Unser Grundstück entspricht nicht der Liegenschaft?

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5 Antworten

Das Wichtigste zuerst: 

"Alle Freunde, Bekannte und die anderen Nachbarn geben uns Recht, ..." 

Der Klassiker. Man fragt Freunde, Bekannt und Nachbarn. Die haben zwar im Prinzip (vielleicht) Recht, aber sicher keine Ahnung. 

Warum also hier bei GF fragen? Glaubst Du wirklich, wir wissen es besser, ohne beide Seiten gehört oder einen Plan oder einen Grundbuchauszug gesehen/gelesen zu haben? 

Auch Vermessungstechniker können sich irren und wer weiß, wann die Vermessung vorgenommen wurde. Soweit ich mich erinnere, gab es zumindest mal einen Fall, dass ein Gebäude - oder ein Teil davon - wieder entfernt werden musste. Aber belegen kann ich dies nicht (mehr). 

Außerdem: Warum gleich immer mit Prozess drohen oder einen in die Wege leiten? Der deutsche Michel macht das zwar sicher gerne, aber es gibt ja u. U. auch die Möglichkeit, gegen einen finanziellen Ausgleich das Stück Land abzukaufen und im Grundbuch zu ändern. 

Was verstehst Du unter einem "gütlichen Einigungsversuch"? Einigung ist übrigens freiwillig und kann nicht erzwungen werden. 

Ist aber auch egal, denn wer hier von uns Hobby-Anwälten könnte Dir da die richtige Auskunft geben? Warum wendest Du Dich nicht an einen Fachanwalt für Baurecht oder öffentliches / Verwaltungsrecht, wenn Dir die Kosten egal sind? 

Eventuell könntest Du auch einen zweiten Vermesser beauftragen, um auf der sicheren Seite zu sein. Und Du kannst Dich bis zum BGH durchklagen, aber dann sollte man wissen, wovon die Rede ist und sich nicht auf die Nachbarn oder irgendwelche Aussagen von Internet-Usern verlassen. 

Wieder eines der Dinge, die ich nicht verstehe. 

Aber vielleicht hilft die Referenz zu einem (vergleichbaren?) BGH-Urteil weiter: 

Urteil des BGH vom 21.03.2003, AZ V ZR 319/02, RdW 2003, 571

"Fahrlässige Grenzverletzung

Wer im Bereich der Grundstücksgrenze baut und sich nicht, gegebenenfalls durch Hinzuziehung eines Vermessungsingenieurs, darüber vergewissert, ob der für die Bebauung vorgesehene Grund auch ihm gehört und er die Grenzen seines Grundstücks nicht überschreitet, handelt im Rechtssinn bösgläubig. Er macht sich deshalb gegenüber dem beeinträchtigten Grundstücksnachbar schadensersatzpflichtig." 

Grundsätzlich ist es egal wie lange du das Grundstück genutzt hast. Der maßgebliche Rechtsgrund des Eigentums ist das Grundbuch (für die Sachdaten zum Eigentum) in Verbindung mit dem Kataster (Für Fragen zur Größe, Ausdehnung und Lage) des Grundstücks.

 

Rechtlich betrachtet ist es als schon immer das Eigentum des Nachbars und bleibt es auch. wenn er den Rückbau verlang, so ist dieser auch zu erfüllen.

 

Es gibt Grundbuch rechtlich nur einen einzigen Fall indem das Eigentum übergeht. Das ist dann der Fall, wenn im Grundbuch für ein Betroffenes Grundstück eine Eigentümer eingetragen ist, obwohl er gar nicht Eigentümer ist. Wird dieser Zustand innerhalb von 30 Jahren nicht bemerkt und entsprechend geändert, so besteht ein Rechtsanspruch auf Eigentumsanerkennung des fälschlich eingetragenen. Das ist aber so gut wie nie der Fall.

 

Für den hier geschilderten Fall besteht keine Chance das Bisher genutzte Grundstück weiter zu nutzen.

 

Es wäre vielleicht möglich gewesen, bevor die Fronten verhärtet waren, dem Nachbarn vorzuschlagen die bereits genutzten 4 Meter käuflich zu erwerben. Dann erfolgt eine Neuvermessung und Grenzumlegung. Danach sind die Eigentumsverhältnisse dann auch so, wie man schon 10 Jahre gedacht hat, dass sie so wären.

Da irrt ihr euch, dieser Streifen gehörte niemals zu eurem Grundstück. Ich rate zum Rückbau des Wintergartens.

Wenn ich jeden Tag auf einer Bank im Wald sitze gehört die mir auch niemals.
Ich sehe da keinerlei Chancen das Sie ein Grundstück besetzen und dann geschenkt bekommen.

Man könnte dem Voreigentümer haftbar machen, wenn er ein fremdes Grundstück verkauft hat. Nur hat er das niemals.

Wer sich nicht die Mühe macht eine Katasterplan zu besorgen und mit der Wirklichkeit zu vergleichen ist ...... 4 Meter erkennt man auch ohne Vermesser

Wenn euch das Stück Land nicht gehört, dann könnt ihr bis zum jüngsten Gericht klagen. Es wird nichts bringen.

UlfBerlin 20.05.2017, 08:01

Hallo, Danke für alle Antworten, eigentlich ist uns auch klar geworden, das wir das Teilstück irgendwann aufgeben müssen. Aber wir wollen es so lange wie möglich weiter nutzen und den Nachbar uns von der Pelle halten. Er kann uns dann direkt seine Nase an die Wintergartenscheibe drücken! Hat jemand Erfahrung wie lange man so ein Fall hinauszögern kann. Jetzt steht erst einmal meine Berufung aus, dann wird Revision eingelegt. So lange kann der Nachbar nichts machen. Mit kämpferischen Grüßen UlfBerlin

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