch zum Beispiel. Man kann einen Hund freundlich locken und ihn für gutes Benehmen sofort ruhig belohnen. dies ist das A und O. Erwünschtes Verhaltet, sollte sofort belohnt werden. 

da bei dieser kleinen Maus schon soviel falsch gemacht wurde, wäre es nur ratsam einen Trainer zu suchen, der sich mit Angsthunden auskennt. 


Aaleine bleiben muss gelernt werden auch wenn es nur 10 Minuten sind. Ebenso müsst ihr vieles über das " lesen" eueres Hundes lernen. Da aus der Frage zu ersehen ist, dass mehrere" Baustellen" vorhanden sind welche langfristig bearbeitet werden sollten rate ixh auch zu einer guten hundeschule. Nehmt Einzelunterricht für die individuellen Probleme und wenn möglich noch an einer freilaufgruppe teil, wo der hund innerartlich kommunizieren kann und der trainer euch dann das jeweiluge verhalten der hunde erläutert. So ist es für euch dann leichter das verhalten eueres hundes einzuschätzen. Euer hund ist in der pupertät und während dieser phase ist es nochmal so wixhtig eine gute und kynologisch fundierte anleitung zu bekomnen. 

unschuldig wegen Sachbeschädigung angezeigt was tun?

Hallo Mein Sohn 15 hat eine Anzeige oder sogar 2 wegen Sachbeschädigung einer Klingel in einem Wohnblock. Muss jetzt etwas ausholen. Und zwar folgender Sachverhalt, vor guten 14 Tagen klingelt es bei mir und da steht der Vater eines bekannten Kindes in der Tür und sagt zu mir er fährt jetzt zur Polizei und macht eine Anzeige mein Sohn hat seine Klingel kaputt gemacht. drehte sich rum und fuhr weg. als ich dann meinen Sohn erreicht hatte erzählte er mir das er bei der Familie lediglich geklingelt hat um eine andere Beschuldigung seitens des Sohnes richtig zu stellen. Was mein Sohn jedoch nicht wusste das ein anderes Kind im Vorfeld dort schon Mehrfach geklingelt hat, was den Vater mächtig sauer gemacht hat und sich im Treppenhaus postiert hat und sofort der Treppe runter gerannt ist um raus zu stürmen. Als mein Sohn ihn Gesehen hat, da hat er es mit der Angst zu tun bekommen und ist weg gerannt. Ich bin dann mit meinem Sohn dahin gefahren um mir selber ein Bild von dem Ganzen zu machen. die Klingel war wirklich beschädigt mein Sohn hat sofort gesagt das war noch nicht als er geklingelt hat denn wie hätte er sonst klingeln sollen. Zwei Freunde von meinem Sohn Haben dann gesehen wie der Vater selber an der Klingel rumgefummelt hat. Ich habe die zwei Zeugen und meinen Sohn ins Auto gepackt und sind zur Polizei gefahren jedoch wurde mir dort gesagt ich müsse jetzt auf die Anzeige warten und durfte sofort wieder gehen. letzte Woche kam dann ein Brief von der Wohnungsgenossenschaft welches die Rechnung von der Reparatur der Klingel war. Dort habe ich dann heute angerufen und gefragt was das sein soll und ob das normal ist das sie einfach mal so eine Rechnung raus schicken. Darauf sagte mir die gute Frau das auch die Wohnungsgenossenschaft eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gemacht hat. da habe ich die Frau gefragt ob es nicht erstmal der normalste weg wäre den Sachverhalt zu klären anstatt gleich anzeige zu erstatten und dann gleich noch eine Rechnung raus zu schicken? ich muss ja erstmal die Möglichkeit haben mich zu den Vorwürfen Äußern zu können. darauf hat sie nur gesagt ich kann jetzt nur Widerspruch einlegen gegen diese Rechnung und Stilllegung damit es nicht zu Mahnkosten kommt und muss dann auf die schriftliche Anzeige Warten. Ist das denn alles noch rechtens ist in meinen Augen eine bodenlose Frechheit. LG

...zur Frage

Mein Hund knurrt mich an und schnappt nach mir. Was kann ich tun?

Hallo 🙋🏽

Also ich habe vor zwei Wochen eine 15 Monate alte Husky Hündin adoptiert. Sie ist total zutraulich, verschmust und lieb. Aber wenn sie auf die Couch geht (da darf sie nicht rauf!) und ich sie runterschicke, knurrt und bellt sie und schnappt nach mir. Was kann ich dagegen tun? Ich habe schon versucht sie auf den Rücken zu drehen und das alles, aber es wird einfach nicht besser. Sonst hört sie sehr gut auf mich. Gestern hat sie nach so einer Auseinandersetzung sogar in die Wohnung gepinkelt.

Bitte helft mir!!

...zur Frage

Warum pinkelt mein Hund, wenn ich im das Geschirr anziehen will, um Gassi zu gehen?

hund pinkelt

...zur Frage

Darf dieser Zwinger überhaupt benutzt werden?

Meine Schwiegereltern nutzen folgenden Zwinger:https://www.maximavida.de/hunde-zwinger/zwinger-1-zwinger-fur-hunde-katzen-oder-huhner.mir kommt der(nicht nur das ich es nicht gut finde das der hund darin hockt) auch ziemlich klein vor.entspricht der Zwinger wenigstens den Vorschriften?

...zur Frage

Zwingerhaltung oder Ausziehen?

Meine Mutter möchte meinen Hund nicht mehr im Haus haben, sondern im Zwinger. Es stört sie, dass es im Wohnzimmer nach Hund riecht und das ich das Wonhzimmer praktisch mit ihr besetzte, da ich mich am meisten mit ihr dort aufhalte. Sie will das Hund mit einem Alter von 12 Monaten dort einziehen soll.

Findet ihr ich sollte einwilligen, dass der Hund in den Zwinger soll oder sollte ich lieber ausziehen und eine Wohnung suchen in der ich sie mitnehmen kann?

Wäre noch zu einen Kompromiss mit ihr bereit, dass der Hund, wenn ich weg bin in den Zwinger kommt. Ich weiss, aber nicht, ob das besser ist ( Wären 6std.)

Bin eig. komplett gegen Zwingerhaltung, aber ich kann es mir auch glaube ich langfristig nicht leisten mit ihr ( Meinen Hund) auszuziehen.Mein Plan war eigentlich bis ich mein Realabschluss habe noch bei meiner Mutter zu leben und dann mit dem Hund ausziehen, wenn ich eine Ausbildung mit einem geregelten Einkommen habe. Sie sagte Zwinger oder sie kommt ins Tierheim oder ich gehe mit ihr weg.

Daten zu dem Hund:

Alter: 5 Monate

Geschlecht: Weiblich

Rasse: Dt. Schäferhund

...zur Frage

Darf man einen Hund in der Wohnung im Zwinger halten?

Damit er die Einrichtung nicht kaputt macht oder auf den Boden macht. Natürlich bekäme er ausreichend Auslauf (3x täglich raus).

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?