Unser Hund ist gestorben.. Wie kann ich das verarbeiten?

10 Antworten

Ich glaube ein Hund ist wie ein Familienmitglied, er ist unersetzlich.

Ich glaube die einzige Möglichkeit es zu verarbeiten ist die gemeinsame Trauer, und in den Augen von Freunden die gleiche Traurigkeit über seinen Tod zu sehen wie Ihr sie selbst in Euren Herzen tragt. Dieses Teilen Eures Schmerzes durch die Anderen ist es, was uns zu Menschen macht, dadurch können wir realisieren was Menschlichkeit wirklich bedeutet.

Schreibt ein paar Zeilen des Abschieds an ihn als ob er sie bekommen könnte, so in der Art:

Fly soul,

Fly up high

Much lighter even

Than a feather

Take with you

Your playfulness

Your empathy

Your funny nature

So characteristic

For yourself

You're gone, yet

Never to be forgotten

Forever in our hearts

We miss you so much

Each minute, ev'ry second

Dear Dog

Hallo, vielen Dank für deine hilfreichen Zeilen. Du hast so Recht. Es tut gut mit Freunden und Bekannten, die unseren Joey kannten und liebten, darüber zu reden. Ich sehe die Traurigkeit und den Schmerz in ihren Augen und auch wenn es mir in dem Moment schlecht geht, ist es dennoch ein schönes Gefühl zu wissen, dass wir den Schmerz teilen und wirklich alle Joey so sehr liebten. Das verbindet uns hilft.

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Hallo

Das tut mir leid und ich kann nachfühlen wie es Dir geht weil wir vor 2 Jahren auch unseren geliebten Familienhund verloren haben.

Ich habe gemerkt, dass ich im Gegensatz zu der Familie auf Konfrontationskurs gegangen bin, da ich sowieso im Alltag vor Trauer nichts mehr auf die Reihe bekommen habe. Ich habe mir ein Erinnerungs-Fotobuch gemacht mit lauter netten Geschichten und Anekdoten und Highlights aus seinem Leben. Das Buch steht seither in der Küche am Essplatz und Kalle ist immer dabei. Auch die größere Familie war begeistert und ich musste jedem eine Kopie machen. Dadurch war er einfach noch eine Weile bei mir und ich konnte Abschied nehmen.

Ich habe es damals am PC gemacht mit einem Fotobuchanbieter.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo, vielen Dank für deine Antwort.

Es tut mir leid, dass auch euer Familienhund gestorben ist.

Das sind wirklich sehr schöne Ideen, die du geschrieben hast. Es scheint ja zu helfen.

Du hast das glaube ich ganz gut hingekriegt mit der Trauerbewältigung und das macht mir Mut. Dafür danke ich dir.

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Ein Tier zu verlieren ist immer schwer. ich habe das schon oft durchgemacht, aber noch nie so schlimm, wie bei meiner ersten eigenen Hündin.

Ein Jahr ist es her, dass sie starb. Ich habe sie nicht mal ein volles Jahr bei mir gehabt. Sie ist drei geworden. Ich war auch bei ihrem Tod nicht dabei und konnte nie richtig Abschied nehmen. Das nagt heute noch an mir... Obwohl sie immer noch in ihrer Urne auf dem Regal steht und raus gucken kann.

Die Trauer kommt immer mal wieder hoch. Mal mehr, mal weniger intensiv.
Die Selbstvorwürfe sind am schlimmsten. Ich hätte ihren Tod nicht verhindern können. Niemand wusste, dass sie Bluter war und es gab keine Anzeichen. Aber da ist immer noch diese kleine Stimme im Hinterkopf die fragt:
Aber was, wenn wir an dem Abend nicht schwimmen gegangen wären?
Was, wenn sie den Tag vorher nicht mit den anderen gerannt wäre?
Was, wenn ich in die andere Tierklinik gefahren wäre?

Die Antwort ist immer die gleiche.
Sie wäre vielleicht nicht an dem Tag gestorben. Aber früher oder später auf jeden Fall. Eher früher. Ich hätte diese Hündin nicht in Watte packen können, oder wollen.

Geholfen hat mir, dass ich keine vier Wochen später einen neuen Hund hatte. Er ersetzt Fireworks nicht, das kann und soll er gar nicht. Er ist mein Heart Healer, mein Anker.

Run free Little One.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 20 Jahren im Bereich Rettungshunde tätig und Tierhalter

Danke für deine Antwort.

Da hast du schlimmes durchmachen müssen.

Ich finde, dass du ihr vorher noch viel Spass bereitet hast mit dem Schwimmen usw. Kein Hund will in Watte gepackt werden. Er will Hund sein und rum tollen. Genau das hat du ihr ermöglicht.

Joey war an seinem letzten Tag auch noch im See baden mit Kira und wälzte sich genussvoll im Sand und tobte herum und war glücklich. Genau das ist ein kleiner Trost, dass er es noch konnte und Spass hatte.

Ich wünsche dir alles Gute und eine schöne Zeit mit deinem Hund.

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Die größte Trauer ist bald vorbei, aber komplett überwinden wirst du es wahrscheinlich nie... Meine Katze (sie war an meiner Seite seitdem ich sechs und bis ich 13 Jahre alt war...) und ich weine jetzt noch wenn ich lange an sie denke. Aber es wird leichter...

Geholfen mit dem Ganzen hat mir die andere Katze und wir haben dann noch eine Katze geholt. Sie hätte meine kleine nicht ersetzen können, aber sie hat mich immer getröstet... Und ich habe ganz viele Bilder von ihr in mein Zimmer gestellt um sie immer bei mir zu haben.

Ach ja und mein herzliches Beileid!

Vielen lieben Dank für deine lieben Worte.

Es tut mir leid mit deiner Katze. Ich kann das sehr gut nachempfinden, egal ob Hund oder Katze. Unser geliebter Kater Benji kam mit 4 Monaten zu uns und ist im Februar dieses Jahr an Nieren versagen gestorben mit 12 Jahren. Er war ein toller Kater und extrem verschmust und anhänglich. Er wurde paar Mal operiert und Joey hat sich immer um ihn gekümmert und ihm die Ohren gefleckt. Sie waren gute Freunde. Wir haben es mit dem Tod des Katers noch nicht richtig verarbeitet und nun auch noch Joey.

Meine Tochter hat uns eine Decke mit dem Aufdruck von Benji geschenkt sowie eine Leinwand. Das ist wirklich etwas sehr schönes und immer wieder schön anzusehen.

Danke für deine guten Ratschläge.

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Das tut mir unendlich leid für euch. Ich hab vor bald 2 Jahren meine über alles geliebte Hündin gehen lassen müssen. Sie war 15 Jahre und fast genau einen Monat alt. So lange hatte ich sie auch. Und sie war mein erster eigener Hund und für mich was ganz besonderes. Wir haben im Laufe der Jahre noch 2 Hündinnen dazu geholt. Bei einem jährlichen Check up in der Tierklinik, kurz vor ihrem15 Geburtstag,waren plötzlich die Nierenwerte schlecht und sie hatte Arthrose. Trotz spezialfutter ( was sie von Anfang an nicht wirklich gefressen hat) hat sich ihr Zustand verschlechtert. Ich hab tagelang geweint, weil ich wusste es ist bald soweit sie über die Regenbogenbrücke zu schicken. Am 01.09.2018 hab ich die Tierärztin angerufen, die dann auch gleich kam. Als sie meine Lucy gesehen hat, und die sie prompt angebellt hat ( was total komisch war, weil sie das noch nie gemacht hatte) . Die Tierärztin meinte dann, dass Lucy noch nicht so weit ist um zu gehen. Und ich würde es merken, wenn sie bereit ist. Lucy hat in den nächsten beiden Tagen mehr als jemals zuvor unsere Nähe ( und sie war davor schon sehr anhänglich) und die unserer anderer beiden Hunde gesucht. 2 Tage später, lag sie in ihrem Hundebett und an ihrem Blick hab ich erkannt, dass sie bereit war zu gehen. Sie konnte auch nicht mehr aufstehen.Die Tierärztin kam und Lucy hat sie nicht mehr angebellt, sondern gewedelt. Ich hab mich neben sie gelegt, sie gestreichelt und mit ihr geredet, die Tränen konnte ich nicht unterdrücken, obwohl ich für sie stark sein wollte.

ich hab so viel geweint und zu es auch heute noch wenn ich an sie denke. Ich geh jeden Tag an ihr Grab in unserem Garten unterm quittenbaum. Aber was mir sehr geholfen hat, ich hab mir kurz nach ihrem Tod, wieder einen Hund geholt. Diesmal einen kleinen Rüden zu unseren beiden Mädels dazu. Er ist mein seelentröster. Er kommt aus dem auslandstierschutz und brauchte Hilfe. Ich bin mir sicher meine Lucy hat ihn mir geschickt und würde ihn lieben. Mittlerweile haben wir 4 Hunde.

Was mir auch sehr geholfen hat, weil es ein sichtbares Zeichen ist, dass Lucy bei mir ist, ist ein Herzanhänger an einer Kette in dem die Haare von Lucy eingeschlossen sind .

Ich wünsch euch alles liebe und kann euren Schmerz total nach empfinden.

Twinkle twinkle little Star ...

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Habe selber mehrere Hunde

Hallo, leider kann ich dir jetzt erst antworten.

Für dein Mitgefühl danke ich dir sehr. Es hilft mir, weil ich mich verstanden fühle und ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Nur Tierliebhaber können es nachempfinden, denn Joey war nicht nur ein Tier, sondern ein echtes Familienmitglied.

Wir reden sehr viel über unseren Joey und wie es uns selber geht. Das brauchen wir und es fühlt sich richtig an. Unsere Kira ist noch anhänglicher geworden und gibt uns so viel Liebe und Treue. Wir genießen jeden einzelnen Tag mit ihr als ob es der letzte wäre. Sie tut uns so gut und wir sind dankbar, dass sie es gut verkraftet und fit ist, auch wenn sie nicht mehr viel hört und grauen Star hat. Aber das ist altersbedingt und sie kommt gut damit klar.

Es ist für uns unfassbar, dass heute erst der 5. Tag ist, seitdem Joey nicht mehr bei uns ist. Gefühlt ist es ne Ewigkeit, weil er jede Sekunde fehlt. Alles erinnert an ihn, egal was man macht. Er war einfach immer dabei und stets glücklich, bei uns zu sein. Ich kann nichts weglegen. Alles steht und liegt, wie es vorher war. Wenn Kira Futter bekommt, dann steht sein Napf daneben und in Gedanken ist er dabei und futtert mit. Auch beim Gassi gehen usw.

Wir sitzen auch jeden Tag an seinem Grab und reden mit ihm. Er ist da, das fühlen wir.

Es ist so schlimm, was du durchgemacht hast. Es tut mir so leid. Ich habe Tränen in den Augen bekommen und Gänsehaut. Ich finde, dass unsere geliebten Freunde jede einzelne Träne nunmal wert sind und sie es verdient haben, dass wir um sie trauern. Egal wie lange. Sie haben für immer einen grossen Platz in unserem Herzen. Du warst so stark, deiner Lucy die letzte Ehre zu erweisen und wer würde das ohne Tränen schaffen? Sie hat dir ein Signal gegeben und du hast ihr sozusagen den letzten Gefallen getan. Das ist glaube ich unheimlich schwer, aber im Sinne von Lucy gewesen. Denn nur du konntest es entscheiden und dafür wird sie dir sicher immer dankbar sein. Du hast sie vor schlimmerem bewahrt.

Uns wurde auch gesagt, dass wir mit einem anderen Hund nicht so lange warten sollen, weil es vertane Zeit wäre. Wir sind noch nicht soweit. Aber es wird einen anderen geben, nur bringt das die Zeit. Es ist schön, dass es Dir gleich geholfen hat. Die Idee mit dem Herzanhänger finde ich wirklich sehr schön. Das kann ich mir für mich sehr gut vorstellen. Da ist eine Verbindung, die sicher sehr persönlich ist und gut tut.

Ich wünsche dir alles Liebe mit deinen Hunden. Genieße die Zeit mit ihnen und jeden einzelnen Tag, denn man weiss nie, was kommt.

Liebe Grüsse

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@Gelatschen

Jetzt muss ich dir erstmal noch etwas schreiben.

Ich sass gestern Abend gegen 23.30 an Joey's Grab und redete mit ihm. Zwischendurch schaute ich manchmal zum Himmel und alles war normal. Dann sagte ich zu ihm, dass er mir ein Zeichen geben soll und schaute dabei zum Himmel. Man sagt ja dass es Zeichen gibt, man muss sie nur bemerken. Daraufhin sah ich innerhalb von ca 20 Sekunden an fast derselben Stelle 3 Sternschnuppen. Ich bekam Gänsehaut und ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Ich wünschte Joey eine gute Nacht und konnte gehen, weil ich das Zeichen bekam. Ich fühle, dass er bei uns ist und weiss dass es ihm gut und er will nicht dass wir traurig sind denn nun wird er uns nicht mehr von der Pelle rücken. Es mir mir seitdem tatsächlich besser.

Liebe Grüsse

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@Gelatschen

Das freut mich, dass es dir jetzt besser geht. Es war bestimmt ein Zeichen von ihm.

Twinkle twinkle little Star. How i wonder what you are. Up above the world so high. Like a Diamond in the sky.

Von Herzen alles alles liebe für euch!

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